Checklist Marketing: Was macht Deins?

Checklist: Was macht Dein Marketing? Geht es ihm gut?

Als Unternehmer weißt Du: Deine Angebote sind nützlich für Deine Kunden und das wissen diese auch – wenn sie erst einmal zu Deinen Kunden geworden sind. Doch der Weg bis dahin kann lang sein und der Wettbewerb bleibt anstrengend.

Strategisch betriebenes Marketing verschafft Dir Wettbewerbsvorteile, wenn Du die Anforderungen Deiner Zielgruppe kennst und ihnen entgegenkommst.

Das kann Einzigartigkeit sein, ein innovatives Angebot mit besonders hohem Kundennutzen, ein konkurrenzloser Preis bei tragfähiger Qualität oder ein Image, das Dich von der Konkurrenz positiv abhebt.

Wir haben ein paar sichere Anzeichen dafür zusammengetragen, dass Dein Marketing noch Luft nach oben hat.

Checklist Marketing: 7 sichere Zeichen dafür, dass Dein Marketing noch Luft nach oben hat

1. Deine Website läuft gut – zumindest bist Du sehr zufrieden, was die hohen Besucherzahlen angeht. Doch genau genommen kommen gar nicht viele Verkäufe darüber zustande, weniger als zwei Prozent der Website-Besucher werden zu Interessenten oder Kunden.

Ein Zeichen für dringenden Handelsbedarf: Ist Deine Statistik aussagekräftig oder eine von der Sorte, die jeden Suchmaschinen-Bot als wiederkehrenden Besucher rechnet? Wechsle auf ein Tool, das zuverlässig Tendenzen anzeigt. Was machen die Besucher auf Deiner Seite? Was spricht sie an, was nicht? All diese Daten lassen sich ermitteln, durch Kundenbefragungen, mit Hilfe von Auswertungs-Werkzeugen, oder mit der Unterstützung von Profis.

2. Wer nach Deinem Firmennamen googelt, muss erst mal suchen. Es stimmt, Rankings für Deine Produkte und Angebote sind sehr wichtig. Aber auch Deine Marke muss gut auffindbar sein, zu diesem Zweck arbeitest Du ja daran, Dir und Deinem Unternehmen einen guten Namen zu verschaffen.

Deine eigene Firmenbezeichnung sollte auf der Top-Position stehen, wenn man nach Dir googelt. Wenn diese Präsenz noch kein Teil Deiner SEO-Strategie ist, solltest Du diesen Handlungsbedarf dringend aufnehmen.

3. Du hast keine SEO-Strategie. Bisher wurdet Ihr auch so gefunden, Dein Angebot und Du, jedenfalls meistens oder in einigen Fällen und überhaupt gibt es so viele andere Dinge, dass Du Dich nicht auch noch mit Suchmaschinenoptimierung belasten wolltest.

Auffindbarkeit online zu vernachlässigen oder ganz in fremde Hände abzugeben ist ein teurer Fehler. Selbst wenn Du es schaffst, die eine gute unter zweihundert Agenturen für SE-Optimierung zu finden und zu beauftragen, solltest Du Dir dringend ein Grundwissen darüber aneignen, wie SEO funktioniert. Jede andere Einstellung kann eines Tages sehr teuer werden. Teurer als jetzt schon.

4. Keine Zeit zum Bloggen. Du hast zwar pflichtbewusst Dein eigenes Weblog mit in WordPress integrieren lassen, als Du endlich Zeit für eine professionelle Website gefunden hat. Aber wann sollst Du auch noch bloggen?

Antwort: So oft wie machbar, und notfalls mit Hilfe von Freelance Bloggern, die für einen anhaltenden Strom interessanter Informationen sorgen. Ein Blog ist Deine Möglichkeit, mit wenig Aufwand SEO zu betreiben, aktuelle Informationen an Deine Kunden zu bringen und für Aktionen zu werben – aber nur, wenn es auch einen Leserstamm aufgebaut hat.

5. Deine Facebook-Seite hat unter 300 Fans, Dein Twitter-Account hat 12 und das stört Dich nicht. Irgendwie hast Du ja sowieso keine Ahnung, was Du eigentlich auf Facebook machen sollst, also denkst Du gar nicht darüber nach, dass buchstäblich jeder Deine Vanity Metrics einsehen kann.

Fans und Follower zu kaufen wäre ein Fehler und widerspricht auch den AGB der Sozialen Netzwerke. Aber eine bezahlte Kleinanzeige nach dem Motto „steter Tropfen holt den Fan“ kann schon für einen relativ niedrigen Betrag dafür sorgen, dass Deine Fanbase aufgebaut wird. Bei Facebook schon ab 5-10 Euro pro Tag.

6. Für Werbebriefe, das „Befüllen“ der Social-Media-Kanäle und andere strategische Aufgaben hast Du einen netten Praktikanten, Studenten oder nebenberuflich jobbenden Azubi gefunden und bist ganz froh, das nicht mehr am Hals zu haben.

Online-Marketing ist ein Job für Professionals. Zwar kann sich diese Aufgabengebiete jeder erschließen, die ganze Branche besteht aus Autodidakten. Aber eben aus Menschen, die sich mit Leidenschaft und vollem Einsatz in ein spannendes Fachgebiet geworfen haben – und nicht Personen, die mal ein bisschen ihre Kasse aufbessern für kleines Geld und dementsprechend nicht motiviert sind, die vielen Stunden in Weiter- und Fortbildung und die Entwicklung von Strategien zu stecken, die aus Herumprobieren dann Projekte mit realen Erfolgsaussichten macht.

7. Wenn man Dich fragt, auf welche Zielgruppe Dein Produkt oder Dein Angebot ausgerichtet ist, erklärst Du mit Stolz ob Deiner großen Flexibilität „Für alle und jeden!“

Du kannst natürlich ein Produkt entwickeln, dass für alle Menschen gleich gut funktioniert und das auch alle brauchen. Da der Markt für Toilettenpapier aber schon länger in festen Markenhänden ist, bist Du besser damit beraten, Deine Zielgruppe gut kennen zu lernen – dann kannst du nämlich Deine Werbung so gestalten, dass sie genau diese Kunden auch gut anspricht.

Experten empfehlen, sich gedanklich einen Traum- oder Zielkunden zusammenzubasteln und sich diese Person beim Entwickeln von Strategien oder Kampagnen vorzustellen. Was macht er, wo lebt er, was kann er sich leisten, was will er sich leisten und wovon lässt er sich überzeugen: Wer diese Fragen stellt, entwirft wesentlich zielsicherere Marketingstrategien. Und wenn ein Traumkunde nicht ausreicht, dann entwirfst Du eben fünf.

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Nächste Woche startet unsere neue Serie „Online-Marketing: Anzeigen auf Facebook, Twitter und Co für Einsteiger“, die Dich dabei unterstützen wird, Deine Zielgruppe anzusprechen, wenn Du das nächste Mal überlegst, was Du Deinem Marketing Gutes tun könntest.

Freiberufler, Kleinunternehmer und andere Selbstständige sind im Grunde immer in Sachen Akquise unterwegs: Jedes Gespräch mit neuen Bekannten, jeder Schwatz auf dem Existenzgründer-Treff und jede Möglichkeit der Selbstdarstellung kann zu einem Auftrag führen.

Aber „echtes“ Marketing kann auch das nicht ersetzen. Um geschäftlichen Erfolg zu haben, muss man heute online auffindbar sein und an den richtigen Orten auf sich aufmerksam machen. Dabei wird unsere neue Serie Euch unterstützen.

17.06.2015