lexoffice stellt Euch das Start-up des Monats Mai 2017 vor: Jicki

Unser Start-up des Monats: Jicki

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Unser Start-up des Monats Mai ist Jicki, dessen Team sich vorgenommen hat, das Erlernen von Sprachen zu vereinfachen. Das nennen sie „Audio-Sprachduschen“. Dank entspannender Musik und den rhythmisch gesprochenen Vokabeln gelangt der Hörer in einen besonders aufnahmebereiten Zustand, in dem sich erfolgreiches Sprachenlernen nicht vermeiden lässt.

Wir freuen uns, dass Helge von Jicki Zeit für ein Interview mit uns gefunden hat.

Florian: Hi Helge, stell euch doch mal kurz vor.

Helge: Hallo Florian, ich bin einer der 5 Gründer von Jicki. Jicki ist eine E-Learningplattform für webbasiertes Lernen.
Hier entwickeln und vertreiben wir Audiosprachkurse, zum leichten und schnellen Spracherwerb. Wir zeichnen uns durch die besondere Jickilearning-Methode aus. Diese Methode basiert auf dem auditiven und passiven Fremdsprachenerwerb in entspannter Lernatmosphäre. Dies führt zu deutlichem schnellerem Lernerfolg und das Lernen lässt sich sehr gut und in den Alltag integrieren.

Florian: Ah, das hört sich interessant an! Was genau ist auditives Lernen? Und wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Helge: Überleg mal, wie du deine Muttersprache gelernt hast: Über Grammatik und Karteikarten? Bestimmt nicht! Du hast einfach nur die Sprache auf dich wirken lassen und irgendwann angefangen, auch selber zu sprechen. Dabei warst du völlig entspannt und alle um dich herum – auch du – waren sich sicher, dass du das früher oder später perfekt können wirst.

Du warst also in deinem Lernprozess völlig frei von Druck. Vereinfacht ausgedrückt haben wir diese Erkenntnisse zusammengenommen und daraus einen Sprachkurs entwickelt, mit dem du durch hören und nachsprechen schnell deine Sprachkompetenz in einer Fremdsprache verbesserst. Man duscht sich quasi in der Fremdsprache, weshalb wir unsere Kurse auch Sprachduschen nennen. Unsere Methodik wird auch von der aktuellen Spracherwerbsforschung gestützt.

Auf die Idee bin ich in meinem Studium gekommen. Ich musste doch recht viel auswendig lernen, was viel Zeit in Anspruch genommen hat. Also bin ich losgezogen und habe nach einer Methode gesucht, die mir das Auswendiglernen erleichtert und bin auf die Superlearning Methode gestoßen. Nach dieser Methode habe ich mir meine Lernstoffe rhythmisch eingesprochen, mit Musik unterlegt und dann meinen Lernstoff beim Kochen, Putzen, Bahnfahren usw. angehört. Das hat bei mir und meinen Kommilitoninnen und Kommilitonen so gut funktioniert, dass ich auf die Idee kam daraus Sprachkurse zu entwickeln.

Florian: Dafür braucht ihr sicherlich einige Mitarbeiter, oder?

Helge: Es geht. Da wir kein physisches Produkt anbieten, brauchen wir uns nicht um verpacken, verschicken usw. zu kümmern. Klar, die Produktion bzw. Entwicklung einer Sprachdusche ist recht aufwendig und zeitintensiv, aber danach müssen wir vor allem Marketing machen. Der Großteil unseres Teams ist deshalb auch mit Marketing beschäftigt. Aber ein paar mehr Leute würden uns schon gut tun – Grinst
Florian: Was genau ist das Ziel eures Start-ups und was ist das Besondere daran?

Helge: Unser Ziel ist es, der führende Anbieter für auditives und passiv-intuitives Lernen zu werden. Das Besondere daran ist definitiv die Methodik. Während alle anderen Anbieter weiterhin davon ausgehen, dass man Sprache über Grammatikerwerb und reinem Aufbau von Wortschatz erlernt und dabei immer aktiv und konzentriert sein muss, drehen wir das ganze um: wir fangen bei dem Sprachgefühl an und bauen darauf die Konversationskompetenz auf. Das ist wichtig, um eine Sprache auch aktiv sprechen zu können.

Du kennst es sicher aus der Schulzeit: Du hast Fremdsprachen gelernt, aber wenn Du sie anwenden wolltest, hast Du keinen sinnvollen Satz formulieren können. Mit Jicki erwirbst Du die Grammatik dabei ganz automatisch.

Florian: Spannender Markt, in dem ihr euch bewegt – gib uns doch mal paar Insights.

Helge: Der Bildungsmarkt ist z.B. nach dem Gesundheitsmarkt, der am schnellsten wachsende Markt überhaupt. Deshalb gibt es auch so viel Konkurrenz 🙂

Florian: Was unterscheidet euch von der Konkurrenz? Gibt es denn welche?

Helge: Die Methodik habe ich schon genannt. Auch unser didaktisches Konzept ist sehr viel fundierter und zeitgemäßer. Dadurch ist der Spracherwerb mit Jicki tatsächlich nachhaltig, effizient und dabei niemals anstrengend.

Florian: Wo geht die Reise hin? Wo seht ihr euch in 5 Jahren?

Helge: Wir haben mit Jicki Großes vor und wollen den Bildungsmarkt umkrempeln. Es kann nicht sein, dass Bildungsformen sich im Verhältnis zur z.B. technischen Entwicklung eine so langsame Veränderung aufzeigen. Das wollen wir ändern. In 5 Jahren sehe ich Jicki als internationales Unternehmen, dass für auditives und passiv-intuitives Sprachenlernen bekannt ist. Unsere Vision sind außerdem weitere spannende Lernprodukte zu entwickeln.

Florian: Was waren bisher die größten Schwierigkeiten, die ihr auf eurem Gründungsweg überwinden musstet?

Helge: Hmm, das kann ich so gar nicht so einfach sagen. Mal sind es finanzielle Engpässe, mal die Frage in welche Richtung sich Jicki entwickeln soll und mal so was profanes, wie man mit wenig Geld in Freiburg ein anständiges Büro finden kann. Aber so richtig „große“ Schwierigkeiten kann ich bisher zum Glück noch nicht benennen.

Florian: Habt ihr als Freiburger Startup einen Standortnachteil?

Helge: Ja und Nein. Klar Freiburg ist nicht Berlin, wo es viele Programme für Startups gibt, sich eine Menge Investoren herumtreiben und gefühlt eigentlich jeder gründen will. Aber genau das macht Freiburg auch wieder vorteilhaft.
Hier ist man nicht einer von vielen der mit viel Kraft und Anstrengung auf sich aufmerksam machen muss. Und in Freiburg tut sich auch einiges was Startup-Kultur angeht, durch den Grünhof und große Unternehmen wie die Haufe Group oder den Herder-Verlag. Also ich finde Freiburg einen durchaus guten Standort um ein Startup zu gründen.

Florian: Was erwartet ihr euch von unserem Startup-Programm?

Helge: Wir freuen uns darauf, durch euch 4 Wochen begleitet zu werden und dass wir mit euch zum Heureka nach Berlin fahren dürfen und so die Möglichkeit erhalten mit Investoren ins Gespräch zu kommen. Siehst du, man kann ja auch jederzeit nach Berlin fahren, wenn man was braucht 🙂

Florian: Stimmt. Vielen Dank für das spannende Interview, Helge von Jicki!

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Nicht vergessen: Unter gruender.lexoffice.de könnt Ihr Euch als Start-up des Monats bewerben und Euch generell über das lexoffice Förderprogramm informieren.

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