Corporate Blogs für Selbständige und Startups

Corporate Blogs: Unternehmensblogs für Selbstständige, Startups und Freiberufler, Teil 1

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Unternehmens-Blogs sind ein wichtiger Erfolgsfaktor im Online-Marketing auch für Einzelkämpfer und Kleinunternehmer.

In unserer zweiteiligen Serie rund um „Corporate-Blogs“ erklären wir, warum jeder ein Blog führen sollte, der beruflich im Internet unterwegs ist – und wie man tatsächlich Erfolg damit hat.

Teil 1: Warum ein Corporate-Blog?

Blogs sind kostengünstig einzurichten, einfach zu nutzen und eine komfortable Möglichkeit, jederzeit auch ohne lange Vorbereitung aktuelle Informationen online zu stellen.

Corporate-Blogs lassen sich optisch mit Unternehmens-Websites verschmelzen oder als unabhängiges Projekt aufsetzen und bequem mit anderen Social-Media-Aktivitäten wie Facebook, Twitter oder Google+ verbinden.

Trotzdem scheuen viele Unternehmer davor zurück, ein Blog zu betreiben. Die häufigsten Argumente: „So viel haben wir nicht zu erzählen“, „dafür habe ich keine Zeit“ und sogar „das liest doch am Ende keiner“ bzw. „Was wir machen, ist zu speziell“.

Dabei können auch Einzelkämpfer wie Freiberufler und Kleinunternehmer sehr davon profitieren, für das eigene Geschäftsmodell zu bloggen.

Besonders dann, wenn die Selbstdarstellung problematisch scheint – denn Blogs sind nicht nur ein Image-Faktor, sie lösen auch das Problem, mit der eigenen Website und einem spezialisierten Angebot überhaupt gefunden zu werden.

Auch Blogs, die anfangs noch über keine nennenswerten Leserzahlen verfügen, bringen bereits einen Nutzen mit sich.

Die 3 größten Vorteile von Corporate Blogs

1) Blogs sprechen mit Suchmaschinen

Die Technik unter der Motorhaube eines Blogs ist bestens darauf vorbereitet, suchmaschinenfreundliche Einträge online zu stellen. Jeder einzelne Artikel in einem Blog bietet dann die Chance, auch mit neuen Keywords und Themen gefunden zu werden.

Dabei geht es nicht unbedingt um die „großen“ und heiß begehrten Keywords, sondern um den so genannten „Long Tail“. Viele Menschen suchen im Internet mit ganz verschiedenen Kombinationen von Begriffen, die vielleicht jeder für sich kein hohes Suchvolumen haben, alle zusammen aber eine große Anzahl an Besuchern auf eine Website spülen können, wenn die richtigen Phrasen, Keywords und Kombinationen verwendet werden.

Wer zu den eigenen Themen konsequent bloggt und dabei kundenorientiert und spannend schreibt, kann viele User auf das eigene Blog holen, die zur Zielgruppe gehören oder Kunden werden können.

Suchmaschinen, besonders Google und Bing, lieben Internetauftritte, die regelmäßig mit frischen, thematisch passenden Inhalten versorgt werden. Je mehr man schreibt, desto häufiger schaut der Crawler vorbei, der das gesamte Informationsangebot erfasst, um es für Suchende auffindbar zu machen.

Bequemer als mit Blogsoftware lassen sich häufige Aktualisierungen nicht durchführen. Die technisch hochwertige Aufbereitung der Artikel sorgt dann dafür, dass Google und Co die Inhalte auch noch zeitnah indizieren.

2) Blogs sprechen mit Kunden

Anders als Pressemitteilungen oder die üblichen Informationen einer Unternehmens-Website bieten Blogs Einblicke in den Alltag einer Firma oder eines Selbstständigen.

Die Einstellung, die Persönlichkeit, ja sogar der Humor und die Integrität eines Menschen zeigen sich den Usern, die täglich oder zumindest regelmäßig lesen dürfen, womit ein Unternehmer sich beschäftigt: News, Linktipps, Kommentare zur Branche, Aktuelles aus dem Arbeitsalltag.

Besonders bei Freiberuflern und anderen Einzelkämpfern ist die Selbstdarstellung im Blog eine Chance, die eigene „Marke“ aufzubauen und zu stärken.

Sie ist auch ein nützlicher Filter, denn für eine Zusammenarbeit interessieren werden sich vermutlich nur Menschen, die den Tonfall und die Eigenpräsentation im Corporate Blog ansprechend finden: Gute Voraussetzungen für eine angenehme und erfolgversprechende Zusammenarbeit.

Außerdem bringt jedes Blog die Möglichkeit mit, durch die Kommentarfunktion unter jedem Artikel in einen direkten Dialog mit den Kunden und Interessenten zu treten.

So erhalten Unternehmer wertvolles Feedback, bei negativen Kommentaren aber auch die Chance, in der Öffentlichkeit souverän auf Kritik zu reagieren und ein themenrelevantes Gespräch zu führen.

Dieser Austausch wird dann gegebenenfalls sogar weitere Interessierte aus der Branche ins Blog führen.

3) Blogs helfen bei der Organisation

Kunden stellen immer wieder bestimmte Fragen, aber für eine ganze „FAQ“ rund ums Angebot reichen Zeit und Inhalte nicht aus? Ab ins Blog damit: Stammleser und Suchmaschinennutzer finden die Antwort dort, und anderen Interessierten kann man den Link zum Blog-Post mailen.

Verlinkung der eigenen Internetpräsenz mit anderen Seiten im Internet ist ein wichtiges Thema für die Suchmaschinenoptimierung und ein Corporate Blog macht es um ein Vielfaches leichter, mit Themen aufzutreten, die auch für andere Blogger interessant sind.

Typische Blogthemen gehen sehr weit über werbende Texte hinaus. Sie sind informativ, branchenrelevant, greifen neue Gesichtspunkte auf oder bieten Mehrwert: Lauter Eigenschaften, die Autoren in anderen Blogs dazu anregen können, einen Link zu setzen.

Blogs verfügen in der Regel über einen RSS-Feed, der nicht nur Lesern mit RSS-Reader zusätzlichen Komfort bietet. Wer wirklich gar keine Zeit für Soziale Netzwerke findet im Arbeitsalltag, kann zumindest „Social Signals“ erzeugen und den RSS-Feed bei Facebook oder Twitter einbinden.

Damit wird auch jenen Lesern eine bequeme Option angeboten, die ihre News lieber in der eigenen Timeline lesen, als gezielt immer wieder ein Blog aufzusuchen.

Der aktuelle Prospekt, das nächste Event, das neue Sonderangebot oder die erfolgreiche Fortbildung: Von der Pressemitteilung bis zur kurzen News gehört alles ins Corporate Blog, das die Organisation entlastet und dazu beiträgt, das Bild des Unternehmers in der Öffentlichkeit zu formen.

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Von der Suchmaschinenoptimierung über die Zeitersparnis bis hin zum wertvollen Dialog mit bestehenden und potenziellen Kunden:
Jeder mit einem nützlichen Produkt oder einer interessanten Dienstleistung hat also gute Gründe, sich den Einstieg ins Corporate Blogging zu überlegen.

Im zweiten Teil unserer Serie rund um Corporate Blogs erfahrt Ihr dann, wie ein Unternehmensblog erfolgreich wird.

Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

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  1. […] Gründer, Startupper oder Kleinunternehmer kannst Du fragen, wen Du willst (uns natürlich auch) und jeder wird Dir […]