Investitionen werden spannender

Investitionen sollen rückwirkend steuerlich spannender werden

Vor allem Investitionen sind ein eigenes Fachgebiet, wenn sie junge Firmen betreffen. Start-ups und Existenzgründer sind also auf professionelle Unterstützung durch Steuerberater angewiesen, um teuer Fehler zu vermeiden. Aber auch, um immer das volle Potenzial neuer steuerlicher Möglichkeiten zu nutzen.

Denn Steuergesetze, ihre Änderungen und Ergänzungen sind so umfangreich, dass Du es als Gründer nicht schaffen kannst, Dich alleine umfassend über jede Neuerung zu informieren.

“Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der steuerlichen Verlustverrechnung bei Körperschaften”

Ein Steuerberater hilft Dir dabei, auch schon in der Existenzgründungsphase Verluste und Investitionen steuerlich so zu verrechnen, dass es Deinem Business nutzt. Das ist vielleicht auch für Dein Unternehmen spannender und aktueller, als es klingt.

Denn Investieren soll nun rückwirkend steuerlich interessanter werden. Die Bundesregierung will die Rahmenbedingungen für die Kapitalausstattung und das weitere Wachstum von Unternehmen verbessern und hat dazu den “Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der steuerlichen Verlustverrechnung bei Körperschaften” beschlossen.

Eine neue Regelung für die steuerliche Verrechnung von Verlusten bei Körperschaften soll Hemmnisse bei der Kapitalausstattung von Unternehmen beseitigen. Zitat: „Das Vorhaben entspricht einer nachhaltigen Entwicklung insbesondere der wirtschaftlichen Zukunftsvorsorge, indem es gute Investitionsbedingungen schafft und damit Wohlstand dauerhaft erhält.“

Die aktuell geltende Vorschrift zum Verlustabzug bei Körperschaften regelt nämlich, dass nicht genutzte Verluste wegfallen, wenn Anteilserwerbe an einer Körperschaft in bestimmter Höhe stattfinden (§ 8c KStG).

Geplant ist zukünftig, dass Unternehmen, die für ihre Finanzierung auf die Neuaufnahme oder den Wechsel von Anteilseignern angewiesen sind, momentan nicht genutzte Verluste weiterhin steuerlich berücksichtigen können sollen. Das gilt, sofern sie denselben Geschäftsbetrieb nach einem Anteilseignerwechsel fortführen.

Der Verlustwegfall nach § 8c KStG soll nicht eintreten, wenn die Körperschaft die nachfolgenden Bedingungen erfüllt. Der seit drei Jahren bestehende Geschäftsbetrieb bleibt nach dieser Regelung unverändert. In die Körperschaft dürfen keine Wirtschaftsgüter unterhalb des gemeinen Wertes eingebracht werden. Die Körperschaft darf sich nicht an einer Mitunternehmerschaft beteiligen.

Die Körperschaft darf auch kein Organträger sein bzw. werden. “Eine Organschaft für Zwecke der Körperschaftsteuer (§ 14 KStG) und Gewerbesteuer (§ 2 Abs. 2 Satz 2 GewStG, so genannte Betriebsstättenfiktion) bewirkt grundsätzlich eine Zurechnung aller Gewinne und Verluste der Organgesellschaft (Tochtergesellschaft) zu denen des Organträgers (Muttergesellschaft)”, siehe Wikipedia.

Achtung: Das Gesetz wird rückwirkend zum 1. Januar 2016 in Kraft treten.

Werden diese Bedingungen nicht mehr erfüllt, entfällt der noch bestehende so genannte “fortführungsgebundene Verlustvortrag” zum Zeitpunkt des Wegfalls der Bedingungen.

Das Gesetz soll rückwirkend zum 1. Januar 2016 in Kraft treten. Besonders junge Firmen wie Start-ups und innovative Gründungen profitieren von diesem Gesetzesentwurf, der die Beseitigung steuerlicher Hemmnisse bei der Unternehmensfinanzierung durch Neueintritt oder Wechsel von Anteilseignern zum Ziel hat.

Ob Du von der neuen Regelung profitieren kannst, kann Dein Steuerberater Dir sagen. Ebenfalls, wie Du sie in Anspruch nehmen kannst.