FOMO - was macht die Selbständigkeit mit mir?

FOMO – was macht die Selbständigkeit mit mir?

Immer diese Befürchtung, du könntest etwas verpassen: Einen Trend, ein Angebot, eine Qualifikation #lebensgefühl_selbständig

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Angst, etwas zu verpassen? FOMO steht für „fear of missing out“. Wenn du die Chefin oder der Chef bist, dann bist du auch die Personalentwicklung und die weiterbildungsbeauftragte Person. Schlimmer noch, du kümmerst dich selbst darum, an welchem Trend du teilnehmen willst – und hast somit täglich die süße Qual der Wahl. Manchmal auch nur die Qual.

Die FOMO-Bewegung darfst du getrost verpassen

FOMO steht für das unbehagliche Gefühl, dass man spannende Entwicklungen verpassen könnte, an denen andere Leute teilnehmen. Wenn sich alle ein bestimmtes Gadget kaufen, bist du dann hoffnungslos uncool, wenn du es nicht tust? FOMO wird durch Social Media Nutzung naturgemäß ganz stark befeuert.

So stark, dass wir dafür inzwischen diesen feststehenden Begriff haben, der sich sogar international etabliert hat. Es ist also was dran und du bist damit nicht alleine. Auch wenn nur du selbst entscheiden kannst, ob du der FOMO nachgibst oder nicht.

Wie toll: Ein bunter Strauß der Möglichkeiten

Bei Angestellten entscheidet meist die Führungskraft, welcher Trend so angesagt ist, dass die Firma unbedingt mitmischen muss. New Work war eine solche Welle. Wer sich als Chefin oder Chef damit nicht beschäftigt hat, durfte völlig berechtigt FOMO verspüren.

Als Selbständige:r kannst du dir jederzeit nur die Rosinen picken: Nutze die ganze Aufregung rund um bestimmte Dinge doch einfach als Inspirationsquelle. Ganz ohne Mitmachdrang.

FOMO ist das, was du draus machst.

Im Grunde hast du FOMO schon besiegt, wenn du erkannt hast, was sich da in deinem Kopf abspielt, wenn du Angst hast, etwas zu verpassen. Das seltsame Gefühl, dass man eigentlich mitziehen möchte oder sollte, bleibt dir wahrscheinlich erhalten.

Aber du bist dem nicht hilflos ausgeliefert. Die anderen kochen auch alle nur mit Wasser und haben sicherlich schon viele Trends verpasst. Zum Beispiel, weil sie die gar nicht mitbekommen haben.

5 Tipps: Was tun gegen FOMO?

Genau hinschauen: Brauchst du das, willst du das wirklich?
Vergleiche einfach lassen: Lass die anderen ruhig machen.
Den Moment bewusst leben: Gerne auch mal dankbar sein.
Kosten-Nutzen-Rechnung: Lohnt sich das denn überhaupt?
Digitale Pausen: Weniger Input heißt weniger Output-Wunsch.

Fazit : JOMO geht auch – the joy of missing out

Wenn dich immer wieder die innere Unruhe packt und das Gefühl, dass du etwas kaufen, buchen oder machen musst, dann liegt das vielleicht an der Dauerbeschallung durch die digitale Welt. Dann ist eine Smartphone-Pause ein guter Anfang.

Außerdem sollte es sich nicht beeindrucken, was andere tun. Erinnerst du dich noch an den Spruch „ … und wenn alle anderen von der Brücke springen, dann springst du auch?“, den die meisten von uns sich als Kind anhören mussten? Diesmal bist du selbst erziehungsberechtigt und musst deinem eigenen Schmollen nicht unbedingt nachgeben.

Wenn du deine FOMO gebändigt hast, kannst du dich am Lernprozess erfreuen. Oder an deiner Willensstärke, oder einfach an dem guten Moment. Schließlich ist es nicht immer einfach, sich einem Trend oder einer Idee zu verweigern, wenn alle anderen die offenbar für wesentlich halten.

Nachhaltiger leben, bewusster entscheiden, dann ist JOMO angesagt – die Freude daran, auch mal etwas ganz bewusst zu verpassen. JOMO ist auf jeden Fall besser als FOMO.

Was macht die Selbständigkeit mit mir?

Dieser Text gehört zu unserer Blogparade unter dem Motto #lebensgefühl_selbständig

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