Arbeit im Büro 4.0

Eine moderne IT-Ausstattung für das Büro 4.0 ist für Unternehmen unerlässlich.

Die Arbeitswelt verändert sich durch zunehmende Digitalisierung und Automatisierung rasant. Welche Maßnahmen müssen Unternehmen ergreifen, um auch morgen noch ein attraktives Umfeld im Büro bieten zu können? Und welche Chancen und Risiken ergeben sich aus den aktuellen Entwicklungen rund um Industrie 4.0, die Cloud oder kognitive Technologien?

Die treibenden Trends hinter dem Wandel

Vier große Trends zeichnen sich derzeit ab, die die Arbeitswelt maßgeblich beeinflussen werden:

  • Cloud-Angebote aller Art geben im Zusammenspiel mit Mobile-Technologien und -Architekturen Mitarbeitern die Freiheit, überall selbstständig und unkompliziert zu arbeiten.
  • Lösungen, die effizienter, zeitsparender, unabhängiger und vernetzter funktionieren, rücken den Menschen zunehmend in den Mittelpunkt und machen Collaboration und Social Business auch über Länder und Kontinente hinweg möglich.
  • Die zunehmende Vernetzung bindet sowohl Mitarbeiter und ihre Devices als auch alle möglichen Geräte und Maschinen ein. Ziel ist die Errichtung eines Internet of Things (IoT), das umfänglich Daten und damit Informationen in bislang unvorstellbarem Ausmaß liefert.
  • Kognitive Technologien eröffnen völlig neue Möglichkeiten des Arbeitens. Selbstlernende Systeme können etwa bei der Datenanalyse überraschende und gewinnbringende Informationen ausfiltern, Schwachstellen in Maschinen erkennen, noch bevor sie zu einer Beeinträchtigung des Betriebs führen, oder die natürliche menschliche Sprache verstehen.

Cognitive Computing auf dem Vormarsch

Gerade die zuletzt genannten kognitiven Systeme, die wie IBM Watson oder Apple Siri in Echtzeit mit Menschen und anderen Computersystemen kommunizieren, sich an frühere Interaktionen erinnern und eigenständig Schlüsse ziehen können, entwickeln sich rasant.

Zusammen mit den anderen Technologien beschleunigt und erleichtert Cognitive Computing unsere Art zu arbeiten. Dies birgt Chancen und Risiken für Unternehmen zugleich. Werden entsprechend den Bedürfnissen der meist jungen Mitarbeiter nicht die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, kann es zu einer Erwägung des Arbeitgeberwechsels kommen. Oder aber die gewünschten Verfahren und Techniken werden hinter dem Rücken der IT-Abteilung selbst organisiert und eingesetzt – die sogenannte „Schatten-IT“ entsteht.

Cloud- oder Systemlösung?

Die bestehenden Systemlösungen von Unternehmen eröffnen oft eine verwirrende Vielzahl an Auswahlmöglichkeiten, Untermenüs und kaum benötigten Funktionen, während innovative Apps mit Cloud-Anbindung, die nur einen Wisch auf dem Smartphone entfernt sind, einfache und schnelle Lösungen versprechen. Hier gilt es für Unternehmen, Prozesse und Lösungen anzubieten, die den Bedürfnissen und Anforderungen der Anwender besser entgegenkommen.

Risiko Schatten-IT

Passiert dies nicht, ist der Aufbau einer Schatten-IT fast zwangsweise die Folge. Und das will kein Unternehmen, bricht sie doch bekanntlich Breschen in das sorgsam aufgebaute Security-Schutzschild eines Unternehmens. Viele Unternehmen nutzen daher, ihren früheren Sicherheitsbedenken zum Trotz, das Cloud-Modell bei der Gestaltung von IT-Arbeitsplätzen im Büro 4.0.

Digitalisierung: Das Büro 4.0 wird durch moderne IT bestimmt

In der Regel können und wollen Unternehmen dieses Büro 4.0 aber nicht selbst einrichten – Technologiepartner können hier Know-how-Lücken in der Entwicklung abdecken. Denn die zunehmende Technologievielfalt und -verzahnung und Entwicklungen wie das Internet der Dinge, Industrie 4.0 oder Mobility, erfordern ausgereifte Lösungen auf Basis jahrelanger Erfahrung.

Fazit: Eine moderne IT-Ausstattung für das Büro 4.0 ist für Unternehmen unerlässlich.

Wollen sie wettbewerbsfähig bleiben und im Kampf um junge Talente bestehen, müssen sie die Herausforderungen annehmen, die das Büro 4.0 mit sich bringt.

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Über den Autor:
Benny Schmidt
Benny Schmidt ist Teamleiter bei der SOLCOM GmbH, einem der führenden branchenübergreifenden Technologiedienstleister in den Bereichen Informationstechnologie und Engineering. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet SOLCOM als Partner global agierender Spitzenunternehmen. Aus dieser Erfahrung heraus schreibt Benny Schmidt über Trends und technische Neuerungen im Bereich der IT und der Digitalisierung.

05.07.2016