Blogs: Die wichtigste Social-Media-Plattform von allen

Blogs: Die wichtigste Social-Media-Plattform von allen

Seit zwei Jahrzehnten wird bei jedem neuen Trend und Tool gefragt, ob Blogs noch zeitgemäß sind und man sich die Mühe machen sollte. Die Antwort lautet: Unbedingt!

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Blogs sind in der Online-Welt die zuverlässige Anlaufstelle für gut aufbereitete Informationen, die wir alle brauchen. Als Unternehmer*in hast du ein eigenes Blog, um dich von allen anderen Plattformen unabhängig zu machen.

Hast du schon mal versucht, ein altes Facebook-Posting von jemandem zu finden? Vor der begrenzten Zeichenzahl auf Twitter gesessen und überlegt, in wie viele Tweets du deine komplexen Infos aufteilen musst oder auf der Website einer Firma nach einer Stellungnahme gesucht? Blogs sind die Antwort auf viele Fragen, die wir schon gar nicht mehr bewusst bemerken, weil wir uns so sehr an diese bequeme Art der Online-Sichtbarkeit gewöhnt haben, denn:

Wo suchst du nach Informationen über Firmen und Personen? In Blogs

Es ist fast fünfundzwanzig Jahre her, dass wir die Magie der einfachen Veröffentlichung im Internet dank Blogs und Open Source Blogsoftware für uns entdeckt haben. Seitdem hat sich so einiges getan. Die Möglichkeiten sind fast so schnell gewachsen wie die Herausforderungen. Weltweit gibt es eine hohe Zahl von Blogs, so existierten beispielsweise im Dezember 2020 rund 513 Millionen Blogs alleine schon auf der Plattform Tumblr.

In regelmäßigen Abständen fragt jemand »Sind Blogs tot?« und wird durch die folgenden Diskussionen eines Besseren belehrt.

Auch wenn viele spannende Apps und Plattformen nachgerutscht ist, so bieten Weblogs doch Vorteile, die keine andere Anwendung bieten kann: Unabhängigkeit von den unternehmerischen Entscheidungen eines Plattform-Betreibers nämlich und eine Sichtbarkeit, deren Details du selbst bestimmen kannst.

Die Blog-Legende: Schreiben ohne technische Vorkenntnisse

Die ersten Blogs hatten noch den unschlagbaren Vorteil, dass man einfach nur eine Eingabemaske für Titel und Text öffnete und spontan drauflosgeschrieben hat. Die heutigen Blogs kann man zwar immer noch so nutzen.

Aber es gibt eine Menge zusätzliche Dinge, die du aktuell beachten solltest, wenn du ein sicheres und erfolgreiches Blog betreiben willst: Datenschutzgesetze, Impressumspflicht, Software-Absicherung, Suchmaschinenoptimierung und Vermarktung der Postings können schnell zu einer umfangreichen Aufgabe werden.

Wer keine Blogplattform wie Tumblr, wordpress.com/de/, blogger.com oder blogger.de/ nutzen will, sondern auf dem eigenen Webspace ein unabhängiges Blog betreiben möchte, muss sich darum kümmern.

Die Professionalisierung der Blogosphäre hat leider viele wilde experimentelle Blogs getötet. Sie trägt aber auch dazu bei, dass du an jeder Ecke und in jedem Winkel online Unterstützung und Informationen für den Betrieb eines Unternehmensblogs finden kannst.

Blogs sind lebendiger als je zuvor, nur nicht mehr so laut und neu. Ausgehend vom eigenen Blog verteilst du deine Inhalte auf den anderen Plattformen – niemals andersherum, schon deshalb sind sie unentbehrlich.

Blogparade von start-talking.de

Wir nehmen mit diesem Posting an der Blogparade »Das Blog – ein Medium von gestern?« von Meike Leopold teil, die dazu schreibt:

»Das Thema möchte ich ungern auf eine Frage reduzieren. Wie wäre es stattdessen, wenn wir ein breites Meinungsbild aus unserer Blogosphäre bekommen zum aktuellen Status des Bloggens – idealerweise von Hobbyblogger*innen wie von Unternehmensblogs.«

Da machen wir doch gerne mit 🙂

Zur Blogparade mit allen Beiträgen

Im Rahmen der Blogparade fragt Meike auch: »Müssten wir den Begriff des Bloggens heute vielleicht viel weiter fassen? Ist Bloggen eher ein Mindset und weniger ein Medium?«

Als langjährige Bloggerin habe ich darüber schon lange vorher nachgedacht – als ich zum ersten Mal tief zusammengezuckt bin, weil jemand ihre Facebook-Timeline als ihr »Blog« bezeichnete. Während man sicherlich auf Facebook, LinkedIn und Co »herumbloggen« kann (Bloggen im ursprünglichen Sinne des Festhaltens von Gedanken und Informationen), so hat doch ein Social-Media-Profil die entscheidenden Vorteile eines Blogs auf dem eigenem Webspace nicht zu bieten.

Trotzdem kann diese Person ihre Timeline natürlich ein Blog nennen. Sie muss dann aber damit leben, dass einige Menschen verwirrt sein werden und den Komfort und die Strukturen von Blogsoftware vermissen.

Ist Bloggen ein Medium, ein Mindset oder ein Werkzeug?

Blogs sind ein unschätzbar wertvolles Werkzeug. Als solches werden sie nie wieder weggehen. Dank kostenlos verfügbarer Software wie WordPress können Millionen Menschen eine professionelle Website mit einem Blog als Info-Kanal betreiben, für die es sonst unerschwinglich wäre. Deshalb werden sie niemals erfolgreich totgesagt werden, es gibt einfach zu viele und sie haben einen zu großen Nutzen.

Wenn jemand von einem fürs Bloggen erforderlichen Mindset spricht, setzt er oder sie in der Regel dafür die eigenen Maßstäbe an. Oft geht es ums Monetarisieren von Blogposts durch Werbung oder als Influencer*in. Aber die meisten dieser Ratschläge gelten auch dann, wenn man für die eigenen Informationen hohe Reichweite aufbauen will. Ein Blog mit einem konkreten Ziel zu betreiben erfordert das Mindset, deiner Zielgruppe das anzubieten, was diese haben will – und zwar strategisch und auf der Langstrecke.

Brauchst du also ein Blog für dein Business? Unbedingt.

Dein Businessblog sollte eine Anlaufstelle sein, die nützliche Informationen bietet, Anregungen liefert, auf aktuelle Themen rund um deine Branche eingeht und Interaktion ermöglicht. Ist Bloggen ein Medium? Medium ist auf jeden Fall eine professionell aufgestellte Plattform, auf der du ein eigenes Blog anlegen kannst und ausprobieren kannst, ob Bloggen etwas für dich ist – und mit zusätzlichen Themen für mehr Reichweite sorgen kannst, selbst wenn du dein eigenes Blog betreibst.

Ein Blog ist dein Sprachrohr, dein Schaufenster ergänzend zum Shop, deine Pressestelle und deine Möglichkeit für das Publizieren von News und Storytelling. Bist du neu in der Blogosphäre oder schon ganz lange dabei? Wir würden uns freuen zu erfahren, was deine Motivation für das Starten eines Blogs gewesen ist – oder warum du es nicht gemacht hast. Schreibt uns in die Comments!

  • Foto: Adobe Stock Rainer Berg/Westend61
Über die Autorin
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

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  1. Peter | 09.02.2021 | 21:29

    Hi Carola,
    Manno, ein Unternehmensblog – dazu ein Bekannter macht bei einer Blogparade mit. Da hab ich ja richtig Hemmungen was zu schreiben.. sollte ich vielleicht vorher die Schuhe ausziehen?.. 😉
    Es ist so wie Du sagst: Informationen – grade wenn einem plötzlich etwas einfällt, was vor Jahren mal aktuell war (vielleicht sogar bestimmte Dateien) – das findest Du nur auf Blogs! Tatsächlich gab es auch mal Ratschläge von Coaches, alte Beiträge zu löschen um den Blog zu entschlacken – ich bin der Meinung, diese Leute sollten dann doch besser nicht als Coach arbeiten, weil Sie grundsätzlich den oder das Blog nicht verstanden haben. In einem Tagebuch reiße ich ja auch nicht die ersten Seiten raus, die mir peinlich sind – diese Seiten gehören genauso zu meinem Leben wie die Neuen (ich habe sogar Leser:innen die bevorzugt die ältesten Beiträge von mir konsumieren, weil es dort um Themen ging, die für Sie wesentlich interessanter sind, als meine aktuellen) . Aber so ist das im Leben: Ansichten und Interessen ändern sich. Ich blogge nun auch schon fast seit Anfang an – leider – oder eher aus Dummheit – habe ich meine erste eigene und erfolgreiche Domain abgegeben, weil mir der Name nicht mehr zeitgemäß erschien. Da wird sich wahrscheinlich jetzt der Tech-Blogger Caschy mit seinem Blog „Stadtbremerhaven“ kaputtlachen..
    Ich musste also wieder ganz von vorne bei google und den Ranking-Ergebnissen anfangen. Aber egal – ich bin auf einem guten Weg – und ich schau mal wie’s mit den Blogs weitergeht. Tod sind Sie jedenfalls nicht!
    CU
    Peter