Klappern gehört zum Handwerk - setz Dich erfolgreich gekonnt in Szene

Klappern gehört zum Handwerk – gekonnte Selbstvermarktung ist wichtig

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Die schwierigste Herausforderung für die meisten Einzelunternehmer, aber auch andere Selbstständige ist Selbstvermarktung. Klappern gehört zum Handwerk, kostet aber auch Überwindung. Wer sich nicht in Szene setzt, verliert vielleicht gegen Wettbewerber, die gar nicht besser sind, sondern nur lauter. Die richtige Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen ist eine Aufgabe, denn übertreiben solltest Du auch nicht.

Wie also kannst Du Dich und Dein Angebot sinnvoll vermarkten, ohne Dich zu verbiegen? Dir einen Ruf aufbauen, der auch wirklich weiterhilft? Wichtig ist vor allem, dass Du authentisch bleibst und nur Dinge für Dein Impression Management in Angriff nimmst, die auch wirklich zu Dir passen.

Klappern gehört zum Handwerk – aber das authentische Klappern im richtigen Takt

Ein feiner Grad unterscheidet erfolgreiches Networking von herkömmlicher Vertriebs-Penetranz. Jeder kennt Menschen, deren Vertriebsanliegen man im Gespräch nicht entkommen kann. Zu denen möchtest Du vermutlich nicht gehören. Statt Dich und Dein Können anzupreisen, solltest Du zum kompetenten Zuhörer werden.

Denn „dieses Problem kann ich für Dich lösen“ funktioniert tausendmal besser als „Kennst Du schon mein Sonderangebot?“

Oft verfallen Experten eines Sachgebiets in eine Sprache, die Professionalität signalisieren soll. Vor allen im technischen Bereich und wenn es um Marketing-Themen geht, strotzt dann jeder Satz vor Fachausdrücken oder gar beliebten Buzzwords. Auch Website-Texte tendieren dazu, auf „Fachchinesisch“ zu sein.

Welche Sprache passt wann? Achte auf den Anlass, ohne Dich zu verbiegen

Einerseits wirkst Du natürlich recht kompetent, wenn Du das Vokabular Deines Fachgebiets eloquent beherrschst. Andererseits müssen Deine Kunden Dich inhaltlich verstehen, denn darauf kommt es am Ende an. Ob Du eine klare und vereinfachte Ausdrucksweise rund um Ziele und Prozessschritte nutzt oder „Insider“-Sprech, hängt demnach ganz vom Gesprächspartner ab.

Unter Kollegen und auf Netzwerktreffen wirkst Du kompetent und glaubwürdig, wenn Du die Sprache Deines Fachgebiets inklusive aller Spezialausdrücke und Benennungen sprichst. Beim Kunden ist es wichtig, dass er sich von einem Experten informiert und verstanden fühlt.

Website-Texte richten sich in der Regel an potenzielle Kunden, müssen aber fachliche Glaubwürdigkeit vermitteln. Das ist ein Balanceakt der Selbstdarstellung. Texte wie Deine Selbstvermarktung über die Website sollten gängige Fachbegriffe enthalten, um Deine Kompetenz (und Auffindbarkeit über Suchmaschinen) zu unterstreichen.

Ohne jedoch dabei in Technobabbel abzugleiten, das ein Kunde nicht mehr versteht, wenn er nicht aus der gleichen Branche kommt. Zum Glück ist es kein Problem, Website-Inhalte von jemandem gegenlesen zu lassen, der nicht so firm in Deinem Fachgebiet ist. Andersrum wäre es schon schwieriger.

Kleckern, klotzen, klappern … mit den richtigen Statussymbolen

Wenn Du einen akademischen Titel hast, gehört dieser immer in Deine Selbstdarstellung. Ebenso sind Berufserfahrung, Branchenfachwissen, erworbene Auszeichnungen und absolvierte Weiterbildungen wichtige „Statussymbole“ für Deine Selbstdarstellung. Du solltest sie unbedingt vollständig auflisten, denn Du darfst und sollst Dich mit solchen Errungenschaften schmücken.

Andere Statussymbole sind diskussionswürdiger. Ob hochwertige Kleidung oder Autos für Dich wichtig sind oder Du eine vorzeigbare technische Ausstattung benötigt, um mitzuhalten, das weißt Du selbst am besten. Es ist wichtig, dass Du Dich gut fühlst, damit Du souverän wirkst. Allerdings kann auch das teuerste Outfit kein Fachwissen ersetzen, das größte Auto keine lässige Ansprache.

Vor allem aber fliegt es früher oder später auf, wenn Du ein so genannter Blender bist und Dich „verkleidest“ oder eine Fassade über Deine Verhältnisse hinaus präsentierst.

Professionelle Perfektion von der Visitenkarte bis zum Profilfoto: Diese Art von Klappern gehört zum Handwerk immer dazu

Wichtig ist auch, dass Du Deine „Bascis“ der Außendarstellung im Griff hast. So wenig wie Du mit einem fleckigen T-Shirt zum Kunden gehen würdest, so wenig solltest Du nachlässig werden, was Deine online auffindbaren Business-Profile angeht. Vollständige Kontaktdaten sind ein Muss. Eine saubere Erläuterung, was Du für wen anbietest – zum Beispiel B2C oder B2B Dienstleistungen – ist Pflicht, ebenso wie ein Profilbild vom Profi.

Denn tatsächlich werden sich fast alle Kunden einen ersten Eindruck von Dir verschaffen, indem sie sich anschauen, wie Du aussiehst. Die Geste auf dem Bild, die Körperhaltung und eventuell das dargestellte Umfeld tragen zu der Wirkung bei, die Du erzielst. Freizeitfotos, auch die schönsten Momente, setzen falsche Signale.

Ein Profil- oder Porträtfoto vom Profi signalisiert, dass Du es ernst meinst mit Deiner Präsentation. Die Fotos sind immer ganz klar von Selbstgeknipsten zu unterscheiden, und das sollte auch so sein. Aber auch die restliche Ausstattung sollte optisch aus einem Guss sein und von jemandem erstellt werden, der sein Handwerk so gut versteht wie Du Deins. Es ist kein Zufall, dass man große Firmen an ihrem Logo und ihren Farben überall sofort erkennt, sondern der gewünschte Effekt. Auch als Freelancer solltest Du diese Wirkung unbedingt anstreben und Deiner Marke eine einheitliche Optik verpassen.

Wenn Du Dich wohl fühlst, weißt wovon Du redest und Deine Geschäftsausstattung diesen Eindruck unterstreicht, hast Du die besten Voraussetzungen für erfolgreiche Networking- und Verkaufsgespräche. Keine Scheu bitte, den Anwesenden dann auch zu erklären, wo Deine Stärken liegen – Klappern gehört zum Handwerk, daran zweifelt niemand.

Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends und Online Navigation

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  1. […] Weil fast immer noch mindestens ein Schritt fehlt zwischen Verständnis für die Notwendigkeit der Selbstvermarktung bzw. Positionierung und dem wirklich knackigen Umsetzen in der […]