Kreativitätstechniken

Kreativitätstechniken: Der nächste Montag kommt bestimmt

Routine lässt sich nie ganz vermeiden. Aber auf den Kopf stellen, aufbacken, durchkneten, mit Glitter bestäuben oder in ein Spiel umwandeln.

Lesezeichen setzen

Schon wieder eine volle To-do-Liste. Schon wieder eine Timeline voller Menschen, die dir lukrativ eigennützig dabei helfen möchten, deine Prozesse mit Kreativitätstechniken besser in den Griff zu kriegen. Schon wieder keine Chance auf Inbox Zero, den magischen leeren Posteingang, von dem in Freelancer-Legenden gelegentlich die Rede ist. Jetzt einfach mal etwas ganz anders machen!

Unaufhaltsam rückt der Montag näher. So hast du dir das mit der freien Zeiteinteilung nicht vorgestellt? Irgendwas ist immer, und das wird auch immer so sein. Aber du kannst anders damit umgehen als bisher, und das kann deinen Routinen wieder deutlich mehr Produktivität einheizen.

1. Private Gamification

Gamification ist die Anwendung spiel­typischer Elemente in einem spielfremden Kontext. Schon mit einer Eieruhr kannst du dir Time Challenges setzen. Für jede Rücken-Dehn-Übung zwischendurch gibt’s einen Gummipunkt und für jedes erreichte Ziel rechnest du dir ein paar Boni an. Die Belohnung kann alles sein, so lange du nur die spielerische Herausforderung in die Abläufe integrierst und gegen dich selbst antrittst, um die Routinen etwas zu befeuern.

2. Tapetenwechsel ist angesagt

Immer die gleichen Dinge in der gleichen Umgebung tun, das kann ja nicht inspirieren. Nimm die langweiligste Aufgabe mit in einen schicken neuen Coworking Space. Pack dir die nötige Fortbildung aufs Ohr und geh in den Wald. Besuch Freunde in ihrem Büro, wenn du an einem Konzept arbeitest und wenn das alles organisatorisch nicht geht, hast du ja auch schon deine nächste Baustelle identifiziert: Papierloses mobiles Arbeiten. Eine frische Umgebung beflügelt und inspiriert.

3. Füttere dein Hirn mit Vielfalt

Pflichtlektüre und Business Events sind Dinge, die dir niemals ausgehen werden. Wie wäre es denn, wenn du in der Mittagspause einfach mal in die nächste Ausstellung eines noch unbekannten Künstlers gehst? Auf deinen Timelines fragst, welche Themen die anderen gerade begeistern? Ob du Handlettering lernst, Ukulele-Unterricht nimmst oder im Stadtpark an der Fledermausführung teilnimmst, bereits die Planung wird neue Ideenprozesse in Gang setzen und dir frische Kreativität bringen.

4. Kreativität lässt sich trainieren

Geistesblitze lassen auf sich warten, das Blatt bleibt leer, das Grafikprogramm schweigt dich an? Weitermachen ist jetzt angesagt, Ausprobieren, das Verwerfen von Entwürfen und immer wieder neu beginnen. Kreativität lässt sich trainieren wie ein Muskel, auch wenn sie mal schwächelt, Muskelkater hat und es so wirkt, als kämest du den Berg nicht hoch. Schalte bewusst alle anderen Programme aus und die Klingel plus das Telefon aus, konzentrier dich. Mit jedem Anlauf wird es besser. Mach eine Challenge draus, siehe Punkt 1.

5. Werde zum Ideen-Jäger und -Sammler

Den ganzen Tag über haben wir Impulse, manche nützlich, viele scheinbar nur spontan. Der Prozess dahinter? Ein lebendiges, kreatives Hirn. Das kannst du kultivieren und von ausgefallenen Ideen profitieren: Such dir eine App, die Sprachnotizen aufnimmt oder kauf dir ein schönes Notizbuch und dann fang an, dir deine Eingebungen zu notieren. Die lustigen, die skurrilen, die ernst gemeinten und die bizarr lustigen. In Form von Mini-Essays (Was, Wie, Auslöser, Ziel und Wann) und auch projektbezogen: Wie wäre der ideale Ablauf? Wie der unwahrscheinlichste? Spiel herum mit Erfolgsfaktoren, schreib dir den Frust raus und mach schöne Pläne.

Kurz und gut: Mach’s anders, aber mach was

Schon mit kleinen Dingen kannst du ändern, wie die Woche beginnt. In himmlischer Ruhe aufgeschäumter Macchiato mit ein bisschen Schokoglitter schlägt die olle Thermoskanne voll schwarzer Plörre, der Umweg durch den Wald macht den Trip zum Supermarkt zur Wellness-Pause. Schau dir an, womit du im Alltag arbeitest, dann mach das Beste draus: Buchstäblich.

  • Foto: © Vasyl – stock.adobe.com
Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

Beitrag kommentieren