Barbara Stromberg Textorama

Barbara Stromberg: „lexoffice ist mir ein Freund und Partner«

Die Texterin und Design Thinkerin aus Düsseldorf hilft Unternehmen dabei, sich als Experten zu zeigen.

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Wir wollten wissen: Wie geht es der lexoffice Community in diesem herausfordernden Jahr? Barbara Stromberg erzählt, wie sie nach der anfänglichen Schockstarre dank und durch Corona in gezielten Aktionismus verfallen ist: Weiterbildungen, neue Produkte, eine Unternehmengründung. Alles unter dem Motto: Auf das konzentrieren, was man hat, weiß und kann.

Carola Heine: Liebe Barbara, jetzt ist es gut sieben Jahre her, dass wir dich fürs lexoffice Blog interviewt haben – damals hast du noch Ochs geheißen. Sag mal, nutzt du immer noch lexoffice? Und warum: Was gefällt dir besonders, würdest du uns empfehlen?

»lexoffice verhilft mir zum Überblick über Umsätze, Ausgaben, Gewinne und Außenstände«

Barbara Stromberg: Sind das wirklich schon mehr als sieben Jahre? Verrückt. Buchhaltung ist wirklich nicht meins, weil ich einfach keine Lust habe, mich tiefer als notwendig mit steuerlichen Kategorien, Konten und solchen Dingen zu befassen.

lexoffice ist mir da ein Freund und Partner. Ich schätze es sehr, dass es mir Tendenzen und Entwicklungen zu meinen Umsätzen, Ausgaben und Gewinnen zeigt. Und dass es genau im Blick hat, welche Rechnungen noch unbezahlt beim Kunden liegen.

Überhaupt: Rechnungen blitzschnell zu stellen und zu verschicken, die Umsatzsteuervoranmeldung mit einem Klick – das spart so viel Zeit!

Nicht nur mir, meinem Steuerberater ja auch.

Barbara Stromberg Textorama

Barbara Stromberg

Texterin und Design Thinker
https://www.textorama.de/

Carola Heine: Du hast also einen neuen Namen. Was ist denn sonst noch so bei dir passiert?

Barbara Stromberg: Familie gegründet, geheiratet, beruflich neue Schwerpunkte gesetzt (in dieser Reihenfolge). Ja, in der Zeit von 2013 bis 2015 hat sich viel getan.

Mit der Geburt unserer Tochter war die Arbeit vor Ort in den Redaktionen als freie Schlussredakteurin erstmal genauso vorbei wie Interviewtermine, Termingeschäft und Reportage für Zeitungen und Magazine. Über zehn Jahre war ich damals schon selbstständig als freie Redakteurin und für mich war es auch gut, aufzuhören.

Mein Schwerpunkt hat sich dann stärker verschoben auf die Arbeit direkt für Unternehmen. Webseite, Broschüren, Blogartikel und natürlich Pressetexte – damit beschäftigte ich mich seither. Viel davon geht mit Konzeption einher, denn meine Kunden sind hauptsächlich Anwaltskanzleien, Mittelständler und Solo-Selbstständige ohne Marketing- oder Presseabteilung. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit braucht bei ihnen oftmals eine grundlegende Strategie.

Das hat mich wiederum in den vergangenen Jahren zu einem weiteren Schwerpunkt gebracht: Workshops, um Strategien und Pläne mit den Unternehmen zu entwickeln.

Workshops mit Elementen aus dem Design Thinking

Carola Heine: Workshops – aber nicht mal hier, mal da wie so viele Unternehmerinnen seit der Krise, sondern in großem Stil und mit einer Partnerin.

Barbara Stromberg: Stimmt. Im April dieses Jahres habe ich dafür endlich in einem Unternehmerinnennetzwerk eine Mitstreiterin gefunden – ohne sie zu suchen. Ich habe sie als Moderatorin erlebt und gewusst, dass ich meinen Businessbuddy gefunden habe. Ein halbes Jahr später riefen Helga Miegel und ich „Elly’s Ocean“ ins Leben: Eine Miegel & Stromberg GbR.

Was wir machen: Workshops mit Elementen aus dem Design Thinking, Design Sprints und anderen höchst effektiven Methoden, die schnell und kundenzentriert ein heterogenes Team zu einer gemeinsamen Lösung für ein großes Problem führen.

Unsere Schwerpunkte liegen dabei auf Workshops für Entscheidungsfindung, Projektplanung, Strategie und der Neuausrichtung von Unternehmen nach dem Generationswechsel. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf Gründern und den Themen Positionierung, Zielgruppenanalyse und Produktentwicklung.

Diese Methoden bringt es mit sich, dass sie nahezu für jedes große Problem geeignet ist, bei dem ein Unternehmen keinen eindeutigen Lösungsweg findet und ein Irrtum teuer ist. Das funktioniert remote erstaunlich gut. Warum auch nicht, wenn man sogar seinen Partner im Internet finden kann.

Die Arbeit mit, an und als Elly’s Ocean ist unglaublich spannend und obwohl wir eigentlich noch gar nicht richtig in Erscheinung getreten sind, gab es schon nach wenigen Tagen erste Interessenten für unsere offenen Workshops und auch firmeninterne Veranstaltungen.

Welchen Rat hast du für Gründende in der Krise?

Barbara Stromberg: »Denke neu. Stelle alles in Frage, was du bisher geglaubt hast. Was bringst du mit und wo willst du hin? Dazwischen liegt die Lösung. Wenn du sie nicht siehst, frage andere, damit sie einen Blick auf dein Problem werfen.«

»Gibt es ein Problem, dann überlege ich, was mein Ziel ist.«

Carola Heine: Wie ist 2020 denn sonst so zu dir gewesen? Was hat sich in deinem Business geändert, fiel weg oder kam neu?

Barbara Stromberg: Ich bin Design Thinker. Nicht erst seit Elly’s Ocean und meiner Ausbildung zum Facilitator (Moderator) für Design Sprints. Schon immer. Wenn auch, ohne es zu wissen.
Das heißt: Gibt es ein Problem, dann überlege ich, was mein Ziel ist. Wo will ich hin, was soll das Ergebnis sein. Und dann überlege ich mir, was mir zur Verfügung steht, um dorthin zu kommen, was ich noch brauche und wie ich es bekomme.

Schlimm war die Zeit ab Mitte März.

Nicht zu wissen, ob wir Statisten in einem apokalyptischen Endzeitfilm sind und wie die Sache weitergeht. Das hat mich wirklich geschafft – zusammen mit stundenlanger Hausaufgabenbetreuung, wegbrechenden Aufträgen und einem Konto, das sich bedenklich leert.

Wie weiter oben beschrieben, bin ich nach anfänglicher Schockstarre in gezielten Aktionismus verfallen. Weiterbildung angehen, neue Produkte entwickeln, ein Unternehmen gründen. Auf das konzentrieren, was man hat, weiß und kann.

Nach wie vor ist mein Ziel, Unternehmen dabei zu helfen, sich als Experte zu zeigen. Und dass kann ich ebenso mit Texten wie mit Workshops erreichen.

Carola Heine: Das machst du ja auch sehr erfolgreich. Was hast du mit dem nächsten Jahr vor?

Barbara Stromberg: Im nächsten Jahr möchten Helga und ich Ellys Ocean tatsächlich so weit nach vorne bringen, dass unsere Workshops die Hälfte unseres Umsatzes ausmachen. Das ist ein großes Ziel, aber eine Vision MUSS immer so groß sein, dass andere die Stirn darüber runzeln 🙂

Carola Heine: Wir beide wissen ja, dass man sich an einer gerunzelten Stirn anderer Leute sowieso nicht aufhält.

Weil du selbst es nicht erwähnt hast, zeige ich unseren Mitlesenden noch schnell dein Projekt Schreiben als Beruf mit der tollen Aktion #365schreibtipps von Profis.

Dir weiter so viel Power und Erfolg!

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Über die Autorin
Carola Heine
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