Online Marketing: Deine Content-Strategie

Online Marketing: Deine Content-Strategie

Unter einer Content-Strategie versteht man das systematische und strategische Verbreiten von Inhalten im Internet.

Eine Maßnahme, die auch Freelancer und Kleinunternehmer betrifft, die Betreiber von Online-Shops und Startup-Gründer sowieso.

Content-Marketing ist wichtig für Dein Business:

Von der Planung über die Erstellung bis hin zur Verbreitung Deiner Inhalte solltest Du strategisch vorgehen, um mit der richtigen Botschaft online wahrgenommen zu werden.

Benötigst Du denn wirklich eine Content-Strategie?

Aber brauchst Du das denn wirklich? Reicht es nicht, Deine Produkte und Aktionen vorzustellen, ab und zu noch eine Expertenmeinung, und dann wird es schon laufen?

Die Antwort lautet Nein. Denn mit der Gießkannenmethode nach dem Lustprinzip findest Du nie heraus, wo Deine Optimierungspotenziale liegen.

Ohne konkrete Ziele verschwendest Du letztendlich nur Deine Zeit, und ohne die Messung von Ergebnissen bemerkst Du vielleicht nicht einmal, wenn Du mit einem “Stück Content” besonders erfolgreich bist.

Wenn Du weder Fehler noch Erfolge bemerkst, kannst Du letztere nicht wiederholen und auch sinnlosen Aktionen oder Stolperfallen nicht ausweichen.

Es lohnt sich also, strategisch vorzugehen, damit der Aufwand einen Ertrag bringt und Du am Ende mehr Kunden und höhere Umsätze vorweisen kannst.

Leider gibt es kein Geheimrezept für eine Content-Strategie, das man dann einfach und bequem auf jedes Business anwenden kann.

Wenn Du erfolgreich sein möchtest, musst Du Deine eigenen Prozesse entwickeln, die genau auf Deinen Bedarf, Deine Möglichkeiten und Deine Ziele zugeschnitten sind.

Ein lebendiger und interessanter Redaktionsplan ist übrigens noch keine Content-Strategie.

Aber er ist ein guter Anfang.

Sinn und Zweck von „Content-Marketing“

Darum geht es: Du bist darauf angewiesen, mit Deinem Angebot online von Deiner Zielgruppe wahrgenommen zu werden. Denn nur dann denken sie an Dich im Moment der Entscheidung, welches Angebot sie wählen.

Die „normalen“ Werbeanzeigen offline, aber vor allem online werden dabei sehr sinnvoll durch ein “Umfeld” aus Inhalten ergänzt, die Dich und Deine Themen repräsentieren.

Erfolgreiches Content-Marketing kann am Ende sogar dafür sorgen, dass Anzeigen gar nicht mehr nötig sind.

Hochwertiger Content und durchgehend nützliche Inhalte verschaffen Dir nämlich ein gutes Image und Aufmerksamkeit, geteilte Beiträge auf Social-Media-Kanälen und eine Vertrauensbasis bei Nutzern und Kunden.

Worüber schreiben, welche Bilder oder Filme verwenden?

Welche Themen Deine sind, kommt auf Branche, Ressourcen und Zielgruppe an. Beginnen solltest Du Deine neue Content-Strategie mit einer Bestandsaufnahme:

Welche Texte, Videos und Bilder gibt es bereits? Welche Geschichten kannst Du erzählen, welche würdest Du bald (anlassbezogen) erzählen können?

Welche Fragen stellen Deine Kunden? Welche Probleme löst Dein Produkt oder Angebot? Was unterscheidet Dich? Was tut sich in Deiner Branche, was hast Du dazu zu sagen?

Und nicht zuletzt:

Welche Suchanfragen sind rund um Dein Produkt häufig, welche Themen suchen Nutzer in Bezug auf Deine Branche?

Je nach Inhalt sind dann Videos, Infografiken, E-Books, Bilder oder Blogartikel das richtige Format – oder eine Mischung, die individuell zu den Inhalten passt, die Dir vorschweben.

Aber denk dran, Internetnutzer sind Gewohnheitstiere. Vieles wird regelmäßig und konsequent wiederholt werden müssen, bis ein Inhalt als typisch für Dich wahrgenommen wird.

Wie oft Du neue Inhalte für Dein Blog und Deine Social-Media-Kanäle benötigst, kommt ebenfalls auf Branche und Ziele an.

Mindestens einmal am Tag sollte sich auf einem Kanal wie Facebook etwas rühren, einmal in der Woche ein Artikel im Blog erscheinen und auch ein paar Highlights benötigst Du.

Aber das ist nur das unterste Ende der Skala.

Denn vielleicht bewegst Du Dich ja auch in einem Umfeld, in dem Du mehrmals täglich die Social-Media-Netzwerke bedienen musst und drei bis fünf Blogeinträge das Minimum sind pro Woche.

Schau Dich um, frag Deine Zielgruppe, beobachte den Wettbewerb … und prüfe dann, wie viel Du leisten kannst diesbezüglich, ohne den roten Faden zu verlieren.

Welcher Umfang macht Sinn bei welchem Content?

Außerdem wirst Du Dich nach der Inventur der vorhandenen Themen damit beschäftigen müssen, mit welcher Art von Ansprache Du Dich an Dein Zielpublikum wendest.

Posts bei Facebook sind oft nur 150 bis 200 Zeichen lang, auch wenn sie einen Link oder ein Bild begleiten. Aber Fachtexte haben schnell 2000 Wörter, während Blogposts nicht zu lang sein sollten und mit 500 bis 800 Worten bereits informativ sein können, ohne den Leser zu ermüden.

Produktbeschreibungen dürfen keine platte Werbebotschaft sein, auch nicht, wenn sie im Umfeld von Content-Marketing angebracht werden. 300 bis höchstens 500 Worte sind genug.

Pressemitteilungen wiederum sollten so lang sein, dass sie im Print eine Normseite umfassen (ohne die Schrift kleiner zu stellen) und dürfen keinesfalls wie ein Werbe-Flyer klingen.

Egal wie gut Dein Content-Mix ist, egal wie gründlich Du Deine Content-Strategie verfolgst, es wird ein halbes Jahr oder länger dauern, bis Du Auswirkungen auf Ranking, Umsatz und Traffic feststellen kannst.

Damit Du weißt, in welche Maßnahmen Du wie viel Aufwand stecken solltest, misst Du aber trotzdem am besten von Anfang an Deine Ergebnisse.

Welche Kennzahlen Du dieser Messung zugrunde legst, kommt aber wieder auf Dein Business und Deine Ziele an.

Ziele können ein gutes Ranking, viele Facebook-Fans, hohe Download-Zahlen oder extreme Reichweitensteigerung sein. Du kannst Favoriten-Herzchen bei Twitter, Likes und Shares bei Facebook oder konkret die Anzahl von Verkäufen messen.

Oder alle Optionen, die ohne Umweg über den Bekanntheitsgrad zu Leads führen sollen wie die Anzahl der Abonnenten und Neuregistrierungen bei Newslettern.

Wie startest Du als Kleinunternehmer, Handwerker oder Einzelunternehmer mit Deiner Content-Strategie?

Um das Prinzip der Content-Strategie auf Deine eigenen Unternehmungen anzuwenden, solltest Du Dir ein grobes Zeitraster überlegen, in dem Du Dein Blog und Deine Kanäle befüllen willst.

Zum Beispiel: Zweimal die Woche Blog, jeden Tag mindestens einmal Facebook, dreimal am Tag Twitter und so weiter.

Dann machst Du besagte Bestandsaufnahme und überlegst, wie Du Deinen Redaktionsplan füllst:

Jeden Montag einen nützlichen Start in die Woche, Shares von Branchenthemen auf Facebook, Angebote auf Twitter?

Verteil die Stichpunkte in Deinen Plan und erstell dann den begleitenden Text (oder lasse ihn erstellen).

Notier Dir parallel, wo Du stehst und wo Du nach einem halben Jahr gerne stehen möchtest.

*
Stell Dich außerdem bitte darauf ein, Deine Strategie bzw. deren Ergebnisse mindestens vierteljährlich zu prüfen und die Vorgehensweise Deinen Erkenntnissen entsprechend anzupassen.

Denn Content-Marketing funktioniert nicht über Nacht, bleibt aber trotzdem immer in Bewegung.

20.11.2015