Interview Maximilian Buddenbohm

Familie und Beruf: Interview mit Maximilian Buddenbohm

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Der Hamburger Buchautor, Astrologe und Kolumnist Maximilian Buddenbohm hat nicht nur unser Buchhalter-Horoskop verfasst, er arbeitet auch als Controller und bloggt unter www.buddenbohm-und-soehne.de über sein Leben und seine Familie.

An Beschäftigung mangelt es ihm also nicht und wir freuen uns, dass er trotzdem Zeit für unsere Interview-Fragen gefunden hat.

lexoffice: Du bist Vater von zwei Söhnen – wie alt sind die zwei, und wo befinden sie sich gerade?

Maximilian: Die sind vier und sechs und gerade in der Kita, bzw. in der Vorschule.

lexoffice: Wie sieht ein normaler Arbeitstag für dich aus? Wie die Aufgabenteilung mit deiner Frau?

Maximilian: Meine Frau und ich arbeiten beide sechs Stunden im Büro, danach übernimmt einer von uns beiden die Kinder, das kommt auf anstehende Termine an.

Also ein Elternteil steht auf dem Spielplatz oder geht zum Schwimmen oder was so anfällt, der andere Teil kann sich jeweils um Erwachsenenprojekte kümmern.

Manchmal hat auch jeder ein Kind dabei, wenn sie unterschiedliche Termine haben. Auch am Abend wechseln wir uns ab – einer sitzt am Schreibtisch, einer bringt die Kinder ins Bett.

lexoffice: Was passiert, wenn ein Arbeitstag nicht normal läuft, weil die Betreuungssituation sich spontan ändert?

Maximilian: Dann klären wir kurz, wer im Büro entbehrlicher ist. Das fällt tatsächlich in etwa 50:50 aus. Je nachdem, wer an dem Tag einen Kundentermin hat etc.

lexoffice: Was sind die größten Herausforderungen in deinem Arbeitsalltag?

Maximilian: Die größte Herausforderung ist, noch Freizeit zu haben. Freizeit im Sinne von Bewegung zum Beispiel. Das ist schwer, das ist sogar sehr schwer, der Tag hat einfach zu wenig Stunden.

Und ich kann anderen Eltern nur einen Tipp geben: Zeiten teilen.

Wo immer es geht. Nichts ist besser und vernünftiger, als sich konsequent bei fast allem abzuwechseln. Und bei uns hat sich auch bewährt, die Hausarbeit diskussionsfrei ein für allemal aufzuteilen.

lexoffice: Glaubst du, dass an Väter andere Anforderungen gestellt oder Erwartungen gerichtet werden als an Mütter?

Maximilian: Nein, das glaube ich nicht. Ich glaube, das viele Väter das sehr gerne so hören möchten, weil es das für sie einfacher macht, sich hinter ihrem tollen und ach so unentbehrlichen Vollzeitjob zu verstecken, aber ich erlebe das gar nicht so.

Das klassische Modell kam für uns gar nicht in Frage, aber gar nicht einmal wegen der Kinder, sondern wegen meiner etwas bunten beruflichen Interessen.

Ich wollte nicht mehr 10 Stunden an jedem Tag nur einen Job machen, deswegen habe ich da schon vor den Kindern etwas umgestellt.

lexoffice: Was würdest du gerne ändern, kannst es aber nicht beeinflussen?

Maximilian: Ich hätte gerne ein Zimmer mehr, aber der Wohnungsmarkt in Hamburg-Mitte ist dagegen. Ein Zimmer mehr würde vieles erleichtern.

lexoffice: Mit Kindern ist vieles nicht planbar. Wie wichtig sind geregelte Abläufe für dich, wie gehst du damit um, wenn Pläne immer wieder umgeworfen werden müssen?

Maximilian: Ich gehe stets vom Chaos aus. Ich habe Kinder, ich lebe im Chaos.

lexoffice: Wer kümmert sich denn bei euch Buchhaltung und Steuern?

Maximilian: Meine Frau. Komplett. Ich habe nicht die allerleiseste Ahnung davon.

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Vielen Dank, Maximilian Buddenbohm!
www.buddenbohm-und-soehne.de

Über den Autor
Carola Heine
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