Organische Backlinks aufbauen - SEO Strategie für Steuerkanzleien

Organische Backlinks aufbauen – SEO Strategie für Steuerkanzleien

Google ändert seine Regeln für den Linkaufbau. Immer noch sind Verlinkungen der Kanzlei-Website ein wichtiges SEO-Werkzeug.

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Viele Faktoren können dazu beitragen, dass Ihre Kanzlei online gut gefunden wird: Ein lokaler Google Business Eintrag, Social Media Profile und die eine Präsenz, deren Auffindbarkeit fast völlig unter Ihrer eigenen Kontrolle steht: Die Website zu Steuerkanzlei. Wenn Sie zu Ihrer eigene Site gute („organische“) Backlinks aufbauen können, stärkt dies Ihre Positionierung.

Nichts ist so wandelbar wie der Google Algorithmus, der sich mobilen Gegebenheiten ebenso anpasst wie veränderten Nutzerbedürfnissen und technischer Innovation. Als Betreiber einer Kanzlei-Website haben Sie keine Zeit, täglich aufzupassen und nachzubessern, wenn sich an den Regeln für Auffindbarkeit über den Suchgiganten etwas geändert hat. Sie brauchen eine Seite, deren Ergebnisse langfristig tragfähig sind, ohne dauernd überarbeitet oder durch Anzeigen gepusht zu werden.

Die Qualität Ihrer Vorgehensweise ist hier erfolgsentscheidend. Je sorgfältiger Sie publizieren, desto länger bleibt Ihnen ein gutes Ergebnis erhalten.

5 strategische Maßnahmen für die Online-Sichtbarkeit Ihrer Kanzlei

1. Bieten Sie an, was Ihre Zielgruppe sucht

Wenn Ihre Website Fragen beantwortet und Nutzen anbietet, statt nur eine Leistungsübersicht aufzuzählen, sind Sie der Konkurrenz einen großen Schritt voraus. Menschen nutzen Voice Module, um für Anforderungen des täglichen Lebens Lösungen zu finden. Sie suchen nach Antworten. Niemand hat jemals nach fremder Eigenwerbung gesucht.

Statt zu schreiben „wir sind als Traditionsunternehmen seit 30 Jahren immer innovativ und kundenfreundlich und auf Existenzgründung spezialisiert“, sollten Sie auf Ihrer Website also lieber so etwas sagen wie „Sie sind Gründer und suchen Beratung in Bezug auf Fördergelder? Wir kennen uns mit Ihrem Businessplan und den nötigen Anträgen aus“ – und dann die Leistungen im Detail auflisten, die für Sie als Branchen-Insider längst selbstverständlich sind. Für die Suchenden aber eben noch nicht. Was anderen nutzt, wird verlinkt.

2. Verlinkungen natürlich aufbauen

Wenn alle Inhalte auf der Kanzlei-Website relevant sind und ohne Fülltext und Werbegeschwafel auf den Punkt kommen und Angebote, Lösungen oder Möglichkeiten aufzeigen, steigen die Chancen auf bessere Auffindbarkeit. Das gilt auch für Verlinkungen von anderen Websites.

Statt um jeden Preis überall irgendwo erwähnt und verlinkt zu werden, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Ihr Unternehmensprofil oder Ihr Blog sich in einem gut passenden Umfeld bewegen, wenn Sie sich um Gastbeiträge und Verlinkungen bemühen, zum Beispiel durch gegenseitige Erwähnungen. Es ist einfach, möglichst oft erwähnt zu werden. Es ist schwierig, aber um ein Vielfaches lohnender, die richtige virtuelle Nachbarschaft dafür zu finden und dann richtig Schwungmasse zu erhalten.

Nützliche Anlaufstellen für »natürlichen« Linkaufbau

Foren, Blog-Kommentare und Branchenbücher sind out. Gute Quellen für natürliche Links:

  • Ihre Profile und die Ihrer Mitarbeiter auf den Websites von Verbänden, Vereinen, Event-Seiten, Ratgeberseiten sowie regionalen und lokalen Internetangebote zur Steuerbranche oder zu Ihrem Nischenthema
  • Bewertungsportale wie upspeak.com oder provenexpert, Portfolio-Anbieter wie about.me und alle Social Media Profile mit Link auf die eigene Website, insbesondere aber die mit einer Option, den eigenen Lebenslauf etc einzutragen wie XING, Linkedin und Branchennetze
  • Gastbeiträge im Austausch mit anderen Experten – nur keine Angst davor, mit anderen zu kooperieren!
  • Experten zu Gast ins eigene Blog holen, Berichte über die Teilnahmen an Events bringen und über social Kanäle verteilen, so dass andere sie ebenfalls teilen
  • Regionale Links von der Stadt oder der Region, Google Maps, meinestadt.de und der IHK, beispielsweise durch Gastbeiträge
  • Im Netzwerk fragen, ob Interesse an gegenseitigen Verlinkungen über Social Media für bestehenden Content besteht

3. Aus »nofollow« wird entweder »nofollow« oder »ucg« oder »sponsored«

Bisher gab es zwei Sorten Verlinkungen: Normale »ohne alles« für Empfehlungen – und so genannte nofollow-Links, bei denen wird der Verlinkung im HTML-Code eine Ergänzung hinzugefügt – immer dann, wenn nicht gewünscht wird, dass allgemeine Suchmaschinen diese Verlinkung zur Berechnung der Linkpopularität heranzuziehen. Dieser Hinweis wird von Google vorgeschrieben, wenn es sich beispielsweise um Werbung handelt.

Bisher fielen auch »user generated Links« unter die Nofollow-Regel. Unkompliziert ausgedrückt: Damit tonnenweise Links in Foren, Gästebüchern und sozialen Netzwerken sich nicht wie SPAM auswirkten (also schädlich für die Sichtbarkeit waren), wurden sie ebenfalls so codiert. Dafür gibt es jetzt einen eigenen Code, der nofollow für User Generated Content ablöst: »ugc«. Werbung hat ebenfalls ihre eigene Kennzeichnung erhalten und wird mit »sponsored« statt mit »nofollow« im Link-Quelltext etikettiert.

Zumindest bei zukünftigen Beiträgen und wenn Ihre Site verlinkt wird, sollten Sie also auf den Kontext achten und die richtige Codierung in Links setzen (lassen).

4. möglichst viele »organische« Links erzeugen

Natürlicher Link-Aufbau sind nicht gekaufte Verlinkungen, die Sie selbst irgendwo eintragen. Organische Backlinks sind die Erwähnungen und Empfehlungen, die andere für Sie erzeugen, weil Sie großartige, unterhaltsame oder nützliche Inhalte zu bieten haben: Organischer Linkaufbau bedeutet, dass eine Webseite freiwillig im richtigen Kontext verlinkt wird. Keine Tricks, keine Anzeigen, keine Manipulation – nur »Content«, der richtig toll ist.

Damit sich das kommerzielle Angebot Ihrer Website nicht mit diesen Inhalten vermischt und verwässert, ergänzen Sie den Bereich für hochwertigen Nutz-Content auf einem eigenen Teil der Kanzlei-Website und ‚verzahnen‘ ihn mit Ihren Beratungsangeboten. Wenn Sie beispielsweise Schritt für Schritt genau erklären, wie die Zusammenarbeit aussieht, wenn Mandanten oder Mandantinnen sich für lexoffice entscheiden, zum Beispiel mit einem Video oder einer Slide-Show, erzeugen Sie den Vorteil von Entscheidungssicherheit für die Zielgruppe, die herauszufinden versucht, was gerade passt. Machen Sie Ihr Wissen greifbar und das Angebot der Kanzlei sichtbar, indem Sie Nutzen bereitstellen.

Das ist umso einfacher, desto spezialisierter auf bestimmte Zielgruppen Sie sind.

So geht »organischer« Linkaufbau für die Steuerkanzlei

Organische Links werden niemals gekauft, sie entstehen »automatisch« durch Mehrwert

Verlinkt werden Gastgeber von Events, Speaker auf Events, Sponsoren von Veranstaltungen, Organisatoren von Blogparaden und Challenges, Moderator*innen von Meetups und Barcamps, regelmäßigen Branchentreffen und Verleiher von Awards und anderen Auszeichnungen.

Verlinkt werden außerdem Interviews, Podcasts, Videos mit und über Gäste, eigene Berichte über Events, Messen, Podcasts, Blogs, Videos oder Interviews.

Verlinkt werden außerdem Anleitungen, Fachtipps, Inside Views, Meinungen, Downloads, Ratgeber-Artikel und Blogposts mit Nutzwert.

4. Hausputz mit der Google Search Console

Die Google Search Console ist ein kostenloses Tool von Google, das Kanzlei-Betreibern Auskunft über die Verlinkungsstrukturen der eigene Webseite gibt. Unter dem Menüpunkt „Links“ steht, wer auf Ihre Webseite verlinkt und mit welchem Begriff diese dort verlinkt wurde. Der Kontext ist wichtig, denn es gibt auch Links, die in einem völlig falschen oder SPAM-Umfeld stehen. Deren Schädlichkeit könnte abfärben, dann hat man in der Search Console aber zum Glück noch die Möglichkeit, sie zu „entwerten“ durch das so genannte Disavow-Tool.

Die Nachbarschaft des Links und der Kontext, die Häufigkeit und die Qualität der Verlinkungen lassen sich hier prüfen und parallel eine Liste von Potenzialen und Verbesserungsbedarf aufstellen. Hier sieht man natürlich auch, ob es überhaupt schon Links gibt. Das Geheimrezept für mehr Links: Offenheit und ein Call-to-Action unter Social-Media-Aktivitäten: »Wir sind an spannender Vernetzung innerhalb der Branche interessiert und freuen uns über Links und Kontaktaufnahmen.«

5. strukturierte Daten, das Nichtgeheimnis

Neben einer sauberen Aufteilung der Inhalte, guten Ladezeiten und einem brauchbaren Seitenaufbau, der mit HTML-Befehlen für Zwischenüberschriften und Titel gestaltet wurde, sind auch die Meta-Informationen sehr relevant für optimale Positionierung.

Nicht nur Meta-Title und Meta-Description, wie es sich inzwischen herumgesprochen hat. Sondern vor allem die Chance, nach den Vorgaben von schema.org für »Local Services« in den Strukturen der Kanzlei-Website die Info gut google-lesbar zu verankern, dass es sich um ein lokales Service-Angebot handelt.

Anders ausgedrückt: Sie machen es einfacher, zu den richtigen Begriffen gefunden zu werden, wenn Sie Suchmaschinen optimale Strukturen nach diesem Vereinheitlichungs-Standard anbieten. Für die technische Umsetzung mit WordPress gibt es Plug-ins. Generall ist Mark-up nach schema.org aber eher ein Job für Technikprofis. Den man allerdings erst in Auftrag geben kann, wenn man davon überhaupt weiß.

Sagen Sie also Ihrer Agentur, dass Sie Ihre Kanzlei-Daten mit strukturiertem Mark-up nach JSON-LD bereitstellen wollen – und wieder haben Sie der Konkurrenz einen großen Schritt voraus, sind sichtbarer, positionieren sich besser und werden häufiger verlinkt.

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  • Foto: © nortonrsx – istockphoto.com
Über den Autor
Carola Heine
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