Crowdfunding: Wie du eine erfolgreiche Kampagne startest

Crowdfunding: Wie du eine erfolgreiche Kampagne startest

Wenn du ein neues Projekt starten oder finanzieren willst, sollte Crowdfunding immer auf der Liste deiner Möglichkeiten stehen.

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Mit abklingender Krise sprießen die Geschäftsmodelle. Du hast auch eine Idee, aber kein Geld? Dank der zahlreichen zur Verfügung stehenden Crowdfunding Plattformen kannst du technisch aufwandlos für jede großartige Idee eine Seite einrichten und nicht nur Geld einsammeln – sondern parallel auch gleich eine Fanbase oder Community aufbauen. Eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne erfordert aber deutlich mehr Aufwand als nur die Einrichtung der Kampagnenseite.

Crowdfunding ist kein Selbstläufer

Es klingt oft so, wenn begeisterte Menschen davon berichten, aber das Aufsetzen einer Crowdfunding Kampagne ist kein Selbstläufer. Die von dir gewählte Plattform sorgt für grundsätzliche Sichtbarkeit, für den Rest sorgst aber du, indem du Menschen wirksam dorthin leitest.

Deshalb ist es auch ein wesentlicher Bestandteil unserer 10 Tipps für eine erfolgreiche Crowdfunding Kampagne, welche Schritte dir weiterhelfen werden. Crowdfunding starten ist eine umfassende, zeitaufwändige Aufgabe, die nicht damit endet, wenn die Kampagne angelaufen ist.

Doch die Vorteile von Crowdfunding machen den Aufwand wieder wett:

Konkretes und unmittelbares Feedback, eine wachsende Community und vor allem die Finanzierung, die du für die Umsetzung deiner Ziele so dringend benötigst.

Kleine und große Kampagnen, digital oder nicht: Crowdfunding kann immer Erfolg haben, es kommt vor allem auf die Vermarktung an und auf die Fanbase, die du aufbaust.

In 10 Schritten zur Crowdfunding-Kampagne

Auch wenn du dir mühelos eine Kampagnenseite zusammenklicken kannst: Ohne strategische Planung wirst du nicht vorankommen. Das sind die 10 Schritte für eine erfolgreiche Crowdfunding Kampagne:

1. Finde heraus, wie viel Kapital du genau brauchen wirst

Achtung: Auf einigen Plattformen bekommst du nur bei Erreichung des Zielbetrags eine Auszahlung. Deshalb sollte auch das in deine Überlegungen einfließen: Wie viel kannst du wirklich sammeln? Setzt du als Crowdfunding-Ziel alles, was du brauchst – oder so viel, wie sich deiner Meinung nach erzielen. Lässt?

2. Wähle deine Crowdfunding-Plattform aus

Unterschiedliche Plattformen haben unterschiedliche Kosten und welche du wählst, kommt auch auf die Belohnung oder Beteiligung an, die du Mitwirkenden anbieten willst: Bei z. B. Crowdcube ist es eine Beteiligung an der Firma, bei Kickstarter ein Produkt oder Präsent

3. Lege fest: Was bekommen Fans für Ihre Beteiligung?

Du solltest dir Gedanken über die verschiedenen Beträge machen, die Menschen spenden könnten: Stell sicher, dass es für jeden eine angemessene Belohnung gibt – von denen, die 10 Euro beisteuern, bis zu denen, die 1.000 Euro beisteuern möchten, sollte es gestaffelte „Belohnungsebenen“ geben. Schau dir am besten Beispiele bei Kickstarter an.

4. Deine Crowdfunding Kampagne braucht eine Community

Die Crowd hinter dem Funding ist die Community, die du nun benötigen wirst, damit du Erfolg hast. Fang vielleicht mit deinem bestehenden Kundenstamm an oder starte eine Mailingliste. Hol deine Fans aus den sozialen Medien an Bord und bitte alle deine Kontakte, Freunde und Familie, dein Projekt zu teilen.

5. Beginne mit den Texten für dein Content Marketing

Vom Bild deines Teams bis hin zu Erklär-Videos, von den Antworten auf FAQ bis hin zum Werbetext und zu Pressemitteilungen: Du brauchst jetzt sehr viele Inhalte, die du am besten auch gleich vernünftig organisierst, indem du sie vorbereitest und strukturiert archivierst.

6. Starte mit einem Marketingplan

Wie und wo kannst du für deine Crowdfunding Kampagne Werbung machen? Angefangen von regelmäßigen Mails an deine sich im Aufbau befindliche Community über Social Media Postings bis hin zu Pressearbeit und Werbeanzeigen, Gastbeiträgen und Testimonials für deine Idee.

7. Ein guter Start durch Unterstützung vorab

Die ersten Beiträge bestimmen bei jedem Projekt die Stimmung. Wenn du also jemanden kennst, der oder die mit Sicherheit in dein Projekt investieren wird, bitte diese darum, ihre Beteiligung dann auch über die sozialen Medien zu verteilen, damit deine Crowdfunding Kampagne Schwung aufnimmt.

8. Kampagnenstart mit Pauken und Trompeten

Kündige den Start deiner Kampagne mit einem Countdown in mehreren Schritten an und schalte die Seite zu einem Zeitpunkt live, wo die Menschen sich online aufhalten und Zeit finden (nicht Montagmorgens um 8 Uhr, lieber um 11 Uhr kurz vor der Mittagspause und so weiter).

9. Lernen im laufenden Betrieb: Feedback ist golden

Halte durch, auch wenn die Kampagne langsamer anläuft als du es dir gedacht hast. Achte sorgfältig auf den Input und das Feedback von anderen und arbeite die neuen Erkenntnisse mit in deine Strategie ein. Berichte auch darüber, wenn du diese Art von Wachstum durchläufst.

10. Halte deine Unterstützer auf dem Laufenden.

Wenn deine Kampagne abgeschlossen ist, heißt das noch lange nicht, dass die Kommunikation mit der Community endet. Sie fängt dann im Gegenteil erst an. Halte alle in regelmäßigen und angekündigten Abständen auf dem Laufenden, wann sie mit ihren Belohnungen rechnen können.

Wie viel Kapital in der Startphase zur Verfügung steht für Marketing und Umsetzung, das entscheidet über den Erfolg oder Misserfolg jeder Existenzgründung und jedes Start-ups mit.

Wenn die Bank keinen Kredit gewährt und Fördermittel aus staatlichen Quellen nicht in Frage kommen, ist Crowdfunding eine gute Alternative, um eine Finanzierung für Pläne aufzubauen.

Crowdfunding: Unkompliziertes Kapitel für Gründer und Start-ups

Als alternative zu langwierigen Verhandlungen mit Geldinstituten um einen Kredit basiert Crowdfunding darauf, dass ein Start-up oder ein Gründer mit einer guten Idee private Investoren findet, die ihr Geld in das entstehende Projekt stecken wollen.

Keine großen Summen meistens, sondern viele kleine, Beteiligung durch eine größere Gruppe von Menschen, eine „Crowd“ nämlich, die dafür das neue Produkt vor allen anderen erhält, oder eine Sonderausgabe, oder andere interessante Konditionen, die einen Sponsoren davon überzeugen, den Geldbeutel zu öffnen und Crowdfunder zu werden.

Damit die Crowdfunding Community für ein Start-up sich beteiligt und für die Weiterentwicklung interessiert, müssen Geschäftsidee, Businessplan oder Produkt-Prototyp ansprechend präsentiert werden – hier bietet sich Storytelling an, um Emotionen zu wecken und dafür zu sorgen, dass potenzielle Sponsoren dich damit identifizieren, an der Entstehungsgeschichte eines tollen Produktes beteiligt zu sein.

Großartige Fotos, professionelle mitreißende Videos, spannende Stories im Blog und lebendige Social-Media-Kanäle sind dann ebenso wichtig oder sogar wichtiger als „normale“ PR.

Um Crowdfunding eine unkomplizierte Abwicklung in einem professionellen und vertrauenserweckenden Rahmen zu geben, der für alle Beteiligten einen komfortablen Ablauf ermöglicht, findet es in der Regel über bereits etablierte Crowdfunding-Plattformen statt.

Crowdfunding komfortabel und professionell abwickeln

Wenn die Hürde einmal genommen ist, die Investoren zu überzeugen, dann ist Crowdfunding auf den folgenden Plattformen schnell und einfach abzuwickeln:

Ein großer Vorteil von Crowdfunding: Es ist ganz unkompliziert, das Start-up kommt schnell und ohne Umwege ans Geld und die Community profitiert nicht finanziell, sondern unterstützt in erster Linie emotional und erhält dafür Goodies oder die ersten Produkte oder Sonderkonditionen – aber die Entwicklung wird auch durch das Feedback der interessierten User begleitet, das als wertvolle Unterstützung in den gesamten Entwicklungsprozess einfließen kann, wenn ein Start-up Team das möchte.

Muss aber auch nicht – denn Crowdfunding lässt wirklich alle Optionen offen, so lange nur die Community ausreichend engagiert mitwirkt.

(Blogpost vom 25. Mai 2016, aktualisiert am 14. Juli 2021)

  • Foto Adobe Stock Maksym Povozniuk
Über die Autorin
Carola Heine
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