Schon wieder: Die Deutsche Post will 2019 das Porto erhöhen

Schon wieder: Die Deutsche Post will das Porto erhöhen

Am 31. Oktober 2018 untersagte die Bundesnetzagentur eine Erhöhung des Briefportos zum 1. Januar 2019. Sie rechnet jedoch im ersten Halbjahr damit.

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Eigentlich hatte die Deutsche Post zum Jahreswechsel eine Erhöhung von 70 auf 80 Cent Briefporto ins Auge gefasst. Nach dem Einspruch durch die Aufsichtsbehörden wird diese Planung nicht aufgegeben, sondern für Anfang 2019 ins Auge gefasst.

Der Post-Vorstand Frank Appel hatte bereits im August eine größere Porto-Erhöhung auf einen Schlag angekündigt, als Grund nannte er sinkende Gewinne in der Brief- und Paketsparte. Erst Anfang 2016 war das Porto für Standardbriefe von 62 auf 70 Cent angehoben werden, 80 Cent sollen es jetzt werden – sobald die Deutsche Post ausreichend belegen kann, dass veränderte Kosten und Einsparungen diesen Schritt nötig machen.

Denn die ursprünglich vorgelegten Kostendaten und Prognosen sind nach Ansicht der Bundesnetzagentur unzureichend. Sie berücksichtigen „nicht ausreichend präzise und nachvollziehbar die im Juni angekündigten Umstrukturierungen, technischen Innovationen und Personalmaßnahmen“ bei der Deutschen Post AG. Bisher sind keine Pläne für die Erhöhung der Gebühren für Postkarten, Kompakt- und Maxibriefe bekannt, allerdings ist davon auszugehen, dass auch für diese das Porto angepasst werden wird. Buchsendungen sind bereits seit Juli deutlich teurer.

Deutsche Post digital: Das Beste aus zwei Welten?

Der E-Postbrief der Deutschen Post: Die Zukunft der elektronischen Schriftkommunikation: „Ein entscheidendes Merkmal des E-Postbriefs ist sein Hybridcharakter: Für nicht registrierte Empfänger druckt die Post den elektronischen Brief aus, kuvertiert ihn und stellt ihn über den Postboten zu.“

Alles wird teurer – wie sehr betrifft das Porto moderne Unternehmer*innen?

Hier ein paar Cent, dort ein paar Cent … viele Unternehmer*innen werden es sich mühelos leisten können, wenn das Porto erneut erhöht wird, ärgerlich ist es vor allem für alle, die Massenaussendungen verschicken müssen. Was den normalen Schriftverkehr angeht, so muss man sich doch im Zeitalter der E-Mails und Messages fragen: Schreiben Selbstständige denn überhaupt noch Briefe?

Die Antwort lautet Ja, denn immer noch gibt es Schriftverkehr, der eine persönliche Unterschrift benötigt und unkompliziert mal eben in einen Umschlag gestopft werden kann. Außerdem gibt es Berufsgruppen, die sogar Rechnungen nur per Briefpost versenden dürfen wie Steuerberater. Es wird also genügend Unternehmer*innen geben, für die es ein Ärgernis bedeutet, wenn nun schon wieder das Porto erhöht wird und Frankierungen mit anderen Werten dazugekauft werden müssen.

Abgesehen davon, dass wohl niemand sich freut, wenn die alltäglichen Kosten steigen.

  • Foto: © sebra – stock.adobe.com
Über den Autor
Carola Heine
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