Besseres Zeitmanagement: Mehr aus dem Tag herausholen – ohne Überstunden

Besseres Zeitmanagement: Mehr aus dem Tag herausholen - ohne Überstunden

Selbstständige und Kleinunternehmer kennen sie ebenso wie viele Angestellte: Die Tücken der Feierabendfalle. Wenn man den ganzen Tag über unter Druck arbeitet, lauert im Hinterkopf immer der Gedanke: ‚Das kann ich auch heute Abend noch in Ruhe fertig machen.‘

Besonders in der Gründungsphase fällt die Entscheidung immer mal wieder gegen Freizeit, Privatleben, Ausgleich, Fortbildung und ausreichend Schlaf aus:

Zusätzliche Stunden und Wochenendarbeit gehören auch dazu, wenn man sich ein Business aufbaut oder Projekte großzieht.

Wissen, wann Schluss ist – keine schädlichen Gewohnheiten etablieren

Wichtig ist aber, dass keine feste Gewohnheit daraus wird, immer noch mal ein paar Stunden anzuhängen. Der erste Schritt in ein optimales Zeitmanagement besteht darin, sich einen festen Zeitpunkt für den Feierabend auszusuchen.

Denn wer immer Überstunden macht, ist irgendwann ausgelaugt und nicht mehr produktiv, von Kreativität ganz zu schweigen.

Wer in Gedanken schon den Abend für Arbeit verplant, hat den ganzen Tag über das Gefühl, noch viel Zeit zu haben – und arbeitet weniger organisiert, statt Prioritäten zu setzen.

Egal wie viele Aufgaben auf der To-Do-Liste stehen, es hilft ungemein, sich eine feste Zeit zu setzen, ab der dann Schluss ist für den Tag.

Dann bleibt nicht nur mehr Zeit für die wichtigen Entspannungsphasen.

Der Bonus: Wer pünktlich aufhört, geht gleich viel disziplinierter an alle Aufgaben, die unbedingt noch am gleichen Tag erledigt werden müssen.

Zeitfresser eliminieren – in der Freizeit bewusst auftanken

Es verbessert die Laune ganz ungemein, wenn man weiß: Um fünf Uhr (oder sechs, oder vier Uhr) ist Schluss für heute.

Mit einem straffen Tagesplan fallen alle kleinen Trödeleinheiten weg, die man sich sonst zwischendurch gönnt: Das bisschen Haushalt nebendran, der Gang zum Supermarkt an der Ecke und das lauschige Telefonat mit der Kollegin müssen warten – bis zum Feierabend.

Mails werden kürzer (und prägnanter), wenn die Uhr tickt und so manches Meeting entfällt, wenn schlicht und ergreifend keine Zeit dafür vorhanden ist und es ohne gehen muss.

Wer wenig Zeit zum Dümpeln hat, kommt auf den Punkt. Davon profitiert dann der ganze Rest.

Abende oder Wochenenden mit Sport, Entspannung und lieben Menschen tragen wieder dazu bei, dass die nächsten Arbeitstage gut auszuhalten und tatsächlich auch produktiv sind.

Mit Aufgabenlisten und Zeitblöcken arbeiten

Die gute alte To-Do-Liste bleibt in Bewegung, wenn sie täglich durchsortiert und in Reihenfolge der Wichtigkeit für den aktuellen Tag gebracht wird.

Wer die Aufgabenbeschreibung ausführlich verfasst und sich gleich notiert, wie und wo die Projektdetails zu finden sind, spart weitere kostbare Zeit.

Zeit, die sich noch weiter aufteilen lässt: In feste Zeitpunkte nämlich, die für das Aktualisieren der To-Do-Liste reserviert werden, für sich wiederholende Aufgaben und das systematische Aufräumen des elektronischen Posteingangs.

Jede Routine hilft dabei, die nächste stressige Phase gut zu überstehen.

Aber Achtung: Es klappt sehr gut, sich bestimmte Zeiten für bestimmte Aufgaben zu suchen, doch überorganisieren solltest Du Dich auch nicht.

Es ist nämlich nur auf den ersten Blick eine gute Idee, den ganzen Tag durchzutakten und genau zu verplanen.

Denn es wird immer etwas dazwischenkommen, vom Notruf eines Kunden bis zum Zahnweh des Projektkollegen oder einfach einer unterdurchschnittlichen Tagesverfassung – nicht jeder Tag ist gleich.

Wenn Du Dir dann einen straffen Aufgabenkalender zusammengestellt hast, ist Frust vorprogrammiert. Es wird nie eine Woche geben, die genau nach Plan läuft.

Es reicht also, die wichtigsten Aufgaben und Routinen fest einzuplanen, einen Feierabend festzulegen und jeweils halbwegs diszipliniert wegzuarbeiten, was als erstes anliegt.

Der Rest kommt dann – genug Ausgleich vorausgesetzt – ganz von selbst in den „Flow“.

22.05.2015 | 1
  1. […] turbulenter der Arbeitsalltag, desto mehr profitierst Du davon, solche Zeiten in den Kalender einzutragen und auch wirklich […]