Existenzgründung ist spannend, doch die Zeit der Gründung hat auch ein Schreckgespenster auf Lager. Informiert gründen ist eine Voraussetzung für Erfolg.

Informiert gründen: Über Unwissenheit, Fehler und Aufschieberitis

Existenzgründung ist spannend, doch die Zeit der Gründung hat auch ihre Schreckgespenster auf Lager.

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»Wird schon schiefgehen« ist eine Haltung, die im Leben oft ganz hilfreich sein kann. In der Gründungsphase? Eher nicht. Informiert gründen und sich das nötige Wissen für den eigenen Berufsstand aneignen und aktuell halten, das ist der Weg zum Erfolg.

Was uns wie eine unangenehme Pflicht erscheint, schieben wir oft auf die lange Bank. Dabei macht alles von Buchhaltung bis Marketing mehr Spaß mit den richtigen Werkzeugen und Wissen. Das Falten von Papierfliegern übrigens auch.

Schnell sein ist nicht alles: Informiert gründen ist wichtig

In der Gründungsphase haben frischgebackene Selbständige viel zu tun. Deshalb besteht immer die Gefahr, dass der Erwerb von Wissen auf der Strecke bleibt. Darin lauert eine echte Gefahr! Dabei reichen schon wenige Überlegungen und Werkzeuge, damit der Traum von der Gründung auch wirklich einer bleibt und nicht zum Albtraum mutiert.

Als Gründer*innen brennst du für deine Geschäftsidee und willst natürlich in erster Linie dein Business möglichst schnell zum Laufen bringen. Marketing für das eigene Angebot, die Entwicklung des Angebots und der Vertrieb stehen im Mittelpunkt und schnell gerät beinahe in Vergessenheit: In Deutschland hat eine Existenzgründung auch mit viel Bürokratie zu tun. Du hast unternehmerische Pflichten, und die solltest du erfüllen.

Drei wichtige Tipps für einen reibungslosen Beginn

1. Vor der Gründung Zeit einplanen

Noch bevor du kündigst oder einen Gewerbeschein anmeldest, solltest du dich unbedingt über alle relevanten Aspekte der Selbständigkeit umfassend informieren und Wissensseiten im Internet, Ratgeber, Institutionen und Veranstaltungen rund ums Thema konsultieren.

2. Mit den passenden Tools von Anfang an durchstarten

Unbedingt solltest du smarte Software einbinden, die dir von Anfang an dabei hilft, den Unternehmeralltag professionell zu gestalten.

3. Ermittle deinen Bedarf an Zeit und Geld für Gründung und Fortbildung

Investitionen sind nötig, damit alles gut läuft und auch so bleibt. Von Anfang an solltest du wissen, was du noch lernen musst und willst.

Wo sich Gründer*innen informieren können

Ein guter Start in die Selbständigkeit sind die Informations-Veranstaltungen, die von regionalen IHKs und örtlichen Finanzinstituten angeboten werden. Schau dich bei den Coworking Spaces in deiner Region um, die meisten arbeiten mit Vereinen oder Firmen zusammen, die Angebote für Gründer haben.

Es gibt zahlreiche gute informative Websites wie die vom Bundesministerium für Wirtschaft https://www.existenzgruender.de, viele Gründerportale und -plattformen mit dem Schwerpunkt Information für Existenzgründer.

Du kannst dich außerdem auf dem XING Eventmarkt und in thematisch passenden Facebook-Gruppen umschauen, wenn du dich vernetzen und vor Ort informieren willst.

Selbständige Unternehmer sind auch nur Menschen – und verhalten sich entsprechend. Das bedeutet, dass es leider oder glücklicherweise ganz normal ist, Unangenehmes auf die lange Bank zu schieben. Aufschieberitis hat meist gar nichts mit Faulheit zu tun. Sondern damit, dass du es erst schaffen musst, den Berg aus Erwartungshaltung und negativer Selbsteinschätzung in Angriff zu nehmen, der zwischen dir und der Tatkraft steht.

Sobald du einen guten Weg gefunden hast, eine Aufgabe erfolgreich zu erledigen, hast du ein positives Selbstbild und die Prokrastination fällt nicht mehr so drastisch aus, du trödelst nicht mehr herum und legst einfach los. Das klappt meistens gut bei Marketing-Aufgaben, die sind kreativ und machen Spaß.

Doch auch der perfekteste Marketingplan gleicht keine katastrophale oder gar fehlende Buchhaltung aus. Gegen Aufschieberitis hilft nur eines: das Richtige tun! Das bedeutet: notwendige Unterstützungsmaßnahmen ergreifen, Transparenz ins Dunkel bringen und das Projekt angehen, bevor es zu spät ist und sich dadurch noch größere Probleme anbahnen könnten.

Buchhaltung und Steuererklärung: Pflichten mit Gruselfaktor?

Es wird dir nie möglich sein, dich ausschließlich um dein Angebot oder deine Kunden kümmern zu können. Du bist Marketingmanager, Vertriebsleiter, Administration in einem und auch die Buchhaltung will erledigt werden – von Steuererklärungen ganz zu schweigen. Wer seine Buchhaltung nicht im Griff hat und keinen Überblick über seine beruflichen Finanzen besitzt, läuft Gefahr, ausstehende Zahlungen nicht leisten zu können.

Denn dann besteht auch die Gefahr, dass du nicht ausreichend Rücklagen bildest. Damit du immer den finanziellen Überblick hast, brauchst du eine flexible und einfach zu bedienende Buchhaltungslösung wie lexoffice, mit der du auch deine Rechnungen schreiben kannst – und am besten auch gleich ein smartes Konto, das mitdenkt: Das Kontist Geschäftskonto beispielsweise legt automatisch deine Rücklagen für die Steuerzahlungen für dich zur Seite.

Apps und Tools für jede Aufgabe, die Gründenden begegnet

Als Freelancer brauchst du nichts weiter als die handelsübliche Hardware und einen Internetzugang, um dich mit allen benötigten Werkzeugen aus der Cloud zu versorgen. Es gibt Lösungen für jeden Geldbeutel.

  • Foto: Adobe Stock Lightfield Studios
Über den Autor
Carola Heine
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