Kompetent beraten - Einkommenssteuer senken mit Hilfe Deines Steuerberaters

Kompetent beraten – die Einkommenssteuer senken mit Hilfe Deines Steuerberaters

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Für Investitionen in Dein bewegliches Anlagevermögen, die innerhalb der nächsten drei Jahre geplant sind, kannst Du den Investitionsabzugbetrag geltend machen, wie wir in dem Blogpost „Absetzen was geht“ bereits erläutert haben. Aber es gibt noch mehr Steuertricks, mit denen Du Deine Einkommenssteuerlast zu Deinen Gunsten absenken kannst. Wie immer am besten kompetent beraten durch einen auf Deine Branche spezialisierten Steuerberater.

Beantragung der Besteuerung mit einem Steuersatz von 28,25%

Für nicht entnommenen Gewinn ist es Dir beispielsweise möglich, die Besteuerung mit einem Steuersatz von 28,25% statt 42% zu beantragen. Zugegeben, man möchte tatsächlich umgehend zum Steuerberater greifen, sobald mit den Einkommenssteuersätzen jongliert wird. Das ist aber auch der Tipp, den wir Euch geben würden. Ob es für Dich in Frage kommt, für nicht entnommene Gewinne die Besteuerung mit einem fixen Einkommenssteuersatz von 28,25% zu beantragen § 34a EStG), sagt Dir am zuverlässigsten der Berater, der Dich betreut.

Denn kurz nachgerechnet scheint es zwar wie eine gute Lösung, wenn Du gerade nicht flüssig bist – zum Beispiel nicht auf Anhieb flüssig genug, um Deine Steuern zu zahlen. Doch in so einem Fall ist die Gefahr groß, dass der aktuell nicht entnommene Gewinn in späteren Jahren doch noch für private Zwecke entnommen wird. Dann aber muss er mit 25% nachversteuert werden und Du hast einen Steuersatz von weit mehr als 42% gezahlt im Nachhinein. Für die Geldknappheit solltest Du Dir also etwas anderes überlegen.

Voraussetzung für einen Antrag auf verminderten Steuersatz ist, dass der Gewinn mittels Bilanz ermittelt wurde. Handelt es sich bei dem Unternehmer um einen Mitunternehmer an einer Personengesellschaft (OHG, KG, GbR), greift diese steuerliche Vergünstigung nur, wenn er zu mehr als 10% am Gewinn beteiligt ist und sein Gewinnanteil mehr als 10.000 Euro beträgt.

Vorsteuerabzug für den privaten PKW geltend machen

Ebenfalls einen ganz netten Batzen kannst Du sparen, wenn Du Dir einen neuen Wagen zulegst. Es gibt eine Besonderheit, wenn Du Dir ein Auto kaufst, dass Du mit Hilfe eines Fahrtenbuchs nachweislich weniger als 50%, aber mindestens zu 10% geschäftlich nutzt. Du kannst Dir bei der Finanzierung Deines PKW Liquiditätsvorteile verschaffen, wenn Du dazu berechtigt bist, Vorsteuer abzuziehen. Dazu musst Du deinen Privatwagen dem umsatzsteuerlichen Unternehmensvermögen zuordnen, aber nicht dem ertragsteuerlichen Betriebsvermögen.

Der Vorsteuerabzug für den Privat-Pkw funktioniert nämlich nur bei Einzelunternehmern, Mitunternehmern an einer Personengesellschaft und bei Freiberuflern, nicht jedoch bei einer GmbH. Vorteil: Du bekommst die Vorsteuer vom Kaufpreis zurück, die aus den laufenden Betriebskosten auch. Kaufst Du das Auto auf Kredit, benötigst Du demnach ein wesentlich geringeres Darlehen. Du musst auch bei der Gewinnermittlung dann keinen Privatanteil versteuern, weil der Pkw ertragsteuerlich zum Privatvermögen gehört. Wegen des Vorsteuerabzugs ist beim Verkauf aber die Umsatzsteuer aus dem Verkaufserlös ans Finanzamt abzuführen.

Der Nachteil: In den nächsten fünf Jahren muss für die nichtunternehmerische Nutzung Umsatzsteuer ans Finanzamt überwiesen werden. Dein Steuerberater hilft Dir dabei, die Infos des Bundesfinanministeriums laut Schreiben vom 5.6.2014, Az. IV D 2 – S 7300/10002:001 korrekt umzusetzen.

Kompetent beraten werden und alle Möglichkeiten ausnutzen

Bei der Suche nach einem Steuerberater solltest Du Dich für einen Profi entscheiden, der Dich und deinen Bedarf genau kennenlernt. Nur dann kann er oder sie Dir Tipps geben, auf die Du von selbst nicht kommst. Die meisten Unternehmer wissen zum Beispiel um die Absetzbarkeit von Arbeitszimmern und was es zu beachten gilt. Doch hast Du gewusst, dass Du die anteiligen Kosten für einen Lager- oder Archivraum in voller Höhe absetzen kannst, auch wenn Du woanders arbeitest? Dann handelt es sich nicht um ein Arbeitszimmer, sondern um einen „beruflich genutzten Raum“, für den die Abzugsbeschränkungen Arbeitszimmer betreffend nicht gelten. Du kannst eben nicht alles wissen.

In diesem Fall reicht es aber aus, wenn Du weißt, wer für Dich daran denkt. Kompetent beraten durch einen Steuerberater holst Du das optimale Potenzial Deiner Einsparungsmöglichkeiten heraus.

Über den Autor
Carola Heine
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