Influencer Marketing

Influencer Marketing für Start-ups und Existenzgründer

Influencer Marketing, übersetzt mit „Meinungsmacher-Marketing“, bedeutet: Von der Glaubwürdigkeit durch Empfehlungen profitieren. Diese Marketing-Maßnahme setzt darauf, auf das Image oder die Reichweite einflussreicher Blogger oder Autoren aufzuspringen und durch diese Multiplikatoren zu profitieren.

Menschen, deren Meinung etwas gilt, weil sie gut vernetzt sind und viele Fans, Follower und/oder Freunde haben, „beeinflussen“ diese durch eine authentische Berichterstattung positiv und steigern Bekanntheitsgrad und Umsätze. So ist zumindest die Idee hinter Influencer Marketing.

Die größte Herausforderung für Firmen und Agenturen besteht darin, geeignete Influencer nicht nur zu identifizieren, sondern auch noch mit ihnen ins Geschäft zu kommen. Hilfreich ist hierbei eine Influencer Marketing Strategie. Weil das Auffinden und die Pflege von Meinungsmachern so komplex sind, bezeichnet Influencer Relations den Prozess, diese Art von Geschäftsbeziehung zu hegen und zu pflegen.

Influencer Marketing – wie misst Du die Erfolge?

Die von den “Influencern” produzierten Inhalte sind keine Anzeigen und dürfen auch nicht wie Werbung klingen, wenn die Strategie aufgehen soll. Trotzdem wird von Firmen, die mit einem Influencer ins Geschäfts kommen, oft ein vergleichbares Ergebnis wie bei einer Werbeanzeige erwartet: Impressionen, CPC, Reichweite. Man kann diese KPI natürlich auch bei Kampagnen im Influencer Marketing messen, aber sie besitzen nicht die nötige Aussagekraft. Denn beim Arbeiten mit Meinungsmachern kommt es auf andere Faktoren an.

Natürlich ist Reichweite ein Thema und besonders begehrt sind Influencer mit hohen Abonnentenzahlen. Aber Popularität alleine ist noch kein Kriterium, sonst könntest Du ja einfach bei Youtube oder Twitter einen Klamauk- oder Beauty-Account suchen, auf dem Hunderttausende von Fans sich über Hamster in Häkelwesten amüsieren und ähnliches. Die meisten Influencer Kampagnen sind aber doch deutlich cleverer aufgesetzt, als einfach nur Geld auf einen irgendwie möglichst gut besuchten Kanal zu setzen und zu hoffen, dass es auf einige User wie gewünscht wirkt.

Influencer Marketing – die Erweiterung Deines Schaufensters online

Branche oder Thema müssen ebenso passen wie die Anmutung des Umfelds, in dem Du Marketing platzieren möchtest. Reichweite fließt zwar mit ein, aber Followerzahlen sind nicht alles. Es sollte auch Interaktion auf dem Account vorhanden sein, die wiederum ist schwierig zu messen. Oft musst Du viele Accounts ähnlicher Größenordnungen akribisch vergleichen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wo sich wirklich Austausch tut.

Die Views auf Blogs und die Interaktion auf Kanälen wiederum solltest Du dann in Bezug zur Anzahl der Follower setzen: Wer bei 100.000 Fans ein paar Hundert Comments in der Woche hat, ist nicht so interessant als Partner wie ein Account mit 5.000 Fans, auf dessen Beiträgen der sprichwörtliche Bär tanzt und rege Diskussionen stattfinden.

Es kann auch sein, dass Du die besten Influencer durch Befragungen Deiner Zielgruppe findest. Wenn Du auf Networking-Events und Branchenmessen ins Gespräch kommst, solltest Du unbedingt danach fragen, wen und was die anderen alles gerne lesen.

Influencer Marketing – darauf solltest Du achten

Wie Du Influencer auswählst, kommt sehr auf Deine Ziele an. Um ein Gewinnspiel zu lancieren, Coupons zu verteilen oder ein Angebot anzupreisen, könntest Du mit wesentlich weniger Aufwand auch normale Anzeigen nehmen. Wer aber gute Inhalte mit der eigenen Marke verbinden möchte und gleichzeitig die so genannte Community aufbauen möchte oder auf regionale Events setzt, benötigt die passende Influencer Relations und Marketing Strategie.

Auf jeden Fall benötigst Du Meinungsmacher, die auf Qualität und Sorgfalt setzen. Die Accounts dürfen nicht “SPAM-my” sein, sondern sollten liebevoll gepflegt und sorgfältig aufgebaut worden sein. Denn sie sind quasi die Erweiterung Deines Schaufensters.

Es geht gar nicht darum, möglichst vielen Menschen eine Werbebotschaft näher zu bringen. Sondern darum, die richtigen Personen in einem Umfeld zu erreichen, das ihr Vertrauen weckt und die Information viel besser verpackt als jede Anzeige es könnte.

Influencer Relations – die richtigen Blogger finden

Welche Influencer für Dich arbeiten, ist außerdem ein Image-Faktor. Erfolgreiche Meinungsmacher lassen sich nicht für Schrottkampagnen verwerten, sie wählen ebenso sorgfältig aus wie Du. Aus diesem Grund ist Reichweite auch nicht der entscheidende KPI. Außer es geht um simple Product Placements, die weder etwas mit einer Story noch mit qualitativ hochwertigen Inhalten zu tun haben.

Die berüchtigten “Blogger für Warenproben” kosten Dich nicht viel, bringen Dir aber auch nichts außer ein paar Backlinks, die obendrein noch mit Vorsicht zu genießen sind, wenn sie “gekauft” wirken. Denn gekaufte Links werden von Google abgestraft.

Influencer Marketing kann bedeuten, die bekanntesten Blogger einer bestimmten Community zu einem Event einzuladen, um ihnen Dein Unternehmen vorzustellen. Vom Beautyblogger-Brunch bis zum Reiseblogger-Roadtrip, von der Fotosafari bis zum gemeinsamen Foodblogger-Workshop war schon alles dabei.

Influencer Relations – Best Practice als Anregung

Deine Strategie kann aber auch darin bestehen, Blogger in ihrer natürlichen Umgebung zu besuchen und gemeinsam ein Video zu machen, wenn sie Dein Produkt testen. Oder Du stellst Dein Angebot zur Verfügung und sie dürfen damit nach Belieben verfahren und dokumentieren, was ihnen dazu eingefallen ist.

Beispiele für skurriles oder erfolgreiches aus dem Bereich des IM gibt es reichlich. Was für Dich die passende Aktion ist, findest Du übrigens am besten heraus, wenn Du danach fragst – den einen oder anderen Influencer selbst nämlich.

11.11.2016