lexoffice Islandreise

Reise zum Hot Spot Island

Sich im Winter im vulkanwarmen Wasser treiben zu lassen, Wasserfälle von vorn, hinten, oben, unten und als Sprühnebel erleben, den Regenbogen über vom mittäglichen Sonnenaufgang pink angestrahlten Berggipfeln bestaunen – was einem nicht alles passieren kann, wenn man auf der photokina den Yeti entdeckt.

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Auf ins Land der Polarlichter

Fortuna, meine Hauskobolde und der Yeti haben es im letzten Jahr gut mit mir gemeint und mich eine mehrtägige Fotoreise zu einem höchst fotogenen Ort der Welt gewinnen lassen. Mitte Januar war es dann soweit – ich flog ins Land der Nordlichter.

Den Wintertermin hatte ich mir extra gewählt – sind doch dann die Chancen, Polarlichter zu erleben, eigentlich am höchsten. Eisige Temperaturen waren auch nicht zu erwarten, denn der Golfstrom sorgt für ähnliches Klima wie in Deutschland.

Und so war es dann auch – nach der Landung und dem Transfer ins Hotel hatte ich noch ein paar Stunden Zeit, das nächtliche – und regnerische – Reykjavik zu erkunden.

Am ersten Tag holte mich mein Guide Erik – wie konnte er anders heißen – ab, der mich wie auch den Rest der Reisegruppe während der längeren Busfahrten zu den Sehenswürdigkeiten mit zahlreichen Infos versorgte, meist unterhaltsam, mal kritisch, nie aufdringlich, sodass die insgesamt 630 Kilometer im Bus in den nächsten drei Tagen nie langweilig waren.

Barbara Neeb

Glückliche Gewinnerin und Autorin des Reiseberichts

Barbara Neeb übersetzt im normalen Leben Literatur aus dem Italienischen, Französischen und Englischen ins Deutsche. Und überlegt nach dieser Reise, ob sie nicht auch noch das höchst eigenwillige, aber wunderbar klingende Isländisch lernen soll.

Rund um Reykjavik – Blaue Lagune and more

Nach einer Stadtrundfahrt ging es auf die Halbinsel Reykjanes, wo nicht nur der Flughafen liegt, sondern auch eine Brücke zwischen den Kontinentalplatten, ein geothermales Kraftwerk und natürlich auch die berühmte „Blaue Lagune“. Ein wahres Hot-Spot-Erlebnis: Floaten im mineralhaltigen warmen Salzwasser, dazu eine Gesichtsmaske und ein Drink, umgeben von Selfie-begeisterten Mittouristen. Nach der Tiefenentspannung zeigte sich die Blaue Lagune vor den Toren des Spas ganz menschenleer und in ihrem märchenhaften Zauber, der wohl der Grund war, weswegen sie von National Geographic zu einem der 25 Weltwunder der Neuzeit gezählt wird. Danach brachte uns der Bus nach Hella, wo wir nach dem Abendessen zwar viel über Polarlichter erfuhren, wegen der dichten Wolkendecke aber leider keine zu Gesicht bekamen.

Ein wahres Hot-Spot-Erlebnis: Floaten im mineralhaltigen warmen Salzwasser, dazu eine Gesichtsmaske und ein Drink, umgeben von Selfie-begeisterten Mittouristen.

Barbara Neeb

Auf in den Süden Islands – frische Bio-Tomaten im Winter

Am nächsten Tag wurde es nass – in jeder Hinsicht. Denn es ging zu beeindruckenden Wasserfällen, neben und hinter die man auch laufen konnte – und ans Meer zur Black Beach. Naja, der Führer meinte, alle Strände in Island wären schwarz – aber der hier war mit seinen kantigen Gesteinsformationen schon ganz besonders malerisch. Und Eissturmvögel nisteten über uns. Außerdem standen noch ein Bauernmuseum mit den „Hobbit-Häusern“ und ein Gletscher auf die Ferne auf dem Besichtigungsprogramm. Am Abend hielten wir wieder Ausschau, doch die Wolkendecke riss zu spät auf – keine Polarlichter, dafür ein wunderschöner Sternenhimmel.

Früh aufstehen hieß es am nächsten Morgen, denn in der Nacht war Schnee gefallen, was die Straßen etwas glatt machte, aber dafür die Landschaft ganz zauberhaft eingezuckert war. Bei Sonnenaufgang ein geothermales Gewächshaus, in dem im hohen Norden Europas höchst biologisch Tomaten gezüchtet werden, und die berühmten Islandpferde.

 

Thingvellir – malerischer kann ein Parlament nicht tagen

Und dann kam mein persönliches Highlight – der Golden Circle. Geysir, Dampf aus dem Boden, der reißende Gullfoss-Wasserfall in wild zerklüfteter Schlucht und Schneeberge rundrum – kein Wunder, dass hier um die Ecke Game of Thrones gedreht wurde. Ganz zu schweigen vom Nationalpark Thingvellir. Auch hier wird schnell klar, warum die ersten Isländer an diesem Ort ihre Nationalversammlungen abhielten – die Landschaft ist einfach zu schön. Tja, und dann ging es auch schon wieder zurück nach Reykjavik, wo ich nach dem Stromern durch die Straßen doch noch zu Lichterspielen kam – in der Harpa, dem modernen Konzerthaus. Denn dort tanzen die ganze Nacht über bunte Lichter über die Fassade. Nach einer kurzen Nacht flog ich wieder zurück nach Deutschland und danke Fortuna, meinen Hauskobolden und dem Yeti – sowie dem lexoffice Team und Nordica-Reisen – für diese wunderbare Erfahrung.

Geysir, Dampf aus dem Boden, der reißende Gullfoss-Wasserfall in wild zerklüfteter Schlucht und Schneeberge rundrum – kein Wunder, dass hier um die Ecke Game of Thrones gedreht wurde.

Barbara Neeb
  • Fotos: Profilbild von Ebba Drolshagen, Reisefotos von Barbara Neeb
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