Google Penalties vermeiden

Google Penalties vermeiden

Vielen Website-Betreibern ist es gar nicht klar, dass sie nicht nur schlechteres Ranking riskieren, wenn sie sich nicht an die Regeln halten, die der Suchmaschinengigant Google vorgibt. Google Penalties können auch beinhalten, dass eine Internetpräsenz für die ersten Hunderte von auffindbaren Plätzen gesperrt ist – oder sogar ganz aus dem Index fliegt, was natürlich sowieso fast aufs Gleiche herauskommt.

Auch sonst gibt es oft Missverständnisse rund um die sagenumworbenen Google Penalties, deswegen haben wir uns das anstehende Update für den Google Algorithmus zum Anlass genommen, uns mit diesen Anforderungen, aber auch mit den Penalties im Allgemeinen zu beschäftigen.

Update für den Google Index bzw. den Algorithmus

Im Mai 2016 wird Google offiziell das nächste große Update ausrollen, das dem so genannten „Mobilegeddon“ aus dem Vorjahr folgt und es verschärft bzw. verfeinert. Mobilegeddon war ein Schuss vor den Bug aller Internetseiten, die auf mobilen Endgeräten nicht vernünftig dargestellt werden konnten – das von Google nun angekündigte Update dieser Maßnahme soll wieder Präsenzen betreffen, die noch nicht ausreichend „mobile“ oder responsive https://www.lexoffice.de/blog/fits-fuers-mobile-web/ sind.

Google erklärt aber parallel sofort, dass herausragender Content, der auch häufig geklickt wird, immer noch genau so wichtig ist – trotzdem wird der noch relativ frische Rankingfaktor „Mobile Friendly“ jetzt weiter verstärkt.

Das ist immerhin eine klar nachvollziehbare Anforderung, auf die jeder Webmaster sich mit entsprechendem Vorlauf einstellen kann. Nicht alle Rankingkriterien von Google sind so transparent, neben der Liste der 200 allgemein als einflussreich geltenden Faktoren gibt es noch unzählige weitere Details, an denen ständig Verfeinerungen vorgenommen werden, um den Nutzern die optimale Sucherfahrung zu bieten.

Außerdem gibt es noch die Google Richtlinien für Webmaster. An diesen Qualitätsrichtlinien sollte sich jeder Webmaster dringend orientieren, der mit seinen Seiten im Google Index auftauchen und ein brauchbares Ranking erzielen will.

Wer eine Website betreibt, die kein bisschen möbilgerätefreundlich ist, riskiert zwar langfristig große Rankingverluste im Vergleich zum Wettbewerb, aber noch längst keine Penalty.

Google Penalties: So können die Abstrafungen aussehen

Von Google abgestraft zu werden und keine Chance mehr darauf zu haben, mit dem eigenen Internetangebot über die große Suchmaschine gefunden zu werden, ist wohl einer der größten Alpträume in einer Zeit, in der Rankings und Auffindbarkeit den Umsatz bestimmen.

Tückisch an einer Penalty ist, dass man gar nicht jede sofort bemerkt. Einige setzen nach und nach ein, dann sinkt die Seite kontinuierlich im Ranking und ist dann nicht mehr auffindbar, andere machen gefühlt „Peng!“ und man ist sofort raus.

Für eine Google Penalty kann einerseits eine manuelle Herabstufung der Grund sein, weil das Webspam-Team von Google irgendwelche Ungereimtheiten bemerkt hat und die Seite deswegen abstraft. In dem Fall findest Du in den Google Webmaster Tools in den Systemnachrichten einen Hinweis – oder Du aktivierst die Mailbenachrichtigung und wirst sofort informiert, sobald sich rund um Deinen Account etwas tut.

Die andere Möglichkeit, sich Google Penalites einzufangen, besteht darin, eine Website zu betreiben, die in einen Algorithmus-Filter gerät. Du machst auf Deiner Seite dann etwas, das nach und nach dazu führt, dass Dein Ranking immer weiter sinkt.

Der Rankingverlust kann also auch das Resultat eines algorithmischen Filters sein, der auf Deiner Webseite Muster erkennt, die auf einen Verstoß gegen die Google Richtlinien hinweisen.

Die einfachste Stufe ist eine Keyword-Penalty, die sich nur darauf bezieht, dass bestimmte Begriffe an Position verlieren, während die anderen Keywords weiter ranken.

Betroffen sein kann aber auch eine einzelne Seite (URL-Penalty) oder ein Ordner (Folder-Penalty), eine Subdomain oder Domain oder der „Page Rank“, der dann an Punkten verliert.

Die schlimmste Stufe einer Penalty ist jedoch das Sperren einer kompletten Site für den Google-Index. Wenn die Webmaster-Tools oder die Site-Abfrage – in Google site:http://deineadresse – abfragen – dir verraten, dass keine Seiten von dir mehr im Index sind, bleibt dir nichts übrig, als systematisch jede Fehlerquelle zu bereinigen, die angemerkt wird und anschließend geduldig und hoffnungsvoll einen so genannten Reinclusion Request zu stellen.

Was tun bei einer Penalty – und wie vermeidet man sie?

Vermeiden kannst Du eine Penalty, indem Du Dich sehr strikt an die Qualitätsrichtlinien hältst.

Wenn Du den Verdacht hast, dass es Deine Seite trotzdem erwischt hat, solltest Du zuerst in den Webmaster-Tools nachschauen, ob es eine Nachricht gibt – und dann die Strukturen Deiner gesamten Webpräsenz prüfen, ob ein Scriptfehler zum Beispiel Duplicate Content auslöst.

Das geht am besten und schnellsten mit einer Toolbox für Suchmaschinenoptimierung wie die Toolboxen von Sistrix und Onpage.org, die auf Logikfehler, Strukturprobleme, Ladezeiten, fehlende Details und vieles mehr hinweisen.

Anschließend reichst den Antrag auf erneute Überprüfung in der Search Console ein. Die Bearbeitung des Antrags kann einige Tage dauern, er wird entweder genehmigt oder abgelehnt.

Wenn der Antrag genehmigt wird, wird die Penalty aufgehoben.

Wenn der Antrag abgelehnt wird, liest du am besten “Häufige Probleme beim Antrag auf erneute Überprüfung” weiter unten in den Qualitätsrichtlinien durch und beherzigst jeden Hinweis, bevor Du die Überprüfung noch einmal beantragst.

Anders geht es nicht – Du hast keine andere Möglichkeit, als es so lange mit Qualität und Einhaltung der Richtlinien zu versuchen, bis Du wieder in den Index darfst oder Deine Rankings zurückbekommst.

25.04.2016