Drei typische Erfolgsblockaden

Drei typische Erfolgsblockaden

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Das Leben als Freiberufler, Kleinunternehmer oder selbstständiger Unternehmer bietet bekanntlich viele Möglichkeiten. Leider bietet es aber auch die Option, sich selbst im Wege zu stehen und den eigenen Erfolg gründlich zu sabotieren.

Manche Angewohnheiten schaden uns langfristig mehr als jeder Neider, zahlungsunfähige Kunde oder ein erfolgloser Abschluss es je könnten. Tückisch ist, dass diese Verhaltensweisen sich langsam und unauffällig in die Abläufe einschleichen und uns selbst schon gar nicht mehr auffällt, was wir da eigentlich tun.

Der zeitverzögerte Selbstvermarkter

Eine der schwierigsten Aufgaben ist die Werbung fürs eigene Unternehmen. Selbst professionelle Werbetexter würgen endlos an jeder Selbstdarstellung, auch Marketingprofis kämpfen damit, sich anderen gegenüber gut darzustellen.

Kein Wunder also, dass Otto Normalfreelancer gerne mit Verzögerungstaktiken gegen sich selbst arbeitet: Die Website kann nicht fertig werden, da keine Zeit für Texte ist, Visitenkarten und Geschäftspapier können bis zur nächsten Messe warten und mit Social Media kann man sich sowieso erst beschäftigen, wenn das nächste Sommerloch sehr tief ausfällt.

Am schönsten wäre es eigentlich, wenn diese ganzen Aufgaben sich von selbst erledigen würden – also erst mal abwarten, bis es dringender wird.

Wenn du dich in dieser Beschreibung wiedererkennst, nimmst du am besten sofort ein Stück Papier, um die fünf Maßnahmen aufzuschreiben, die dein schlechtes Gewissen dir als erste in die Erinnerung ruft. Mit Termin.

Egal wie viel aktuell zu tun ist, sicher schaffst du es, dir am Montag dein XING-Profil für ein Update vorzunehmen, am Freitag bei LinkedIn aufzuräumen und dich am Montag darauf endlich bei den Jobbörsen anzumelden, die schon so lange in deinem Hinterkopf herumliegen.

Der routinierte Einsiedlerkrebs

Die Projekte stapeln sich. Nach und nach fallen Abende und Wochenenden der Arbeit zum Opfer, weil es sich nach Dienstschluss aller anderen so herrlich ungestört arbeitet.

Andere Menschen sieht man immer seltener, häufig arbeitet man acht Stunden oder länger ohne direkten zwischenmenschlichen Kontakt. Essenspausen finden zufällig statt und das auch noch am Rechner.

So verwahrlost der Freelancer Marke Einsiedlerkrebs und füttert auch noch seine innere Nachteule, weil es sich nachts entspannt arbeitet, dann etwas länger geschlafen wird und sich prompt der nächste Abend auch wieder in die Länge zieht.

Wenn du dich in dieser Beschreibung wiedererkennst, solltest du dringend wieder mehr unter Leute und darauf achten, selbst auch dann wach zu sein, wenn deine Kunden es sind.

Iss nicht am Rechner, triff dich mit Leuten, such dir mindestens einmal in der Woche einen netten Mittagstisch und ein- bis zweimal im Monat ein Networking-Treffen oder eine Fortbildung in einem Bereich, der dich interessiert. Auch ein altes oder neues Outdoor-Hobby wäre jetzt nicht schlecht.

Der netzwerkende Trittbrettfahrer

Das Internet ist so praktisch. Sogar die Möglichkeit, zu jedem nur denkbaren Thema Google zu befragen, lässt sich noch damit übertrumpfen, in thematisch passenden Foren zu fragen und zu buchstäblich jeder Problemstellung aktuelle Antworten ganz zeitnah von Leuten zu erhalten, die sich auskennen und hilfsbereit sind.

Eine Info kann man einfach in den Facebook-Stream werfen und andere Leute daran erinnern, dass man sich über ein Weiterverteilen freuen würde – der netzwerkende Trittbrettfahrer ist immer dann interessiert und beteiligt, wenn es um die eigenen Interessen und Vorteile geht.

Sonst ist er eher nicht anzutreffen, schließlich hat er auch noch ein Leben und Hobbys und kann nicht immer Timelines anderer Leute lesen.

Wenn du dich in dieser Beschreibung wiedererkennst, solltest du wissen: Du bist damit zwar nicht allein, aber das macht es nicht besser und du verzichtest auf so viele Chancen!

Wenn du auf die Menschen eingehst, von denen du Antworten und Shares erwartest, wird die Qualität deiner virtuellen Beziehungen sich entscheidend verbessern. Der Bonus: Auch deine eigenen Ziele lassen sich um ein Vielfaches besser erreichen, wenn du tatsächlich Networking betreibst und nicht nur nimmst, sondern auch gibst. Motto: Soviel Zeit muss sein.

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Sich in der Arbeit buchstäblich einzugraben, keine Zeit für Eigenwerbung aufzubringen und Netzwerken als Einbahnstraße zu verstehen sind drei Möglichkeiten, die eigenen Erfolgsaussichten zu schmälern.

Welche kennt ihr noch? Wir freuen uns, wenn ihr uns erzählt, wie ihr euch selbst im Weg steht – und was ihr dagegen tut.

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