5 Tipps: So findest Du die richtige SEO-Agentur

Gründerwissen: So findest Du die richtige SEO-Agentur

In die Google-Ergebnisse oder in ein Branchenbuch schauen, sich mehrere Agenturen herauspicken und dann nach dem Preis entscheiden ist eine Methode, die leider überhaupt nicht funktioniert, wenn Du die richtige SEO-Agentur finden möchtest.

Suchmaschinenoptimierung ist ein komplexes Themengebiet, bei dem viele Faktoren bedacht werden müssen und eine Agentur zu finden, mit der man gut und gerne langfristig zusammenarbeiten kann, ist eine der schwierigsten Aufgaben überhaupt – unter anderem auch, weil SEO tatsächlich als Projektaufgabe über einen längeren Zeitraum gesehen werden muss, sich viele Ergebnisse erst nach einigen Monaten zeigen und man erst in der Zusammenarbeit selbst sieht, ob man sich gut beraten fühlt.

Das fängt schon damit an, dass diverse Anbieter auf schnelle Ergebnisse durch Anzeigenschaltungen neben normalen Rankings setzen für Ergebnisse oder vollmundig Ergebnisse garantieren, ohne auch nur die Aufgabenstellung wirklich zu kennen.

Auf die folgenden Punkte solltest Du achten, bevor Du Dich für eine Agentur entscheidest.

1. Garantierte Rankings? Nein danke.

Wenn eine SEO-Agentur Dir verspricht, Dich mit Deinen Wunschkeywords grundsätzlich auf den ersten Platz in den Google-Rankings zu hieven, solltest Du die Finger von einer Zusammenarbeit lassen.

Denn das ist wahrscheinlich die schlechteste Entscheidung, die Du treffen kannst: Eine Agentur wählen, weil sie Dir ein Ranking garantieren. Warum ein garantierter erster Platz für Dein Keyword nicht funktionieren kann?

Weil die größtenteils geheimen Ranking-Algorithmen von Google bestimmt werden und die Ergebnisse in ihrer Reihenfolge dann auch noch davon abhängen, wie gut der Wettbewerb sich positioniert und wie viel Aufwand die Mitbewerber treiben. Zwei Faktoren, die keine Agentur ausreichend zuverlässig beeinflussen kann, um Garantien auszusprechen.

Wer behauptet, Deine Seite in jedem Fall und unter allen Umständen auf Platz 1 in Google platzieren zu können, lügt. Es ist wichtig, das so klar zu sagen, denn für Website-Betreiber, die sich mit dem Thema SEO noch nicht auseinandergesetzt haben, klingt das Versprechen „Wir bringen Sie für Summe X garantiert auf Platz 1 bei Google“ natürlich äußerst verlockend.

Gemeint sind aber häufig nicht die interessantesten Keywords, die Geld und Umsatz bringen. Sondern das Versprechen wird mit zusammengesetzten Begriffen bzw. long tail keywords eingehalten, und das bringt Dir nichts. Wenn Du unter „Fotograf Bielefeld“ gefunden werden musst, um eine gewinnbringende Website zu betreiben, hilft Dir „künstlerische Fotografie Outdoor in Bielefeld“ nicht wirklich weiter. Auch wenn du damit auf dem ersten Platz gefunden wirst und die Agentur ihr Versprechen irgendwie eingehalten hat.

Wenn aber ein Vertrag mit einer Laufzeit von ein oder zwei Jahren geschlossen wurde in der Annahme, sich um die Rankings nicht mehr kümmern zu müssen, ist meist auch kein Budget da, um den Fehler mit weiteren Profis wieder auszubügeln. Daher empfehlen wir Dir, um jede Agentur einen weiten Bogen zu machen, die Dir den ersten Platz bei Google garantiert.

2. Think local: Gibt es eine geeignete Agentur in Deiner Nähe?

Wenn möglich, solltest Du Dich in Deiner Region oder Stadt nach einer Agentur anschauen und diese dann auch in ihren Büros besichtigen. Oder die Firma Deiner Wahl für einen Termin aufsuchen.

Schließlich wirst Du im Laufe der Zeit viel Geld und Vertrauen dort investieren und solltest daher sichergehen, dass Deine SEO-Geschäftsbeziehung nicht aus einem studierenden Knaben im Wohnzimmer seiner Mama besteht, der eine prächtige Website aufgesetzt und den Rest der Familie im Impressum stehen hat.

Neben dem professionellen Aspekt ist es außerdem auch wichtig, nicht auf eine Briefkastenadresse hereinzufallen und mit einer Firma zu arbeiten, die vielleicht vom Ausland aus SEO-Strategien verfolgt, die sogar zu Problemen führen können.

Die Google-Richtlinien sehen diverse Verhaltensweisen vor, die es zu vermeiden gilt, wenn eine Site nicht aus dem Index gekickt werden soll. Agenturen unter Deckadressen sammeln Gelder ein, ziehen jedes Optimierungsregister (Stichwort „Black Hat SEO“) und sind dann plötzlich verschwunden, wenn die Site des Kunden eine so genannte Google Penalty hat.

3. Verzicht auf Knebelverträge ohne Kündigungsfristen

Je fragwürdiger eine Agentur ist, desto eher ist das Geschäftsmodell darauf angewiesen, Dich in langfristigen Verträgen ohne Kündigungsoptionen zu halten, am liebsten noch solche, die sich automatisch verlängern.

Argumentiert wird dann sehr häufig damit, dass Suchmaschinenoptimierung eine sehr langfristige Angelegenheit ist und man vor allem bei Onpage-Maßnahmen oft erst nach Monaten sehen kann, wie sie sich auswirken.

Das stimmt. Trotzdem musst Du als Kunde jederzeit die Möglichkeit haben, einen Vertrag auch kurzfristig zu verlassen: Wenn Deine Finanzen schwanken, die Chemie nicht mehr stimmt oder Du ein besseres Angebot hast.

Eine gute Agentur wird Dein Vertrauen wecken und erhalten und Du wirst gar nicht auf den Gedanken kommen zu wechseln, weil gute SEO sich einfach sehr lukrativ auszahlt.

4. SEO ist viel mehr als Linkbuilding

Immer noch gibt es Agenturen, die entweder ganz auf Anzeigen oder größtenteils auf Linkaufbau setzen. Suchmaschinenoptimierung ist aber ein hochwertiger Mix aus Onpage-Maßnahmen auch fürs Mobile Web und externen Signalen, die auf eine Website einwirken.

Spricht die erwählte Agentur also nur davon, wie wichtig Links sind und wie viele sie Dir besorgen können, besteht eine große Gefahr, dass die User Experience auf der Seite außer Acht gelassen wird, Conversion Rates egal sind, Content Marketing nicht einfließt und die Bereiche Social und Mobile ignoriert werden, weil das Werfen von Link-Paketen viel einfacher und weniger komplex ist und sich auch einfacher am Stück verkaufen lässt.

So funktioniert das Web aber schon lange nicht mehr und Du benötigst immer eine „ganzheitliche“ Lösung, damit Du nicht ununterbrochen Werbung bezahlen musst, um gefunden zu werden, sondern auch organische Rankings aufbaust.

Das gilt übrigens auch für SEO-Agenturen:

5. Ist die Agentur selbst organisch auffindbar?

Spannend ist nämlich auch, ob die von Dir angedachte Agentur das SEO für eigene Zwecke im Griff hat. Schau noch mal genau hin: Hast Du sie über ein gutes Google-Ranking gefunden – oder über eine Anzeige, die über diesen Ergebnissen eingeblendet wurde?

Es ist keine Kunst, viel Geld dafür auszugeben, oben über den organischen Suchmaschinenergebnissen zu prangen. Dafür brauchst Du keine SEO-Agentur, sondern jemanden, der Deine gesamten Online-Anzeigen verwaltet und dafür sorgt, dass geschaltete Anzeigen auf cleveren Landingpages landen.

Wieder könnte es sein, dass man versucht, Dir ein Ranking für Dein Geld zu garantieren und damit Anzeigenwerbung mit Google Adwords meint. Aufgepasst also – wer SEO als Lösung verkauft, sollte es auch für sich selbst können.