Work-Life-Balance finden

Wiederkehrende Herausforderung für Freiberufler: Work-Life-Balance finden

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Wer als Existenzgründer oder Kleinunternehmer durchstartet, hat neben den vielen geschäftlichen Aufgaben noch eine besondere zusätzliche Herausforderung zu bewältigen:

Eine „Work-Life-Balance“ zu finden und zu halten, damit die vielfältigen Aufgaben der Gründungsphase den Menschen hinter dem Business nicht völlig verschlingen.

Momentan finden sich in Blogs und Magazinen im Internet vermehrt Artikel darüber, dass die populäre Bezeichnung „Work-Life-Balance“ schon deswegen Quatsch sei, weil man Arbeit und Leben gar nicht trennen könne.

Zum Beispiel auf welt.de „Ein neues Verständnis von Arbeit ist nötig – Work-Life-Balance, die Trennung von Arbeit und Leben, ist „Bullshit“ – eine leere Formel, die uns in die Irre führt“.

Wer mit Freude arbeitet, wird seine Aufgaben doch gern als wertvollen Teil des Lebens betrachten, das er führt, so lautet die Argumentation. Doch Hand aufs Herz – wie viele Menschen kennst du, die ihren Beruf wirklich als Berufung empfinden?

Angeblich könne man sogar glücklicher sein, wenn man sich gar nicht erst damit abgibt, daran herumbalancieren zu wollen: Arbeit gehört eben dazu und man sollte sie bewusst genießen; was ja auch wiederum eine Einflussnahme ist.

Das Ganze heißt aber nicht, dass es dann auch keinen bewusst herbeigeführten Ausgleich zu den beruflichen Verpflichtungen mehr geben kann und soll-. Den braucht man nämlich unbedingt, um auf Dauer zufrieden und leistungsfähig zu bleiben.

Es ist so wichtig wie sinnvoll, Arbeitszeiten und private Lebensqualität im Gleichklang zu halten und dafür zu sorgen, dass eines das andere nicht überspielt.

Das muss keine 50:50 Trennung der beiden Lebensbereiche sein, sondern eben eine ganz persönliche, individuelle Lösung.

Work-Life-Balance? Herausfinden, was gut tut

Auch wenn die Bereiche Arbeiten und Leben nicht wirklich getrennt werden können – weder wenn man eine Existenz aufbaut, noch als Freelancer oder Kleingewerbler, noch bei Angestellten. Ob in Teil- oder Vollzeit – das Schaffen eines Ausgleichs zum täglichen Stress und das Vermeiden von Extremen in beide Richtungen ist tatsächlich eine Aufgabe, die jeder für sich lösen muss.

Termine für die eigenen Interessen lassen sich zum Glück genau so strategisch planen und in den Kalender schreiben wie berufliche Verpflichtungen. Wichtig sind hier aber auch Freiräume und damit die Zeit durchzuatmen.

Arbeiten und „nebenbei“ noch leben: Ein Mensch kann sich schlecht zerreißen und nur noch das eine oder das andere machen, eben weil er ein Mensch ist und keine Maschine. Es ist wichtig, einen Ausgleich zu schaffen, achtsam zu sein und zu beobachten, was einem gut tut.

Hierzu ist es wichtig, sich immer wieder etwas Gutes zu tun und so die Lebensqualität zu steigern:Sei es die Stunde Yoga am Montagmorgen oder das Kochen mit Freunden jeden dritten Freitag im Monat, die den überlaufenden Kalender im erträglichen Bereich halten.

Arbeit gehört zum Leben, aber vieles im Leben findet eben auch außerhalb des Jobs statt. In jedem interessanten Dasein gibt es beide Bereiche, und diese sollten tatsächlich gegeneinander „ausbalanciert“ werden.

Da passt der Modebegriff „Work-Life-Balance“ weiterhin ganz gut, vor allem, weil jeder sofort weiß, was damit gemeint ist.

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