Feilschen mit dem Steuerberater? Das geht jetzt!

Feilschen mit dem Steuerberater? Gründer-Tipps im lexoffice Blog

Eine neue Regelung seit dem 23. Juli 2016 erlaubt es, dass Du bei Bedarf mit Deinem Steuerberater feilschen kannst – vorher war das undenkbar.

Die sogenannte Steuerberatergebührenverordnung (StBVV), nach der Steuerberater ihre Dienstleistung bei ihren Kunden abrechnen, sieht seit diesem Datum ganz offiziell Verhandlungsspielräume für alle Dienstleistungen vor, die nicht vor Gericht stattfinden.

Voraussetzungen für Honorarverhandlungen

Das neue Gesetz löscht eine starre Ordnung auf, bedeutet aber nicht, dass Du jetzt mit Deinem Steuerberater drauflos feilschen kannst wie auf dem Flohmarkt nebenan. Denn die Vorgabe für diese neue Verordnung lautet: Das Honorar muss immer noch in angemessenem Verhältnis zur Leistung, zur Verantwortung des Steuerberaters und zu seinem Haftungsrisiko stehen.

Du kannst also hingehen und ein niedrigeres Honorar aushandeln. Und zwar weil Du Aufgaben selbst übernimmst, die vorher Dein Steuerberater oder sein Team für Dich erledigt haben: Mit lexoffice alle Belege buchen und komfortabel eine Datei weitergeben beispielsweise. Als Alternative zu den leidigen Vorarbeiten wie Sortieren oder Scannen von Belegen, wenn das vorher regelmäßig anfiel und mit lexoffice nun nicht mehr.

Honorarverhandlungen mit Steuerberatern sind noch ganz neu. Interessant ist, dass Dein Steuerberater wie seine etwa 95.000 Kollegen Dich auf diese Möglichkeit hinweisen muss, und zwar schriftlich. Achtung: Die Abweichungen können sowohl nach unten als auch nach oben stattfinden. Wenn Du auf die Info-Mail mit einem „Danke“ oder „Okay“ reagierst, gilt dies sogar ohne Unterschrift als eine gültige vertragliche Regelung.

Ohne den Hinweis auf den Spielraum kannst Du Rechnungen auch anfechten

Weist Dein Steuerberater Dich nicht darauf hin, dass er nun über diesen Spielraum verfügt, indem er dies beispielsweise in seinen Auftragsbedingungen oder dem Beratervertrag verankert, kannst Du die Rechnung anfechten.

Einen Experten, der Dir beratend jederzeit zur Seite steht und dabei hilft, dass Du keine teuren Fehler machst, solltest Du allerdings in keinem Fall mit Preisverhandlungen gewaltig unter Druck setzen. Es ist nicht einfach, den richtigen Berater zu finden und unnötig verärgern solltest Du ihn nicht. Wenn Du eine Ersparnis anstrebst, versuch es doch mit unseren Tipps.

lexoffice vereinfacht die Zusammenarbeit zwischen Dir und deinem Steuerberater und macht die Arbeitsabläufe für beide Seiten effizienter. Schau Dir deshalb an, ob Du bei deinem Steuerberater mehr organisatorischen Aufwand erzeugt hast, bevor Du angefangen hast, mit lexoffice zu arbeiten. Überleg Dir, welchen Unterschied unsere digitale Buchhaltungslösung nun ausmacht. Belege müssen von niemanden mehr hin- und hergetragen werden. Bei deinem Steuerberater muss auch niemand mehr manuell deine Daten und Belege erfassen. Übrigens: Hast Du schon den Steuerberaterzugang ausprobiert? Auch der kann eine enorme Arbeitserleichterung und Zeitersparnis bedeuten – ebenfalls für euch beide.

Dein Steuerberater wird Dich vermutlich über die neue Rechtslage informiert haben. Sprich ihn darauf an, dass Du Dir eine Ersparnis wünschst. Bitte ihn um Tipps und Erläuterungen. Am besten sortierst Du den vergangenen und aktuellen Aufwand, schaust nach Optimierungsmöglichkeiten und vereinbarst dann einen Termin.

Ein guter Steuerberater spart Geld, Nerven, Risiken und Zeit

Die Regelung seit Juli ist auch für Deinen Steuerberater neu. Bisher musste er nie verhandeln. Gib ihm also die Möglichkeit, sich auf das Gespräch mit Dir vorzubereiten, statt ihn am Telefon zu überrumpeln. Schließlich ist ein guter Steuerberater ein Partner im Arbeitsalltag, der auf Dein Geld achtet und Zeit und Nerven für Dich spart. Es ist weit schwieriger, zuverlässige Geschäftspartner wie den Berater zu finden, als anderswo auf Einsparpotenziale zu achten.

Außerdem kannst Du die Steuerberatergebühren von der Steuer absetzen. Auch als kluger Sparfuchs sollte die Feilscherei also nicht mit Dir durchgehen und das Honorar im normalen Rahmen bleiben. In angemessenem Verhältnis zur Leistung, zur Verantwortung des Steuerberaters und zu seinem Haftungsrisiko nämlich – und das kann er dann auch erläutern und begründen.