Durchhänger überwinden - zurück zum Erfolg mit unseren Produktivitätstipps

Durchhänger überwinden – zurück zum Erfolg mit unseren Produktivitätstipps

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Nicht nur zum Jahresanfang scheint die Online-Welt manchmal nur aus Siegertypen zu bestehen. Plakative Grinsegesichter mit großartigen Jahresrückblicken und noch großartigeren Plänen lauern überall. Gefühlt jede*r spricht von umwälzenden Erfolgen, höchst zufriedenen Kunden und tollen Umsätzen … an manchen Tagen hast Du als Gründer*in, aber auch als langjährige*r Unternehmer*in dann das Gefühl, dass es allen anderen so geht. Nur Dir leider nicht. Wie Du solche Durchhänger überwinden kannst?

Ganz einfach, auch wenn es sich anfangs vielleicht nicht so anfühlt. Mehr Durchblick die eigene Einstellung betreffend hilft Dir ebenso wie Austausch und Networking. Mit die wichtigste Erkenntnis lautet: Auch die anderen kochen nur mit Wasser. Immer, egal wie viel Dampf dabei herauskommt. Und: Wer wirklich tolle Erfolge zu verzeichnen hat und nicht nur so tut, hat meistens einen langen Weg der mühsamen Vorarbeit hinter sich gebracht. Was die können, kannst Du auch. Du musst nur noch herausfinden, wie.

Erfolg ist, wenn Du Durchhänger überwinden lernst

Wenn alles mühelos oder zumindest unauffällig läuft, ist Durchhalten kein Problem. Aber eines Tages kommt der Moment, in dem eine Aktion floppt, Deine Anzeige keinen Erfolg bringt oder jede Bewerbung um Jobs erfolglos versandet. Ob Du Budget versenkst oder auf einen leeren Posteingang starrst, ob niemand an Deinem Messestand anhalten will oder ob Du eine Deadline schlimm vergeigst … Misserfolg ist ein Teil von Erfolg, das wollen wir bloß alle nicht so gerne wissen.

Alle wirklich erfolgreichen Menschen haben eins gemeinsam: Sie haben nicht aufgegeben, wenn sie Misserfolg hatten. Sondern weiter herumprobiert. Eine andere Zielgruppe angetestet, neue Netzwerke ausprobiert oder sich kompetenten Rat eingeholt. Varianten von Lösungsansätzen probiert, die Konkurrenz beobachtet und neue Strategien entwickelt. Wenn das nicht klappte, haben sie etwas anderes versucht. Und dann noch mal.

Aufgeben ist wirklich viel einfacher als die Erkenntnis, dass Du selbst einen ebenso steinigen Weg vor Dir hast wie die meisten Erfolgsmenschen. Aber es fühlt sich auch sehr blöd an, und deswegen solltest Du nicht hinwerfen und Dich auch von anderen und ihren scheinbaren Erfolgen nicht blöffen lassen. Denk einfach dran: Vergleiche sind schon deswegen witzlos, weil jede*r Erfolg unterschiedlich definiert.

Ist der Weg der anderen wirklich Deiner?

Während die eine bekannt sein will, möchte der andere vor allem Umsatz. Während ein Team mehrmals jährlich etwas ganz Neues herausgeben und das vorherige Produkt ablösen will, arbeitet das nächste vielleicht daran, mit einem bestimmten Produkt langfristig Marktführer zu werden. Für einen Familienvater ist eine tolle Work-Life-Balance ein Erfolg, für einen chronisch kranken Menschen ein normaler Arbeitstag, für einen jungen und dynamischen Gründer ein Mega-Deal mit Investoren. Für einen Freelancer eine wertgeschätzte Zusammenarbeit, für nebenberuflich Selbstständige das Gefühl, auf wirklich sinnvolle Weise dazuzuverdienen, und so weiter.

Wenn Du in Dich hineinhorchst, was Dich mit Deinem Unternehmen zufrieden macht – sind es dann wirklich die Sachen, mit denen andere hausieren gehen? Hör nicht auf die Stimmen 🙂 Finde lieber heraus, was Erfolg für Dich persönlich bedeutet und welche Meilensteine Du anpeilen kannst, um dieses Ziel zu erreichen. Schon hast Du aus einem diffusen Versagensgefühl ein Ziel gemacht, an dem Du konkret arbeiten kannst.

Nicht zurückblicken, sondern bewusst nach vorn

Den Durchhänger überwinden kannst Du auch, indem Du Dich einfach mal fragst, ob Du Deine aktuellen Entscheidungen in einigen Jahrzehnten bereuen wirst. Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass Du es sehr schade finden wirst, wenn Du aufgegeben hast, als dass Du bedauerst durchgehalten zu haben. „Wie gut, dass ich damals aufgegeben habe“ sagt niemand beim Rückblick auf ein erfülltes Geschäftsleben. Dafür fügst Du Deinem Lebenslauf gute Geschichten hinzu, wenn Du Dich aufraffst und es noch einmal versuchst. Scheitern mit Anlauf, da hat man wenigstens was zu erzählen. Vor allem, wenn es dann später doch noch klappt.

Nicht vergessen:

  • Alle kochen nur mit Wasser.
  • Nicht aufzugeben ist auch Erfolg.
  • Vergleiche sind nutzlos.
  • Misserfolge gehören dazu.
  • Zufriedenheit definierst Du selbst.

Immerhin hast Du ja schon in dem Moment einen Erfolg, wo Du Dich überwunden und nicht hingeworfen hast – dann ist das Ergebnis zunächst mal zweitrangig. Du fühlst Dich gut und bald noch besser, denn Du hast durchgehalten. Wer sich großartig fühlt, hat bessere Ideen und knüpft erfolgversprechende Kontakte, damit startest Du in die nächste Runde. Denn Durchhaltevermögen, oft über viele Jahre, ist das einzige wirkliche Erfolgsgeheimnis.

Das ist aber leichter gesagt als getan?

Vielleicht fragst Du Dich jetzt, wie Du dieses Prinzip, Durchhänger überwinden zu können, in die Praxis umsetzen sollst. Denn das blöde Gefühl ist ja noch da. Auch wenn Du begriffen hast, dass es keinen Sinn ergibt, sich mit anderen zu vergleichen oder sich von fremden Federn beeindrucken zu lassen. Wie kannst Du selbst aus dem Loch krabbeln? Wir empfehlen:

Schreib Deine Ziele auf, und zwar konkret. Mehr Geld, andere Kunden, spannendere Aufträge oder allgemein eine viel bessere Balance? Alles auf einmal? Auch das ist nicht besonders ungewöhnlich, wenn Dein Business in Schieflage geraten ist, oft kommen sogar noch Geldprobleme hinzu. Wenn Du alles notierst, hast Du jetzt eine Liste mit Stichpunkten, zum Beispiel: „Umsatz steigern“ und „Fortbildung Fachgebiet XY“ oder „Wunschkunden finden“.

Jetzt schreib‘ Dir zu jedem Stichpunkt Deine Idealvorstellung auf. „Wunschkunden finden“ könnte so aussehen: Kund*innen aus Branche ABC, die Dienstleistung XYZ buchen möchten. „Umsatz steigern“: Von Stundensatz X auf die Rate Z erhöhen. „Fortbildung“: Endlich einen Lernwunsch Y erfüllen, der Dich privat oder beruflich weiterbringt. Du machst Deine Liste. Dann bröselst Du die Details immer weiter auf, so als würdest Du sie einem völlig Unwissenden ausführlich erklären und begründen müssen.

Der Plan ist schon da. Du musst ihn nur auspacken

Was muss geschehen, damit Dienstleistung XYZ gebucht werden kann? Du musst Dich damit auffindbar machen und dafür Werbung betreiben. Wann und wie kommuniziert Du am geschicktesten den neuen Stundensatz? Wie und wo kannst Du lernen, was Du lernen willst? Wie finanzierst Du das, was hast Du am Ende davon? Diese Punkte ergänzt Du nun weiter, Schritt für Schritt. Um Details, um Bedingungen … und schließlich um den notwendigen ersten Schritt, um das Ziel zu erreichen.

Je detaillierter Du Deine Ziele aufschreibst, desto kleiner und leichter zu erreichen ist normalerweise der erste Schritt – zum Beispiel „Adressliste anlegen“ oder „Datum für Aktion XY festlegen“. Wenn der erste Schritt sich nicht von selbst ergibt, frag Kollegen, Netzwerkfreunde oder Dein Umfeld um Rat. Selbst wenn der Rat Dir nicht gefällt, wirst Du wissen, was Du anders machen willst: Der erste Schritt ist getan 🙂

Durchhänger und Fehler, Misserfolge und Probleme gehören zum unternehmerischen Alltag. Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich groß, dass viele gekonnte Selbstdarsteller sich vor allem deswegen so feiern, weil sie nicht aufgegeben haben, als es schwierig wurde. Statt Dich angesichts der lautstarken Selbstvermarktung der anderen doof zu fühlen, denk lieber daran: Sie zeigen dir in erster Linie, dass Erfolg machbar ist, und zwar für jeden. Auch für Dich.

Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

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