Künstlersozialkasse 2020

Gute Nachrichten für Auftraggeber: Die Künstlersozialabgabe 2020 bleibt stabil

Nachdem bereits in 2018 die Beitragshöhe de Künstlersozialabgabe für alle Einkäufer von Kreativdienstleistungen unverändert blieb, bleibt sie auch 2020 gleich.

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Unabhängig davon, ob die beauftragte Person über die Künstlersozialkasse pflichtversichert ist: Als Auftraggeber*in zahlst du beim Einkauf von kreativen Dienstleistungen wie Text, Musik oder Grafik grundsätzlich die Künstlersozialabgabe. Gut zu wissen: Nächstes Jahr wird die Höhe der Abgabe nicht nach oben angepasst.

Für viele Agenturen und kleine Firmen eine gute Nachricht: Nach der Senkung 2018 von 4,8 auf 4,2 % bleibt der Beitrag der Künstlersozialabgabe auch im zweiten Jahr stabil. Denn wer regelmäßig Kreativdienstleistungen wie Fotos, Texte, Design oder Grafik, Video und so weiter einkauft, muss zusätzlich zum dem für diese Werke gezahlten Honorar in Deutschland immer auch noch diese Pflichtabgabe leisten.

Wer es versäumt – auch aus Unkenntnis über diese gesetzliche Regelung – muss mit Geldstrafen rechnen. Denn für aktuelle Gesetze gilt immer: Informieren muss jeder Unternehmer sich über die Gepflogenheiten selbst.

Die Höhe der Künstlersozialabgabe liegt in der Regel bei etwa 5 % der Honorare, die an KSK-pflichtige Kreative und Künstler bezahlt werden. Der genaue Wert ändert sich jedes Jahr.

Künstlersozialabgabe im Laufe der Jahre

2020: 4,2 %
2019: 4,2 %
2018: 4,8 %

Der niedrigste Wert seit 2000 war übrigens 3,8%, der höchste Wert lag bei 5,8 % im Jahr 2005.

Wer regelmäßig oder häufig Künstlersozialabgabe zahlen muss, bekommt einen Vorauszahlungsbescheid und zwar über monatliche Raten.

Das sagt die Künstlersozialkasse (KSK)

»Die für die Finanzierung erforderlichen Mittel werden aus einem Zuschuss des Bundes und aus einer Künstlersozialabgabe der Unternehmen finanziert, die künstlerische und publizistische Leistungen in Anspruch nehmen und verwerten (Verwerter). 

Seit dem Inkrafttreten des KSVG ist praktisch für jede Inanspruchnahme künstlerischer oder publizistischer Leistungen durch einen Verwerter eine Sozialabgabe zu zahlen:

Für angestellte Künstler/Publizisten ist der Gesamtsozialversicherungsbeitrag an die zuständige Einzugsstelle abzuführen. Für selbständige Künstler/Publizisten ist die Künstlersozialabgabe an die KSK zu zahlen.

Bemessungsgrundlage der Künstlersozialabgabe sind alle in einem Kalenderjahr an selbständige Künstler und Publizisten gezahlten Entgelte.

Unternehmer, die Leistungen selbständiger Künstler/Publizisten in Anspruch nehmen, müssen an dem gesetzlich geregelten Meldeverfahren teilnehmen.

Der erste Schritt hierfür ist eine formlose Meldung bei der Künstlersozialkasse.«
Quelle: KSK

Vorsicht Falle: „Angepasste Rechnungen“

Wer Kreativdienstleister darum bittet, etwas anderes auf die Rechnung zu schreiben als wirklich geleistet wurde, handelt gesetzeswidrig und obendrein unfair: Von kreativer Arbeit leben heißt, auf die Künstlersozialkasse angewiesen sein und dort kann man nur pflichtversichert bleiben, wenn man Rechnungen über Kreativdienstleistungen schreiben darf.

Auftragvergebende, die darum bitten, dass der „Künstler“ seine Rechnung um die Höhe der Abgabe anpasst, sollten wissen: Gesetzliche Vorgaben für Sozialversicherungen und Gehälter haben nichts miteinander zu tun.

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Über den Autor
Carola Heine
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