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Tipps für Selbstständige: Akquise - aber wie und wo?

Sich selbst gut zu vermarkten ist eine der schwierigsten Übungen. Doch selbst für Freiberufler und andere Selbstständige, die größtenteils von erfolgreichen Empfehlungen leben, kommt früher oder später der Moment, wo sie sich mit Akquise beschäftigen müssen: Woher sollen kurzfristig, aber auch langfristig neue Aufträge kommen?

Auftragsbörsen und Job-Gruppen in den sozialen Netzwerken

Große Freelancer-Portale und andere Online-Angebote für das Ergattern von Aufträgen sind eine gute Anlaufstelle. Wer hier ein vollständiges und wahrheitsgemäß ausgefülltes Profil einstellt, zahlt in der Regel einen niedrigen monatlichen Beitrag und kann sich dafür auf Ausschreibungen bewerben. Gleich 41 Projektbörsen für Freelancer hat Autaak.de aufgelistet.

Aber auch die weniger formell strukturierten Job-Gruppen auf Facebook, LinkedIn und XING bieten die Möglichkeit, sich ohne Umwege auf ausgeschriebene Projekte zu bewerben. Sowohl Auftraggeber als auch Freelancer selbst haben dann die Möglichkeit, sich auch gleich das Online-Profil des Gegenübers anzusehen und einen ersten oberflächlichen Check zu machen, ob die Chemie stimmen könnte.

Die Freelancer Groups in sozialen Netzwerken gibt es regional, aber auch nach Berufsgruppe. Wer nach “Developer Jobs” oder “Freelance Jobs”, “Social Media Jobs” oder ähnlichem sucht, wird schnell fündig – muss sich dann aber auch damit abfinden, dass sich je nach Atmosphäre in der Gruppe auf ein interessantes Projekt viele Kandidaten parallel melden, während die Auftraggeber sich oft in Unverbindlichkeit hüllen und nur auf hartnäckige Nachfrage eine Rückmeldung geben.

Das ist besonders in Facebook-Gruppen problematisch, wo gelegentlich zusätzliche Diskussionen die reine Bewerbung erschweren.

Auf dem rein als Business-Netzwerk aufgestellten XING ist es einfacher, dort gibt es nicht nur Gruppen wie “Freiberufler Projektmarkt / freelance projects exchange”, sondern auch eine professionelle Projektsuche.

Selbstdarstellung und Social Media

Wir haben im lexoffice-Blog schon oft darüber gesprochen: Wer präsent ist, wird gefunden und als potenzieller Dienstleister wahrgenommen. Authentisch sein, sich zu Wort melden, eine eigene Marke aufbauen und im direkten Kontakt mit der eigenen Zielgruppe stehen: Je nachdem, worum es geht, ist eine Facebook-Seite oder ein Twitter-Account auch ein wichtiges Akquise-Werkzeug.

Aufmerksamkeit hilft dabei, sich als Experte zu etablieren und als solcher auch gebucht zu werden.

Da aber sämtliche Inhalte auf den Plattformen fremder Anbieter jederzeit verschwinden können und keines der großen sozialen Netzwerke zufriedenstellend Artikel archiviert, durchsuchbar und wieder auffindbar macht, sollte der Schwerpunkt der Akquise nicht darin bestehen, sämtlichen Content nur auf Facebook, Linkedin oder Twitter einzustellen.

Basis für jede Online-Akquise: Ein eigenes Blog

Egal wo Du Dich online tummelst, um Akquise zu betreiben, ein Interessent wird sich immer darum bemühen, mehr über Dich zu erfahren. Die logische Anlaufstelle ist neben den Profilen in sozialen Netzwerken Deine eigene Website – im Idealfall mit Blog.

Um Neuigkeiten zu verbreiten, Angebote zu veröffentlichen und über die eigene Arbeit zu berichten, ist ein Blog das perfekte Werkzeug. Auch ohne hohe Kosten oder einen aufwändigen Lernprozess kann mit Hilfe von Blogsoftware jeder auch kurzfristig ins Internet schreiben – und damit potenziellen Klienten die Gelegenheit bieten, hautnah zu erfahren, mit wem sie es zu tun haben.

Ein Blog in eine Business-Website zu integrieren oder andersherum stellt technisch kein Problem dar. Wichtig ist, dass man ohne langwierige Prozesse eine Anfrage stellen oder einen Auftrag vergeben kann, wenn die Texte im Blog überzeugen, sprich: Wenn man sich im Blog selbst so gut orientieren kann, dass man auch beim Lesen eines Fachartikels erfährt, wer schreibt und was konkret angeboten wird.

Ein gut strukturiertes und regelmäßig befülltes Blog ergänzt ein Portfolio sinnvoll oder kann es in einigen Fällen sogar ganz ersetzen.

Welche Quellen setzt Du für Deine Projektakquise ein? Wir sind gespannt auf Feedback und freuen uns außerdem immer über die Gelegenheit, spannende lexoffice-Anwender zu interviewen.