Brain Dump Klarheit gewinnen

Zwischen den Jahren: Klarheit gewinnen

Gehörst du zu den vielen Menschen, die gerade den Stress des Jahres für sich sortieren? Dann solltest du dies lesen.

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Kennst du das: Dein Gedankenkarussell dreht sich ohne Pause. Die Stresslawine schiebt ständig neue dringliche Themen nach. Mit das Beste an diesen Feiertagen scheint leider die Option zu sein, ungestört von der Kundschaft den Rückstau aufzuarbeiten – trotzdem ist kein Ende in Sicht. Was für ein Druck! Ein digitaler Brain Dump kann dir jetzt helfen: Wir zeigen dir, wie es geht.

Was ist ein Brain Dump und wieso verhilft er dir zur Klarheit?

Die Methode des »Brain Dump« besteht darin, deinen Kopf zu entlasten, indem du Dinge aufschreibst und parallel sortierst. Das macht den mentalen Zwischenspeicher frei und unterstützt dich dabei, besser zu entspannen und nichts Wichtiges zu vergessen.

3 Einsatzmöglichkeiten der Brain Dump Vorgehensweise

1. Innere Anspannung und Angst abbauen

Einen Brain Dump kannst du nutzen, um Ängste und Anspannungen abzubauen beziehungsweise sie besser in den Griff zu bekommen. Aufschreiben unterstützt dich bei der Bewältigung von aufsteigender Panik, weil du ein Stück Kontrolle über deine Situation zurück gewinnst.

2. Prioritäten setzen durch Sortieren

Wenn du aufschreibst, was du erledigen musst und dir dabei die Mühe machst, zwei bis drei Sätze mit den anstehenden Aufgaben auszuformulieren, kannst du auch eine Dringlichkeitsstufe vergeben. So weißt du automatisch, welche Aufgaben als nächste anstehen.

3. Den Kopf wieder freibekommen, Klarheit gewinnen

Übersetzt heißt »Brain Dump« so viel wie: Das Gehirn leeren, Ballast entsorgen. Statt ständig darüber nachzudenken, was alles noch erledigt werden muss und was als Nächstes dran ist, wird buchstäblich und ohne jede Einschränkung einmal alles aufgeschrieben, was gerade im Kopf los ist.

Brain Dump digital

Die meisten Experten für Entspannungstechniken empfehlen, den Brain Dump mit Zettel und Stift durchzuführen und sich nicht durch Popups und Benachrichtigungstöne ablenken zu lassen, sprich: Den Computer dafür auszuschalten.

Wenn du wie ich aber freiwillig und gerne am Smartphone festgewachsen bist, ist das für dich keine Lösung für jeden Tag 🙂

Projektmanagement-Apps, in die man sich erst einloggen und deren Strukturen man sich unterwerfen muss, um am Desktop und PC unterschiedliche Anwendungen zu nutzen, haben mich in Sachen Brain Dump aber nur genervt.

Dieses 2020 mit seinen zigtausend parallelen Anforderungen hat mich trotz aller Resilienz manchemal fast geschafft. Ich brauchte es schneller, flacher als eine App. Praxistauglich, mit Archiv – und digital.

Ohne Medienbruch und quasi unbegrenzt verfügbar: Mail-Adressen

Meinen Brain Dump habe ich mir aus Mail-Adressen gebaut, von denen jeder Webhosting-Provider im Normalfall ein großes kostenloses Bündel bereitstellt.

Ein Postfach für all die leidigen anstrengenden Homeschooling-Angelegenheiten, eins für Input für meine eigenen Projekte, eine Mail-Adresse für tolle Ideen (die erst noch warten müssen). Eines für akute Sorgen, Frust und Generv als Ventil. Eine für die dringlichen To-dos mit den höchsten Prioritäten: So weiß ich auch gleich jederzeit, was ich als Nächstes machen kann.

Ich schicke mir selbst Links, Screenshots, Dokumente, Voice-Dateien und mehr. Immer aber schreibe ich einen vernünftigen erklärenden Betreff und drei Sätze Inhaltliches dazu.

Das nimmt mir einen großen Teil des alltäglichen Stresspegels – Brain Dump eben, nur digital.

Das gehört in einen Brain Dump

Alles, was dir als Thema im Kopf herumliegt und dich belastet, stört oder blockiert – weil es erledigt oder geändert (oder ausgehalten) werden muss, lässt sich mit der Brain Dump Methode besser bewältigen.

Du kannst auch für die digitale Methode damit anfangen, pro »Thema« einen großen Zettel anzulegen und zunächst zu schauen, womit er sich füllt:

  • Offene Aufgaben im Job, in Kundenprojekten
  • Private Erledigungen und To-do-Liste
  • Sorgen und Themen, die dich beschäftigen
  • Ärgernisse und Konfliktpotenziale, die dich belasten
  • Dinge, für die du andere Menschen brauchst
  • Aufgaben, die du delegieren kannst oder willst

Beim Aufschreiben bleibt es nicht aus, dass du deine Gedanken sortierst. Der nächste Schritt ist dann die Planung, wie du die Dinge in Angriff nehmen willst, die du dir gerade erfolgreich aus dem Zwischenspeicher deines Hirns geholt hast.

Keine Zeit für einen Brain Dump?

Das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass du sie dir jetzt trotzdem nehmen solltest. Egal ob auf einem Zettel, mit einem Notizbuch oder »Brain Dump Journal«, wie es sie im Handel gibt oder auf einem Flipchart, in Form einer Mailbox-Struktur oder auf einer Wandtafel – mach‘ dir den Kopf frei.

Brain Dump ist einfach, kostenlos und jederzeit anzuwenden – und wirkt.

  • Foto: Adobe Stock kegfire
Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

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