Freiheit: Was macht die Selbständigkeit mit mir?

Freiheit: Was macht die Selbständigkeit mit mir?

Zum #lebensgefühl_selbständig gehört auch viel "Bewegungsfreiheit" und das Privileg, sich die eigenen Kund:innen auszusuchen.

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Der eigene Chef oder die eigene Chefin zu sein, das ist für viele Menschen der Auslöser dafür gewesen, sich zu verselbständigen. Mit der Freiheit kommen auch Verantwortung, Buchhaltung plus Steuern und stetige Weiterentwicklung als Aufgaben zu dir. Auch in diesen Belangen kann dir als Unternehmer:in niemand reinreden.

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Warum schwärmen Selbständige so von ihrer Freiheit?

Freiheit bedeutet, alle Entscheidungen selbst treffen zu können. Niemanden um Erlaubnis fragen müssen, selbst entscheiden was und wo man arbeitet und wie lange und für wen.

Grundsätzlich hat jeder Mensch die Freiheit, die eigene Persönlichkeit frei zu entfalten, solange sie oder er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

Selbständigkeit heißt aber noch zusätzlich, sich keinen fremden Strukturen unterordnen zu müssen. Es sei denn, du gehst auf die Anforderungen deiner Kund:innen ein, um wettbewerbsfähig zu sein. Auch das passiert dann aber freiwillig.

Freiheit heißt nicht: Ohne Verpflichtungen

Als Angestellte:r muss man sich nicht den Kopf darüber zerbrechen, was man arbeiten will und für wen. Man ist in die Ziele und Vorgaben der Firma eingebunden, mit der man einen Arbeitsvertrag abgeschlossen hat. Nervige Kolleg:innen kannst du so wenig ändern wie die Qualität der Brühe, die aus der gemeinsamen Kaffeemaschine suppt.

Als Selbständige:r gehört die ganze Spielwiese dir. Du bist zum Beispiel darin frei, Akquise zu machen oder mit fest zusammengekniffenen Augen darauf zu vertrauen, dass dich auch beim nächsten Mal wieder jemand empfehlen wird. Da mischt sich niemand ein. Nur mit Leuten arbeiten, die du magst und remote nur dort, wo der Espresso wirklich schmeckt: Deine Entscheidung!

Du hast im Guten und im Wackeligen alle Gestaltungsmöglichkeiten, nur von deinen unternehmerischen Pflichten gibt es keine Freiheit: Die Auflagen deines Gewerks oder Gewerbes musst du erfüllen. Die rechtlichen Vorschriften sind einzuhalten, und die Steuerfristen und -zahlungen ebenfalls.

Der „mobile Lifestyle“ und die Freiheit der Entscheidungen

Was also ist so toll an der Freiheit als Selbständige:r? Alles. Du musst nicht um Erlaubnis betteln, wenn du im HomeOffice arbeiten willst oder ein halbes Jahr lang von Strand in Thailand aus. Du kannst unangenehmen Menschen nicht nur ausweichen, sondern die Zusammenarbeit aufkündigen. Netten Menschen kannst du zusätzliche Angebote machen, um öfter mit ihnen zu arbeiten.

Du alleine entscheidest, wie nachhaltig deine Firma ist, ob du doofe Aufgaben delegierst und was du als Nächstes lernst. Du schiebst die Arbeit auf den Abend und gehst tagsüber schwimmen oder machst nur halbtags Urlaub, das dann aber drei Monate lang. Du bist frei.

Freiheit heißt, Familie und Beruf nach den eigenen Konditionen vereinen

Besonders wichtig ist die Freiheit in allen Entscheidungen und Strukturen, wenn es darum geht, Erwerbstätigkeit und Familienleben unter einen großen Hut zu bringen, der Raum für viel gemeinsames Erleben lässt.

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Freiheit kann nämlich auch bedeuten, einen ganzen Tag lang von oben bis unten mit Brei zugespuckt zu werden, ohne dabei die ganze Zeit daran denken zu müssen, dass woanders ein Büro wartet.

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Freiheit kann bedeuten, dass beide Elternteile vergleichbar viel Zeit mit ihrem Nachwuchs verbringen, ohne dass dies so außergewöhnlich ist, dass man belobigende Interviews darüber geben muss.

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Freiheit kann bedeuten, mitten in der Nacht zweiundsiebzig kleine Käsefüsse fürs Kita-Buffet auszustechen und glückselig noch mal 4 Stunden zu schlafen, wenn das Kind sicher gelandet ist.

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Freiheit heißt, sich bei einem hustenden Kind nicht zwischen Karriere, Küche und Kinderarzt entscheiden zu müssen, sondern nur die Reihenfolge neu zu sortieren.

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Freiheit kann heißen, morgens um 5 Uhr in letzter Minute ein Projekt abzuschließen, um den ganzen erschöpfend langen Tag am Elternsprechtag teilzunehmen und niemand meckert in der Firma darüber.

Denn die Firma bist du.

Freiheit heißt auch: Erwachsen werden

Der Nebeneffekt von so viel Freiheit ist Verantwortung für deine eigenen Abläufe. Selbständige wachsen an ihren Herausforderungen und lernen jeden Tag viele Dinge, die sich aus dem Arbeitsalltag ergeben.

Auch hier ist bei allen Pflichten wieder sehr viel Freiheit im Spiel: Du alleine suchst aus, welche Apps und Automatisierungen deine Abläufe erleichtern. Du machst deine Zeitplanung, du wählst deine Unternehmenslösung für Kundenmanagement und Buchhaltung aus.

Steuern zahlen, Fristen einhalten, unangenehme Situationen bewältigen, durch die Krise kommen: Freiheit als Selbständige:r hat noch viele andere Facetten. Aber sie ist es wert.

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#lebensgefühl_selbständig
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FAQ

Was heißt Freiheit?

Freiheit heißt, dass du in einer bestimmten oder in jeder Situation ohne Zwang zwischen allen unterschiedlichen Möglichkeiten auswählen und entscheiden kannst. „Der Begriff benennt in Philosophie, Theologie und Recht der Moderne allgemein einen Zustand der Autonomie eines Subjekts“ sagt Wikipedia dazu und meint: Du kannst völlig unabhängig handeln, ohne jemanden um Erlaubnis fragen zu müssen.

Was bedeutet Freiheit für Selbständige?

Als selbständige:r Unternehmerin entscheidest du, für wen du arbeiten willst und zu welchen Konditionen und wie lange und von wo aus. Zwar wirst du dich in vielen Fällen flexibel zeigen wollen, damit du deinen Kund:innen entgegenkommst, aber auch das ist immer eine freiwillige Entscheidung oder eine, die deine Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt unterstützen wird.

In welchen Dingen bin ich nicht frei als Selbständige:r?

Befreien kannst du dich von Strukturen, unerwünschten Projekten und Kund:innen, die nicht zu dir passen. Nicht freimachen kannst du dich von steuerlichen Verpflichtungen, gesetzlichen und gewerblichen Anforderungen und der Aufgabe, dich aktuell und langfristig abzusichern und für dich und deine Lieben vorzusorgen von Krankenversicherung bis Altersvorsorge. Nicht freimachen solltest du dich außerdem vom lebenslangen Lernen.

  • Foto: Adobe Stock Teodor Lazarev
Über die Autorin
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

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  1. Carola Kleinschmidt | 05.11.2021 | 17:30

    Liebe Carola, das klingt spannend. Da mache ich gerne mit 🙂 Liebe Grüße. Carola