A/B Test für die Website

A/B Test für die Website: Macht das Sinn für Dein Projekt?

Ein A/B Test für die Website ist die Empfehlung vieler Online-Marketing-Experten, wenn es darum geht, die Conversions einer Website strategisch voranzubringen. Doch so logisch das auch klingt, vielleicht ist ein A/B Test für Dich und Deine Site gar nicht das Wahre, sondern nur sehr aufwändig.

Das solltest Du also unbedingt prüfen, bevor Du Zeit und Geld investierst, um auf diesem Weg Deine Ergebnisse zu verbessern. Doch was genau ist ein A/B Test überhaupt?

A/B Test für die Website: Versionen durchprobieren

Mit der Methode des A/B Testings versucht man herauszufinden, welche Version einer Landing Page oder einer Website Startseite oder Produkt-Page am besten konvertiert.

Dabei werden zwei oder mehr Versionen erstellt und getestet, mit welcher Version mehr Verkäufe, Anmeldungen oder Anfragen erzielt werden, um anschließend auf diese zu setzen.

Der ankommende Traffic wird nach dem Zufallsprinzip auf alle Versionen gleichmäßig verteilt. Dann wird analysiert, welche Absprungsraten oder Conversions sich erreichen lassen. Am Ende implementiert man die erfolgreichere Variante.

Dabei ist es wichtig zu wissen, dass schon kleine Anpassungen am Design große Verhaltensänderungen bei der potenziellen Zielgruppe herbeiführen können theoretisch.

Der größte Vorteil eines A/B Tests besteht darin, dass Du den Bereich des Rätselratens und des Setzens auf den eigenen Geschmack verlässt, um konkret an Ergebnissen zu arbeiten. Das ist aber auch der größte Nachteil, denn zwangsläufig testest Du nur die Dinge, an die Du selbst denkst.

Welche Details Du in den Vordergrund stellst, kommt auf Deine Ziele an. Häufig wird beim A/B Testing vor allem mit Formaten für den „Call to Action“ experimentiert. Farbe, Platzierung, Wording sind wichtig. Aber auch Preisdarstellungen, Aufteilung und Design der Seite oder Überschriften sind wichtig.

Wie führt man einen A/B Test für die Website durch?

Wenn Du entschieden hast, einen A/B Test durchzuführen, benötigst Du noch ein Tool, das Dich bei der Durchführung unterstützt. Denn manuell lässt sich kein A/B Test sinnvoll machen oder auswerten.

Mit Tools wie dem Visual Website Optimizer kannst Du ab 49 US-Dollar monatlich loslegen. Optimizely (Preis auf Anfrage) bietet wie der VWO auch eine kostenlose Testphase von 30 Tagen an.

Die Kosten für ein Testing-Tool machen aber nur einen kleinen Teil des Aufwands aus. Die Erstellung und Anpassung verschiedener Designs und Details frisst schnell eine Menge Zeit. Daher ist es besonders wichtig zu entscheiden, ob Du überhaupt sinnvolle A/B Tests durchführen kannst.

Das hängt beispielsweise auch von den Besuchermengen ab, die auf Deiner Website vorbeikommen. Sind die Zahlen ausreichend, um ein brauchbares Ergebnis abzufragen? Aber das ist noch nicht alles.

Nur knapp über ein Viertel aller A/B Tests lohnen sich überhaupt

Auch wenn A/B-Testkampagnen beliebt sind, nur knapp über ein Viertel liefert brauchbare Ergebnisse. Wo der Unterschied lag? Ganz klar in den Details:

Die erfolgreichen Kampagnen bestanden nicht nur aus A/B-Tests, sondern aus einer Kombination unterschiedlicher Maßnahmen zur Steigerung der Conversionsraten.

Die meisten Erfolge erzielten beauftragte Agenturen, die sich darauf spezialisiert hatten, sich durch alle Details zu graben und diese über einen längeren Zeitraum akribisch auszuwerten und mit den Ergebnissen zu arbeiten.

Ein A/B Test ist also nur der Anfang einer ganzen Reihe von strategischen Auswertungen und Anpassungen. Wenn Du diese nicht leisten kannst oder willst, macht ein A/B Test auch keinen Sinn, sondern frisst nur Zeit.

Von Analytics über Heatmaps bis zu ausreichend Schwungmasse: Argumente für und gegen A/B Tests

Wann also macht ein A/B Test Sinn? Immer dann, wenn Du ausreichend Kapazitäten frei hast und sowohl Zeit als auch Geld investieren kannst.

Außerdem sollte deine Site ausreichend Schwungmasse in Form von Besuchern und Conversions haben, damit überhaupt die Datenbasis gegeben ist. 10.000 Besucher oder 1.000 Conversions sind eine Faustregel, mit der man beginnen kann.

Denn wenn eine Testversion Deines A/B Tests nicht mindestens 300-500 Conversions ausweisen kann, siehst Du nicht, wo viele Besucher abspringen und was jeweils wirklich funktioniert.

Wenn Du weißt, wer auf Deine Website gelangt und woher auf der Suche nach was, hast Du eine gute Grundlage, höhere Conversions zu erzielen.

Bevor Du in A/B Tests investierst, solltest Du also an Analysen arbeiten und ermitteln, wie Du mehr von den richtigen Besuchern bekommst und Dich anschließend darauf konzentrieren, wie sie das Gewünschte tun.

Je mehr Du über Deine Besucher weißt, desto detailtreuer kannst Du Design, Ansprache bzw. Tonalität und Wording des Call-to-Action auf sie ausrichten.

Wichtig ist dabei, nicht an allzu kleinen Details zu schrauben, sondern immer site-weit das Design im Blick zu behalten und so zu gestalten, dass Deine Zielgruppe erwartungsgemäß geführt wird.

Wenn Du so weit bist, kannst Du auch sinnvoll A/B Tests machen. Wenn Du sie dann noch für nötig hältst.