Frühjahrsputz in deinen Angeboten

Jetzt ist es Zeit: Frühjahrsputz in deinen Angeboten

Du hast so viele neue Ideen - aber auch in deine alten Produkte und Services ist mal echt viel Zeit geflossen. Räum' doch erst mal auf!

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Das neue Jahr ist noch knisternd frisch und du hast viele Ideen. Wir wollen dir den Spaß nicht verderben – doch bevor du ganz neu in den Kreislauf der Gestaltung nagelneuer Angebote eintauchst, solltest du noch kurz anhalten und einen Frühjahrsputz machen.

Bestandsaufnahme und Frühjahrsputz: Wetten, da geht noch was?

Auch in deine „alten“ Angebote viel Zeit und Planung geflossen. Zur Belohnung lassen sie sich jetzt um ein Vielfaches schneller „recyceln“, als du ganz neue erstellen kannst. Die Ergebnisse können sogar besser sein, denn immerhin hast du jetzt auch Erfahrungen damit vorzuweisen.

Die Entstehung deiner anderen Angebote, Produkte oder Content-Stücke hat Hirnschmalz und Zeit gekostet. Vielleicht hast du auch schon einige begonnen und nicht zu Ende gebracht, weil du viel zu viele neue Ideen gehabt hast.

Das ist ganz normal. Aber es ist nicht immer zielführend, es einfach so hinzunehmen, dass einige Ideen auf halbem Weg versandet sind und andere schon älter. Jede einzelne hat nämlich noch Potenzial – auch wenn du nicht bei Null anfangen kannst.

Was schon fertig ist, kann eine wunderbare Grundlage sein

Eine leere Seite aufschlagen, ein nagelneues Notizbuch einweihen, andächtig einen frischen Projektplan beginnen: Erste Schritte sind wunderbar und verlockend. Doch erstens vergeht der Reiz des Neuen dann auch wieder schnell, wenn du erst einmal tief in der Entwicklungsarbeit steckst.

Zweitens verschenkst du vielleicht gerade Geld. Du solltest auf jeden Fall regelmäßig einen prüfenden Blick auf Dinge werfen, die schon einmal funktioniert haben oder die du mit viel Aufwand erarbeitet hast.

Betrachte Angebote doch mal wie Produkte

Wenn du ein Angebot – zum Beispiel eine Idee rund um Coaching oder Dienstleistung oder Assistenz – wie ein physikalisches Produkt betrachten würdest, kämst du nie auf den Gedanken, es im Regel verstauben zu lassen.

Du würdest es entstauben, neu aufbürsten, Sonderaktionen machen oder es für Gewinnspiele und Kooperationen verwenden, es als Kundenbindungsgeschenk einsetzen oder in ein anderes Angebot integrieren. Du würdest es verkaufen, so lange es da ist.

Dieses „Mindset“ brauchst du auch für deinen Frühjahrsputz.

Die Falle: Keine Not, da keine Lagerkosten

Würden physikalische Produkte dir die Regale verstopfen, wäre es keine Frage, dass du dich um eine Weiterverkaufsstrategie kümmern würdest. Nur weil die Lagerung der alten Ideen nichts oder nicht viel kostet, solltest du sie aber nicht vergammeln lassen.

Die Strukturen stehen

Der größte Vorteil, wenn du ein Angebot mit in den Frühjahrsputz nimmst: Die Strukturen und Inhalte stehen schon und du hast sogar schon Erfahrungen mit den Ergebnissen gesammelt – drei Dinge, die sich enorm zeitsparend auswirken werden.

Du weißt bereits, wo die „alte“ Idee noch Luft nach oben hat, musst aber nicht ganz von vorne anfangen und siehst daher sehr viel schneller gute Ergebnisse. Das motiviert.

Alle Formate zählen mit, auch die „kostenlosen“ Sichtbarkeitsangebote

Starte also mit einer Auflistung aller Inhalte und Angebote, die dich schon einmal viel Zeit gekostet haben und jetzt unbemerkt verstauben: E-Books, Wissensartikel, Service-Pakete, Webinar-Ideen, Beratungs-Formate, Einzelberatung, Spezialthemen, Vorträge, Gastartikel.,Saisonangebote und andere Ideen, für die du Kampagnen entwickelt oder SEO betrieben hast.

Dann schaust du, ob du Angebote ums Eck verwerten kannst: Aus Webinar-Inhalten Newsletter, aus E-Books Blogbeiträge und umgekehrt, aus Dienstleistungsangeboten Pakete oder Updates. Notier‘ dir alle Ideen.

Leidenschaft oder Umsatz? Das eine führt zum anderen

Anschließend kannst du sie nach Umsatz oder nach Herzblut sortieren. Behalte dabei aber im Hinterkopf, dass ein Gewinn für dich herausspringen soll, wenn dieses Angebot im Frühjahrsputz drankommt: Mehr Bekanntheit, neue Kontakte, lukrative Kund:innen, mehr Sichtbarkeit.

Dann sortierst du dir am besten alle Aufgaben in eine Liste, die sich mit minimalem Aufwand erledigen lassen und alle anderen nach Wichtigkeit.

Hat dich der Frühjahrsputz schon gepackt? Bestimmt sind dir ein paar Sachen eingefallen, die eine Wiederkehr verdient haben 🙂

Viel Erfolg!

FAQ:

Ist alte Angebote aufräumen besser als neue zu entwickeln?

Beides ist gut. Aber die alten nicht aufzuräumen verschenkt Potenzial und damit Zeit und Geld – deine Zeit und dein Geld. Das wäre doch schade.

Welche Art von Angebot oder Inhalt kann ich aktualisieren?

Webinare, Blogposts, Einzelberatungen, Dienstleistungspakete … alles, was du dir mal mit Sorgfalt überlegt hast, kann wirksam entstaubt oder zweitverwerdet bzw. umgewandelt werden.

Fange ich dann nicht immer wieder von vorne an?

Nur, wenn du dir kein System erschaffst. Der Frühjahrsputz ist ja auch ein guter Anlass für dein neues Angebots-Archiv, das dir eh schon fehlt. Danach wird es jedes Jahr immer noch einfacher.

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  1. Oberlehner Sonja | 04.02.2022 | 13:46

    Liebe carola
    Vielen vielen lieben Dank

    Hab spezialfrage
    Bei blog Beiträgen immer interne links.
    Da brauche ich plan /Struktur. Fange zu bloggrn an und mag es gleich ordentlich angehen. Dann brauche ich nachher keinen Frühjahrsputz

    Wie merke ich mir /welches System hast du, dass ich beim neuen blogbeitrag weiß, bei welchen alten ich es verlinke?
    Od über Kategorien?

    Verstehst du was ich meine? Sorry hab es etwas kompliziert geschrieben 😅

    1. Carola Heine | 07.02.2022 | 19:23

      Liebe Sonja,

      es gibt verschiedene Möglichkeiten. Gerade habe ich ehrenamtlich ein großes Portal saniert 🙂 🙂 da habe ich mir die Querverlinkungen als möglich notiert und arbeite sie nach einigen Wochen als Aktualisierung ein, weil das einen Boost bringt.

      Bei anderen Blogs gibt es Plug-ins, die ähnliche und relevante Beiträge aufzeigen. Bei meinem eigenen, das gerade mal wieder aus der Asche entsteht, nutze ich einfach Tags.

      lG
      Carola