lexoffice stellt Euch das Start-up des Monats März 2017 vor: Geospin

Unser Start-up des Monats: Geospin

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Das Start-up Geospin aus Freiburg unterstützt Unternehmen dabei, Dienstleistung zur richtigen Zeit am richtigen Ort anzubieten und so die Wertschöpfungskette zu optimieren. Geospin hat in den Bereichen Mobilität, Energie und Kriminalität geographische Big-Data-Analysen entwickelt und erfolgreich eingesetzt. Für hochrangige Veröffentlichungen in einschlägigen Fachzeitschriften und Beiträgen auf internationalen Konferenzen wurde das Team mit Forschungspreisen und Auszeichnungen geehrt. Im März 2017 sind sie unser Start-up des Monats und außerdem auf der CeBIT vertreten. Das lexoffice Team ist natürlich auch dabei und wird einen Film drehen. Florian ist außerdem beim Investoren-Speeddating dabei 🙂 Wir interviewen heute für Euch Dr. Sebastian Wagner, Geschäftsführender Gesellschafter.

Geospin aus Freiburg: Big Data und Predicitive Analytics sowie Geo Deep Learning

Florian @lexoffice: Servus Sebastian, stellt euch doch mal kurz vor.

Sebastian: Hallo Flo, mein Name ist Sebastian und ich bin einer der fünf Gründer von Geospin. Wir sind eine Ausgründung aus der Smart City Forschungsgruppe der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und haben uns viele Jahre mit geographischen Datenanalysen beschäftigt.

Das Ergebnis: Wir unterstützen Firmen dabei, ihre Dienstleistung zur richtigen Zeit am richtigen Ort anzubieten und ihre Wertschöpfungskette zu optimieren. Dabei begleiten wir sie vom Anfang bis zum Optimum. Von der Datenaufbereitung, über die Analyse und die präzise Beantwortung Ihrer individuellen Unternehmensfragen, bis hin zur Berechnung von Zukunftsszenarien sind wir ein zuverlässiger Partner.

Florian @lexoffice: Ah, das hört sich interessant an. Wie kamt ihr denn auf diese Idee?

Sebastian: Angefangen hat alles etwa vor 3 Jahren, als wir festgestellt haben, dass eigentlich alles was Menschen machen – einkaufen, zu Mittag essen, Geld abheben, Sport treiben – an bestimmten Orten und zu ganz bestimmten Zeiten stattfindet. Ortsgebunde Daten sind zudem meist im Überfluss vorhanden, werden von Unternehmen aber noch nicht wirklich genutzt. Stell dir ein Carsharing-Unternehmen vor, welches 100 Fahrzeuge in einer Stadt anbietet. Das Unternehmen verdient natürlich nur Geld, wenn die Fahrzeuge auch genutzt werden. Fragen wie – Wo sollten die Autos stehen? Wann ist an einem Ort mit hoher Nachfrage zu rechnen? Welche Gebiete sollte man eher meiden? – sind daher essentiell für den Erfolg des Carsharers. Daher haben meine Mitgründer Johannes, Niklas, Tobias, Christoph und ich beschlossen, maschinelle Lernverfahren zu entwickeln, die extrem viele und unterschiedliche Datenquellen nutzten, um genau solche Fragen präzise zu beantworten.

Florian @lexoffice: Ok, das sind also die Co Founder – habt Ihr noch mehr Mitarbeiter?

Sebastian: Ja, Markus unterstützt uns bei der Projektumsetzung und Konstantin ist für den Bereich Social Media zuständig. Insgesamt sind wir also jetzt schon zu siebt und vermutlich bald zu acht, da wir gerade einen weiteren Entwickler für unsern zweiten Standort in Hannover einstellen.

Florian @lexoffice: Das ist ein spannender Markt, in dem ihr euch bewegt – gib uns doch mal paar Insights.

Sebastian: Mit unserem Geschäftsmodell schließen wir die Marktlücke zwischen Business-Intelligence-Angeboten und klassischen Geoinformationssystemen und machen damit die traditionelle Standortplanung überflüssig. Zudem haben in 2015 nur ein Viertel aller Unternehmen ihre Daten mit Hilfe von Big-Data-Lösungen und Analysetools, die einen geographischen Bezug ermöglichen, ausgewertet.

Im erster Linie richtet sich unser Angebot an Kunden aus dem Mobilitäts- und Mobilfunksektor sowie Filialisten. In diesen Märkten ist die optimale geographische Ausrichtung ein essentieller Bestandteil des unternehmerischen Erfolgs und unsere Verfahren können hier ihr Potential voll entfalten.

Florian @lexoffice: Wo geht die Reise hin?

Sebastian: Geospin soll in den kommenden Jahren „Hidden Champion“ in den Bereichen Machine Learning und Deep Learing mit speziellem Fokus auf geographische Fragestellungen werden. Wir haben letzten Monat unseren zweiten Standort in Hannover eingeweiht und wollen hier jetzt unsere Entwicklung weiter ausbauen. Geplant ist, die Lösung unseren Kunden mittels einer Softwareschnittstelle bereitzustellen. Dadurch können Analysen wiederholt und automatisiert durchgeführt werden. Abgerechnet wird dann auf Basis einer Lizenz.

Insgesamt wollen wir in den nächsten Jahren stark wachsen und suchen daher aktuell nach einem passenden Investor.

Florian @lexoffice: Was unterscheidet euch von der Konkurrenz? Gibt’s überhaupt welche?

Sebastian: Mit unserem speziellen Fokus auf geographische Analysen haben wir keine direkten Konkurrenten, jedoch Schnittstellen zu verschiedenen Disziplinen. Unsere Wettbewerber kommen im Wesentlichen aus drei Bereichen. Einerseits existieren verschiedene Business-Intelligence Lösungen, die jedoch kaum komplexe geographische Analysen ermöglichen. Andererseits gibt es Geoinformationssystemen (GIS), die sich aber auf die Visualisierung fokussieren und daher nur grundlegende Datenanalysen anbieten. Zu guter Letzt gibt es Beratungsunternehmen, die sich auf Standortplanung spezialisiert haben. Diese verwenden allerdings meist keine Big-Data-Ansätze und oder maschinelle Lernverfahren, sondern arbeiten ausschließlich mit klassische Methoden.

Florian @lexoffice: Wie organisiert ihr eure Buchhaltung?

Sebastian: Aktuell sind wir hier noch sehr pragmatisch unterwegs. Alle Rechnungen werden gesammelt, abgeheftet und an den Steuerberater weitergeben. Ich bin mir aber sicher, dass lexoffice hier für uns eine benutzerfreundlichere und zeitsparendere Variante im petto hat.

Florian @lexoffice: Stimmt. Schaut doch mal unter gruender.lexoffice.de vorbei für weiterführende Informationen und unser Förderprogramm für Gründer und Start-ups. lexoffice ist einfach die logische Wahl. Damit Ihr Euch ganz auf Euer Business konzentrierten könnt halt, wie die Teilnahme an der CeBIT.

Was erwartet ihr euch denn von der CeBIT?

Sebastian: Wir sind nun schon das zweite Jahr in Folge auf der CeBIT und wissen daher, was auf uns zukommt. Ziel wird es sein einerseits Großunternehmen direkt anzusprechen und deren Interesse an unseren Verfahren zu erkunden. Anderseits sind wir ja aktuell auf der Suche nach einem Investor der zu uns passt. Ich denke, die CeBIT ist hierfür keine schlechte Veranstaltung und wir werden sicherlich das ein oder andere spannende Gespräch führen.

Wir werden auch einen Wettbewerb direkt am Stand veranstalten, bei dem Messebesucher gegen unsere Verfahren antreten können. Unter allen Teilnehmen verlosen wir zudem Rucksäcke von Peak Design und eine GoPro Hero 5 – mitmachen lohnt sich also!

Florian @lexoffice: Hört sich gut an. Vielen Dank für das Interview und weiter viel Erfolg!

Start-up Geospin aus Freiburg

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