SEO und CRO im Online-Marketing

Online-Marketing: CRO und SEO kombiniert.

Lange hat es gedauert, bis wirklich jeder E-Shop-Betreiber verstanden hat, wie wichtig neben Werbung auch Suchmaschinenoptimierung an sich ist. Ebenso lange wird es vermutlich in Anspruch nehmen, bis zu allen die Erkenntnis durchgedrungen ist, dass man das „Mobile Web“ nicht ignorieren kann, sondern bei Technik und Strategie berücksichtigen muss.

Es gibt aber durchaus weitere Themen, bei denen es lohnend sein kann, wenn man nicht zu den Letzten gehört, die sich damit auseinandersetzen. Daher kommen wir heute schon wieder mit einem neuen Gebiet an, mit dem Du Dich beschäftigen musst, wenn Dein Online-Shop auf Dauer Erfolg haben soll: Mit CRO nämlich.

CRO oder Conversion Rate Optimisation: Was ist das?

CRO oder Conversion Rate Optimisation bedeutet, sich im Detail damit zu beschäftigen, was die Besucher Deiner Website überhaupt genau machen, wenn sie darauf eintreffen – und dieses Verhalten dann durch Anpassungen und strategische Verbesserungen möglichst wunschgemäß zu steuern, nämlich bis hin zur Conversion.

Dazu misst Du, was die User in Deinem Shop tun, wie sie sich verhalten und an welchem Punkt sie Dein Angebot wieder verlassen, ohne etwas zu kaufen, downzuloaden oder zu abonnieren. Kommen sie beispielsweise auf der Startseite an, sehen sich kurz um und gehen dann wieder? Dann musst Du offensichtlich dort etwas anpassen, damit sich dies ändert.

Oder durchlaufen die Nutzer beinahe den ganzen Shopping-Prozess von Auswahl bis zum Klick, der das Produkt in den Warenkorb befördert, sind dann aber wieder weg, ohne auf „Kaufen“ gegangen zu sein, um den Prozess abzuschließen? Dann fehlt der entscheidende Call-to-Action oder die Seite ist nicht einleuchtend genug aufgebaut oder wesentliche Informationen müssen noch ergänzt werden – was genau zum Erfolg führt, ergibt nur ein praktischer Test, wenn die User immer wieder frühzeitig abspringen.

Solche Verhaltensweisen dann aufzuspüren und eine andere Strategie anzuwenden, ist Teil der CRO und muss außerdem dringend mit der SEO-Strategie schrittweise abgestimmt werden, um dem Besucher einer Seite ab seiner Ankunft nur noch Erfolgserlebnisse zu verschaffen und dadurch die Konversionsrate zu erhöhen.

Warum CRO und SEO abgestimmt werden müssen?

SEO und CRO sollten aufeinander abgestimmt sein, weil gute Optimierung für Google und Co bedeutet, dass bestimmte Suchen erfolgreich direkt in den Shop führen – dort muss dann aber auch die Erwartungshaltung des Suchenden direkt bedient werden, sonst ist er bald wieder weg.

Wenn jemand auf der Suche nach einem speziellen Produkt auf Deiner Shop-Homepage landet und sich danach durch komplexe Menüs und unübersichtliche Seiten graben muss, um es zu finden, sinkt mit jedem einzelnen Klick die Chance darauf, dass er durchhält und es dann sogar noch kauft.

Wenn Du Dir also die Mühe machst, für gute Rankings zu sorgen, sollte sich das auch lohnen, indem es überhaupt zu einem Ergebnis führt und nicht „nur“ zu guter Auffindbarkeit. Das Erfolgsgeheimnis der CRO ist natürlich gar keins, sondern besteht in einer so übersichtlichen und klaren Nutzerführung auf der Seite, dass ein Suchender überhaupt nicht nachdenken muss, um auf Deiner Seite das Gewünschte zu tun.

Je intuitiver zu bedienen und einleuchtender aufgebaut Deine Seite ist, desto besser die Konversionsraten.

Schau Dir die großen Seiten an, auf denen die meisten von uns sich täglich bewegen. Würde sich jemand auf Facebook registrieren, wenn es total umständlich wäre? Bei Amazon einkaufen, wenn man sich dafür durch unübersichtliche Menüs und einen komplizierten Kaufvorgang quälen müsste?

Bei Ebay steigern, wenn mehr als ein Klick erforderlich wäre, um ein Gebot abzugeben? Jeder zusätzliche Klick, den jemand ausführen muss, um auf Deiner Website zum gewünschten Ergebnis zu kommen, senkt Deine Conversion Rate.

Während Ebay, Amazon und Facebook nicht auf SEO setzen müssen, um überhaupt gefunden zu werden, kommt bei Dir aber noch die Herausforderung dazu, dass auch die angebotenen Begriffe – Keywords und Long Tail Keywords – mit einem guten Ranking zu dem passen müssen, was die Nutzer auf Deiner Seite vorfinden.

Erfolgreiche CRO und ein Boost für Deine Conversions

Leider lässt sich nicht pauschal sagen, wie lange die Optimierung aller Schritte dauern kann, bis die Ergebnisse zufriedenstellend sind. Manchmal genügen Kleinigkeiten plus eine Bereinigung überfüllter Informationsflächen und alles brummt, manchmal ist eine Website so zerbaut, dass Du sie am besten neu aufsetzen solltest.

Eine professionelle SEO-Agentur kann Dir bei der Auswertung Deiner Daten helfen und Dich dabei unterstützen, solche Entscheidungen zu treffen.

Der CRO-Prozess beginnt mit einer Bestandsaufnahme der gesamten Site inklusive der Performance, wie sie sich beispielsweise mit Google Analytics abfragen lässt. Das Design ist ein wichtiger Faktor, Navigation und Usability ebenso wie die Abstimmung mit SEO-Begriffen und den Rankings, die Besucher an bestimmten Stellen auf die Website oder in den Shop führen.

Eine professionelle, klare Optik sollte Hand in Hand gehen mit eindeutigen Kaufbotschaften, kurzen und verständlichen Calls-to-Action und mühelos auffindbaren Kontakt- oder Bestellinformationen und den entsprechenden Funktionen. Saubere Strukturen, keine ins Leere führenden Links, eine einleuchtende Beschriftung der Navigation und nur ganz wenige Klicks bis hin zum Ergebnis: Wer an diesen Punkten arbeitet, steigert die eigene CRO konsequent.

Wichtig ist für Dich, dass Du nicht zu tief in Deinen eigenen Abläufen versackst.

Es macht betriebsblind, viel und lange an der eigenen Seite zu arbeiten. Verlass Dich nicht darauf, dass Du nach der x-ten logischen Überlegung noch beurteilen kannst, ob fremde Nutzer sich mühelos zurechtfinden. Teste die Seite lieber mehrfach mit unbedarften Nutzern, achte sorgfältig auf deren Feedback und lass die Erkenntnisse dann in die CRO einfließen.

Was die Nutzer erwarten, wie das Mobile Web sich auswirkt und wie der Google-Algorithmus funktioniert, all das sind Faktoren, die sich in einer ständigen Evolution befinden.

Wie bei allen anderen Optimierungsmaßnahmen auch ist CRO also nichts, was Du einmal machen und dann für immer liegenlassen kannst.

Im Gegenteil gehört ein Blick in die Daten zum Standard und Du kannst damit rechnen, für Erweiterungen Deiner Website oder beim Einrichten neuer Landingpages wieder neu checken zu müssen, ob die „User Experience“ noch stimmig ist und Deine Calls-to-Actions erfolgreich.

Je erfolgreicher die CRO, desto nützlicher die Ergebnisse, wenn auch dein SEO funktioniert.

Wichtig ist, mit diesen Maßnahmen und einer regelmäßigen Prüfung nicht erst abzuwarten, bis die Ergebnisse einbrechen, weil sich so viele Faktoren geändert haben – am besten fängst Du so bald wie möglich an, Dir anzuschauen, was Besucher auf Deiner Website tun und wie Du Deine Konversionsrate steigern kannst.

15.04.2016 | 1
  1. […] sinnvoll auswerten. Wie viele Besucher und Links eine Seite hat, verrät wiederum nichts über die Conversions und auch nichts darüber, wie viele Käufer später zu langfristigen Bestandskunden werden und so […]