Die geheime Erfolgszutat

Die geheime Erfolgszutat

Sich selbst und die eigene Dienstleistung zu vermarkten ist eine der schwierigsten Aufgaben für Freelancer und andere Selbstständige.

Erst muss man sich darüber klar werden, wie man das eigene Produkt bzw. die perfekte Geschäftsidee verständlich definiert und für andere umsetzt. Anschließend muss das Ergebnis dem Kunden verkauft werden.

Das sind Herausforderungen, vor denen ausnahmslos alle stehen.

Warum aber starten Unternehmer mit ähnlichen Qualifikationen und Zielen in die Selbstständigkeit, doch der eine hat Erfolg und der andere nicht? Die geheime Erfolgszutat!

Jeder Kunde ist ein Einzelfall

Viele Existenzgründer starten mit ausbaufähigen Qualifikationen und einigen Dingen, die sie bereits souverän umsetzen können. Sie haben erste Projekte umgesetzt und damit begonnen, Erfahrungen zu machen.

Verständlich, dass man auf diese Erfahrungen nun zurückgreifen will, um Abläufe zu optimieren und nicht in jedem Projekt das Rad neu zu erfinden.

Je mehr Abläufe sich in Routinen umwandeln lassen, desto einfacher ist es, Gewinn zu erzielen oder so scheint es zumindest.

Aber wer nun versucht, jedem Kunden die gleiche Lösung zu verkaufen, die sich schon bewährt hat, verschenkt wertvolles Potenzial.

Man spart eventuell Zeit, viel wahrscheinlicher ist es aber, dass man viele Aufgaben gar nicht erst übertragen bekommt, weil sie nicht zur Sprache kommen.

Kunden wenden sich an Dienstleister, um ein Problem zu lösen oder eine Anforderung zu erfüllen. Nicht, um eine vorgefertigte Lösung übergestülpt zu bekommen.

Die erste Frage mag bei allen Anliegen ähnlich klingen, doch interessante Kunden haben in der Regel mehr zu bieten als nur einen einfachen Auftrag. Selbst wenn die Zusammenarbeit mit diesem beginnt.

Kunden merken es, ob ein Anbieter sich ihre individuelle Situation ansieht, Hintergründe erkundet und sich die Mühe macht, frisch und wach auf ein Projekt zu schauen, statt sofort „Produkt X“ oder eine Standard-Preisliste zu zücken, um eine Fertiglösung wie vom Fließband verkauft zu bekommen.

Die Mischung macht’s: Routiniert einsetzen kann man später im Projekt natürlich trotzdem alles, was man nicht immer wieder neu erarbeiten muss.

Von zusätzlichen Aufgaben und Möglichkeiten erfährt man aber erst, wenn man sich mit jedem Kunden die Mühe macht, das geplante Projekt sorgfältig zu erkunden.

Zeit, die man sich nehmen sollte, um zu zeigen: Jeder Kunde ist ein Einzelfall, der Wertschätzung verdient.

Der Aufwand lohnt und trägt außerdem zur langfristigen Kundenbindung bei – und zur eigenen Zufriedenheit mit dem Job, denn gegenseitige Wertschätzung macht jedes Projekt besser.

Nicht für, sondern mit dem Kunden arbeiten

Was vor dem Projekt bis zur Auftragserteilung nutzt, gilt auch mittendrin: Statt die eigenen Routinen abzuspulen, empfiehlt es sich, die bereits etablierten Prozesse des Kunden in Augenschein zu nehmen.

Die Chancen auf reibungslose Abwicklung stehen gut, wenn man über Qualitätskontrollen, Wachstumsmaßnahmen und Monitoring von Ergebnissen auf dem Laufenden ist und von diesen Informationen ebenfalls profitieren kann.

Das können große interne Regelungen sein, aber auch ganz kleine Dinge, die in der Summe einen hohen Qualitätsunterschied machen können. Hier sollte man aufmerksam bleiben und sich darum kümmern, mit allen wichtigen Informationen versorgt zu werden.

Wer eine neue Website bauen soll, wird von dem Wissen um die meistgelesenen Informationen auf der alten Site profitieren. Wer einen Flyer entwirft, vom intern vorhandenen Fotomaterial und so weiter.

Viele solche Dinge, die selbstverständlich klingen, muss man sich beim Kunden selbst einholen oder anfordern, um in die wichtigsten Prozesse an den richtigen Stellen eingeklinkt zu werden.

Ebenfalls schadet es überhaupt nicht, den Geschmack und das typische Wording eines Kunden zu erkunden und mit der eigenen Arbeitsweise zu verschmelzen, statt einfach allem einen fremden Stempel aufzudrücken.

Das Geheimnis erfolgreicher Dienstleister

Warum also hat der eine Unternehmer durchschlagenden Erfolg bei seinen Kunden und der andere nicht?

Das Geheimnis erfolgreicher Zusammenarbeit lässt sich ganz einfach auf den Punkt bringen:

Ein Dienstleister, der nicht seine eigenen Vorstellungen verwirklichen will – sondern die des Kunden.