Buchführungspflichten

Buchführungspflichten – diese Grundlagen solltest Du kennen

Über GoBD, die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form, haben wir in diesem Blog bereits geschrieben. Die Buchführungspflichten für Unternehmer sind allerdings noch viel umfassender. Freiberufler, Solo-Selbstständige und alle Kleinunternehmer und gewerblich tätigen Selbstständigen sollten die folgenden Anforderungen kennen.

Buchführungspflichten: Gewinnermittlung und Einkommenssteuer

Mit lexoffice ist Buchhaltung kein Problem, auch die allgemeinen Buchführungspflichten sind um einiges einfacher zu erfüllen mit unserer intuitiven Lösung für Selbstständige. Die Vorschriften zur Gewinnermittlung bieten Unternehmern durchaus auch Vorteile: Während Angestellte automatische Einkommensmeldungen ans Finanzamt über den Arbeitgeber bekommen und eine Erstattung von Werbungskosten nachweisen und beantragen müssen, reichen Gewerbetreibende und selbstständige Unternehmer ihre eigene Gewinnermittlung ein.

Solange Dein Gewinn die Obergrenze von 60.000 Euro und Dein Umsatz die Summe von 600.000 Euro nicht überschreitet, musst Du keine Inventur – kaufmännische Buchführung mit Betriebsvermögensvergleich – durchführen noch eine Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) oder Bilanzen erstellen. Es genügt Dir dann nämlich die “vereinfachte Buchführung”, eine sogenannte Einnahmenüberschussrechnung (EÜR).

Als Freiberufler im Rahmen des § 18 Einkommenssteuergesetz die “Einkünfte aus selbstständiger Arbeit” betreffend kannst Du die EÜR-Privilegien sogar unabhängig von Gewinn- und Umsatzgrenzen in Anspruch nehmen. Die Regelungen für die steuerliche Vereinfachung der Buchführungspflicht sind unter
§ 4 Abs. 3 Einkommensteuergesetz detailliert aufgeführt. Umsatz- und Gewinnobergrenzen für diese Sonderregel wiederum finden sich in § 141 Abgabenordnung.

Die wichtigsten EÜR-Merkmale für vereinfachte Buchführung

Am Jahresende werden die Einnahmen addiert und davon die Summe der Ausgaben abgezogen. Ist die Differenz positiv, hast Du Gewinn erwirtschaftet, sonst Verlust. Als Einnahmen und Ausgaben eines Wirtschaftsjahres werden nur Zahlungen berücksichtigt, die tatsächlich in dem betreffenden Jahr geflossen sind.

Das Gesamt-Jahresergebnis (Gewinn oder Verlust) trägst Du im Rahmen Deiner Steuererklärung zudem in die “Anlage G” (für Einkünfte aus Gewerbebetrieb) bzw. die “Anlage S” (für Einkünfte aus selbstständiger Arbeit) ein. Bis zu einem Jahresumsatz von 17.500 Euro bestimmst Du die äußere Form der Gewinnermittlung selbst. Liegen Deine Einkünfte darüber, muss Gewinn (oder Verlust) mithilfe des offiziellen EÜR-Formulars ermittelt werden.

Bei der EÜR hilft Dir gewohnt unkompliziert lexoffice, siehe auch unsere Informationen “Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) – Gewinn und Verlust im Blick”.

Die Aufzeichnung von Zahlungsvorgängen in bar in einem separaten Kassenbuch ist nicht vorgeschrieben. Ohne Bilanz und somit auch ohne “Betriebsvermögensvergleich” entfällt am Jahresende die Inventur und damit auch die mühselige Bestandsaufnahme von Lagerware.

Buchführungspflicht jährlich, quartalsweise oder monatlich: Umsatzsteuermeldung

Wenn Dein Jahresumsatz im Vorjahr höher als 17.500 Euro war oder wenn Du im laufenden Jahr voraussichtlich mehr als 60.000 Euro umsetzen wirst, gehörst Du nicht mehr zu den Kleinunternehmern gemäß § 19 Umsatzsteuergesetz.

Du bist dann umsatzsteuerpflichtig, musst auf alle Rechnungen die Umsatzsteuer aufschlagen und dann diese unaufgefordert ans Finanzamt abführen. Vorher ziehst Du die Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer ab, die Du selbst gezahlt hast – manchmal bekommst Du so auch eine Erstattung.

Umsatzsteuerpflichtige Gründer müssen übrigens unabhängig von der Höhe ihrer Umsatzsteuerschuld in den beiden ersten Kalenderjahren ihrer Geschäftstätigkeit für jeden einzelnen Monat eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben. Ab dem dritten Jahr können sie bei einer Vorjahreszahllast von bis zu 7.500 Euro zur quartalsweisen Zahlung wechseln. Falls Du im Vorjahr nur bis zu 1.000 Euro Umsatzsteuer abgeführt hast, kommst Du sogar ohne Voranmeldungen aus: In dem Fall genügt die jährliche Umsatzsteuererklärung. Das legt man aber nicht selbst fest, sondern beantragt man jeweils formlos beim Finanzamt.

Auch bei der Umsatzsteuervoranmeldung hilft lexoffice, das mit Elster online verknüpft ist und so Deine Abläufe mühelos gestaltet.

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