Corporate Blogs für Selbständige und Startups

Corporate Blogs: Unternehmensblogs für Selbstständige, Startups und Freiberufler, Teil 2

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Im ersten Teil unseres Zweiteilers zum Thema Unternehmensblogs haben wir die Vorzüge aufgeführt, die das regelmäßige Publizieren von News und Infos mit sich bringt.

Heute erklären wir, wie ein Corporate Blog erfolgreich wird.

Strategie und Stellenwert von Blogs für Freelancer, Einzelunternehmer, Startups und kleine Firmen

Bloggen ist technisch gesehen so einfach, dass man jederzeit einfach loslegen kann. Allerdings hat man auch bei einem Corporate Blog jederzeit nur eine Chance auf einen ersten Eindruck.

Das alleine ist ein Grund, sich vorher und nicht nachher zu überlegen, was man überhaupt erreichen möchte.

Gerade Einzelkämpfer, aber auch kleinere Unternehmen können zum Beispiel sehr davon profitieren, sich einen Ruf als Branchen-Experten aufzubauen und über Suchmaschinen zu ihren Lieblingsthemen gefunden zu werden.

Eine Firma, in deren Abläufe man regelmäßig Einblicke erhält, wirkt persönlicher und „greifbarer“. Austausch mit Partnern und Kunden wird angeregt, Krisenkommunikation erleichtert und Traffic durch Suchmaschinen erhöht, weil bessere Rankings erzielt werden.

Ein Corporate Blog kann das alles und noch mehr.

Die 3 wichtigsten Erfolgsfaktoren für Corporate Blogs

1) Blogs inhaltlich festlegen, Zielgruppe und Themen abgleichen

Die Definition der eigenen Zielgruppe ist ein wichtiger erster Schritt. Wer soll Stammleser im Corporate Blog werden und wer über Suchmaschinen die Blogger als Experten und potenzielle Anbieter entdecken?

So banal es auch klingt, die Inhalte müssen passen und das ist in der alltäglichen Praxis nicht immer so einfach, denn es werden viele Ideen sprudeln. Doch einfach nur alle News einstellen wird nicht reichen, ebenso wenig wie das Aufbereiten von Branchen-Infos.

Corporate Blogs können zwar jederzeit auch von ganz allgemein an der Branche interessierten Personen gelesen werden. Langfristig ertragreicher im buchstäblichen Sinne aber werden sie, wenn man sich an bestehende und potenzielle Kunden mit den passenden Interessen richtet.

Welche Erwartungen haben bestehende Kunden, welche haben neue und potenzielle? Was würde sie dazu bringen, ein Corporate Blog nicht nur zu finden, sondern tatsächlich zu lesen und die Dienstleistung dahinter als interessant wahrzunehmen?

Unternehmensblogs können sich an Partner, Lieferanten, Geldgeber, potenzielle Bewerber, Mitarbeiter oder an Journalisten richten. Egal für wen man schreibt, wichtig ist immer die Überlegung:

Was bietet mein Blog meiner Zielgruppe? Themen lassen sich mit Hilfe der wichtigsten Keywords für die eigene Branche finden, durch relevante Publikationen wie Zeitschriften oder IHK-Publikationen, durch Beteiligung an Communities und Foren und den direkten Dialog mit Kunden, um zu erfahren, welche Fragen diese gerade umtreiben.

Gut recherchierte Inhalte wiederum können dann nicht nur einfache Textbeiträge sein, sondern auch Checklisten, Tutorials, Anleitungen, kompakte Zusammenfassungen wissenswerter Daten, Erfahrungsberichte, Foto- oder Video-Dokumentationen und Interviews oder Gastbeiträge.

2) Blogs bekannt(er) machen: Gezielte Verbreitung

Jedes gute Blog hat eine Sitemap, die sich über die Google Webmastertools beim Google-Suchmaschinenindex einreichen lässt, um für eine zügige Erfassung aller Inhalte zu sorgen.

Wenn ein Blog erst einmal läuft und regelmäßig befüllt wird, kommen Suchmaschinen auch häufiger vorbei, als wenn es größtenteils stagniert. Auch bei Zeitknappheit sollte also zwei- bis dreimal wöchentlich ein neuer Eintrag im Blog veröffentlicht werden.

Hoch spezialisierte Fach-Blogs, die sich an ein Nischenpublikum richten, können auch mit zwei bis drei Beiträgen im Monat eine Reputation bei Menschen und Suchmaschinen aufbauen, der Großteil aller Blogs aber wird bei häufiger „Befüllung“ besser laufen.

Der Hinweis auf das interessante Corporate Blog gehört auf die Website, in den Footer bei Präsentationen und in Newslettern, auf Geschäftsunterlagen wie Visitenkarten und Flyer und in die E-Mail-Signaturen der Mitarbeiter.

Je nach Thema und Frequenz werden Blog-Leser sich außerdem über die Möglichkeit freuen, die aktuellen Beiträge per Mail abonnieren zu können – entweder über ein Plugin oder in Form eines regelmäßig erscheinenden Newsletters.

Auch Facebook, Twitter, Google+ und Co sind wichtige Anlaufstellen, um für das ganze Blog oder die einzelnen Artikel zu werben.

Experten- und Fachblogs lassen sich bei XING oder LinkedIin wunderbar integrieren und treffen dort auch gleich auf die richtige Zielgruppe im eigenen Netzwerk – und hoffentlich Multiplikatoren.

3) Blogs strategisch ausrichten und Erfolge überwachen

Bloggen macht Spaß und bringt in der Regel auch wohlwollendes Feedback. Trotzdem gehört eine kontinuierliche Messung und Auswertung dazu: Werden die Ziele erreicht? Wirkt sich das Bloggen positiv aus, und wenn ja, in welchem Ausmaß? Welche Anpassungen sind erforderlich, damit das Corporate Blog noch erfolgreicher wird?

Besonders interessant sind Quellen und Verweise, über die Leser auf das Unternehmensblog gelangen. Ebenso spannend sind Traffic und Rankings wichtiger Einträge zu relevanten Suchbegriffen.

Alle interessanten Kennzahlen von Anzahl der Besucher über Besuchsdauer bis hin zu den Artikeln mit den höchsten Zugriffszahlen tragen dazu bei, dass man ein Bild von Verhalten und Interessen der Leser bekommt und darauf entsprechend reagieren kann.

Erzeugte Links, Social Signals von Facebook und Co, Keyword Rankings und die Zahl neuer Besucher lassen sich mit Webanalyse-Tools wie Google Analytics oder Piwik messen.

Besonders für das Überwachen der wichtigsten Keywords empfiehlt sich ein wöchentlicher Überblick, um zeitnah darauf reagieren zu können, wenn ein umsatzbringendes Ranking zu sinken beginnt.

Das muss nämlich nicht immer am eigenen Blog liegen, ein hochwertiger und gut verlinkter Text beim Wettbewerb kann ältere Artikel jederzeit überholen.

Blogs mit ähnlichen Themen sind in der Blogosphäre allerdings keine feindlichen Wettbewerber, von denen man sich abgrenzen muss, sondern potenzielle Netzwerkpartner: „Verlink ich deins, verlinkst du meins“, heißt oft die Devise, wenn Fachbeiträge sich sinnvoll ergänzen.

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Wer erstmalig ein frisches Corporate Blog aufsetzt, muss vieles lernen und bedenken. Zum Glück ist Bloggen nicht nur eine erfolgsfördernde Aktivität, sondern macht vor allem Spaß und bringt zeitnah messbare Ergebnisse.

Im ersten Teil unserer Serie rund um Corporate Blogs könnt ihr nachlesen, welche Vorteile euer eigenes Unternehmensblog euch bringen wird.

Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

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