Content Boost einschalten - mehr Power für Dein Ranking

Content Boost einschalten: Mehr Power für Dein Ranking

Dein liebevoll geschriebener und sorgfältig recherchierter Post will und will nicht "ranken"? Wir haben ein paar handfeste Praxistipps für Dich.

Lesezeichen setzen

Da steht er, der sorgfältig geschriebene Text über Dein wichtigstes Thema – mit so viel Hingabe geschrieben, dass das Herzblut spürbar über den Monitor tropft. Dummerweise steht er auf Seite 2 bei Google … und wir wissen alle, dass es kaum einen besseren Platz gibt, um eine Information wirksam verschwinden zu lassen als ein Ranking höher 10. Was tun? Wir wissen es 🙂

Guter, auf ein Angebot perfekt zugeschnittener Content ist langfristig die beste Möglichkeit, online werbewirksam auffindbar zu werden. Im Idealfall ist jedes Posting in Deinem Blog nützlich, auf die Zielgruppe zugeschnitten und unterhaltsam geschrieben. Gute Blogposts schreiben sich aber bekanntlich nicht mal eben nebenbei in der Kaffeepause: Sie erfordern Analyse, Wettbewerbsbeobachtung und Planung. Umso frustrierender ist es, wenn Dein Werk dann in Google einfach nicht so ranken will wie gewünscht, obwohl Du auf die passenden Long Tail Keywords gesetzt hast und damit eigentlich eine gute Chance haben müsstest.

Niemand kann Dir garantieren, dass Du ein bestimmtes Ranking erreichst oder in Google auf einem bestimmten Platz gefunden wirst. Aber mit unseren Tipps erhöhst Du Deine Chancen strategisch.

Schritt für Schritt erfolgreicher auffindbar werden

Wird Deine Seite von Pop-ups belagert, die Deine Besucher zum Newsletter-Abo nötigen sollen oder mehrere Klicks erfordern, bis man den Text überhaupt lesen „darf“? Weg damit. Du kannst relevante Abfragen und Aufforderungen auch user-freundlich in die Seite einbauen, denn buchstäblich niemand erträgt Pop-ups, auch Suchmaschinen nicht. Besonders auf den Mobilversionen von Websites senken sie deine Chancen darauf, dass der Text gelesen wird. Gewöhne Dir an, das Erlebnis des Besuchers nachzuempfinden: Pop-ups sind nichts weiter als ein Ärgernis, wenn jemand „nur“ ein Posting lesen soll.

Zum Handwerkszeug erfolgreicher Optimierung gehört nämlich immer die ganzheitliche Betrachtung. Schau Deinen Artikel an: Was tut Deine restliche Website dafür, dass genau dieser Text für Menschen und Maschinen besser gefunden wird? Ob Du von anderen Blogposts aus herüberlinkst oder einen anderen Bereich Deiner Site auswählst, einige interne Verlinkungen werden Dir helfen, besser zu ranken – denn so sagst Du auch Google, dass dieser Text relevant ist.

Wichtig ist, dass die Verlinkungen sinnvoll sind und Deinen Lesern Nutzen bringen. Manche Sites setzen Vermüllungs-Plugins ein, die das Problem „quick & dirty“ lösen sollen, indem thematisch verwandte Artikel automatisiert aufgelistet werden. Was für virtuelle Hochglanzmagazine funktioniert, sieht auf einem kleineren Blog oft „spammy“ aus und nach der lieblos zusammengeschusterten Eil-Lösung, die es meistens ist. Wie immer gilt: Jedes Tool und Plug-in kann nutzen, aber nicht pauschal jedem und immer.

Nicht zu unterschätzender Ranking-Faktor: Nutzerfreundlichkeit

Mit Hilfe der zahlreichen online verfügbaren Optimierungs-Tools kannst Du mühelos einen Blick auf mindestens die Bilder Deines Artikels werfen. Niedrige Ladezeiten sind ein Erfolgsfaktor, also solltest Du Fotos von mehreren Megabyte Größe dringend schrumpfen bzw. gegen kleinere ersetzen. Der wichtigste Teil des Intros mit kompakten Informationen sollte ohne Scrollen lesbar sein, dieser Bereich heißt „above the fold“.

Mit Google Page Insights und Heatmaps kannst Du prüfen, wie sich User auf Deinem Artikel verhalten und die Seite schrittweise immer weiter verbessern, bis dieses Ergebnis Deinen Wünschen näher kommt. Vielleicht ist der Text zu lang, sollte aufgelockert werden, Listen könnten helfen, zu viele Scripte sorgen für zu langsames Laden … je näher Du an der User Experience bist, desto klarer wird Dir, wo Du nachbessern musst.

Such Dir die Leser, die Du erreichen möchtest und bitte sie um Feedback. Auch und besonders, wenn Du diese Schritte dann noch mal wiederholen musst:

Content Boost Schritt für Schritt

  1. Pop-Ups entfernen und gegen andere Interaktionsmöglichkeiten tauschen
  2. Intro und Essentials müssen „above the fold“ stehen
  3. Anzahl nützlicher (!) interner Verlinkungen aufbauen bzw. erhöhen
  4. Ladezeiten optimieren mit Schwerpunkt auf Fotos/Grafiken
  5. Mit Hilfe von Google Insights und Heatmaps strukturell verbessern
  6. Testleser nutzen und Feedback einarbeiten

Wenn Du Glück hast, bekommst Du Dein Feedback als öffentlichen Beitrag und damit als Backlink. Denn Gastbeiträge anderswo, Verlinkungen und Empfehlungen und Erwähnungen fließen ebenfalls ins Ranking ein. Außerdem solltest Du 25-100 Euro nehmen und Social Ads setzen, damit von Facebook oder Twitter Menschen auf Deinen Text gelangen. Setze Call-to-Actions ein und bitte die Leser um Kommentare, Likes und Shares.

Sobald Google nämlich feststellt, dass sich auf Deinem Text etwas tut, wird er auch für den Suchmaschinengiganten attraktiver und damit besser gerankt, so ungerecht das klingt: Man muss Besucher*innen haben, um Besucher*innen zu haben. Keine dieser Maßnahmen wird für sich alleine sehr viel bringen, aber alle zusammen sind ein toller Content Boost.

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Über den Autor
Carola Heine
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