Tooltipps: Ladezeiten optimieren

SEO Tooltipps: Ladezeiten optimieren – wichtig fürs Ranking

Suchmaschinenoptimierung ist ein komplexes Thema und die Faktoren für ein gutes Ranking Deiner Site setzen sich aus vielen verschiedenen Details zusammen – auch Ladezeiten gehören dazu.

Im Mobile Web mit seinen „tragbaren“ Endgeräten und den unterschiedlichsten Internetverbindungen ist einer der wichtigsten Einflussfaktoren für eine gute Auffindbarkeit nämlich die Performance Deiner Internetseite und wie problemlos und schnell sie im Browser Deines Besuchers wiedergegeben wird.

Das ist keine Vermutung wie viele andere Gerüchte aus der SEO-Optimierungsküche, sondern ein Detail, das Google selbst von Anfang an offiziell als wichtigen Rankingfaktor bestätigt hat.

Bessere Ladezeiten: Besserer Pagerank

Je besser das Ranking und damit die Position in den Google-Suchergebnissen, desto mehr Traffic und damit Erfolg hat eine Website. Doch wie misst Du die Performance Deiner Seiten, wie kannst Du die Ladezeiten richtig einschätzen und was musst Du tun, um Deine Seite zu optimieren?

Wir haben die wichtigsten Tools für Dich zusammengestellt und beginnen mit dem Klassiker:

Google PageSpeed Insights

Google selbst schaut für Dich nach, ob Deine Seite sich für gute Ergebnisse in den Google Rankings qualifiziert. Mit den Insights von Google kannst Du prüfen, wie viele von 100 möglichen Punkten Dein Internetauftritt erzielt – ab 80 aufwärts kannst Du Dich entspannt zurücklehnen, alles darunter erfordert umgehende Optimierungsaktivitäten.

Mit den PageSpeed Insights vergleichst Du mobile Endgeräte und Desktop PC, misst die Performance Deines Contents “above the fold”, also von allen Inhalten, die man ohne Scrolling auf Deiner Seite sehen kann und kannst Dir anschauen, wie Caching, Scripte und Bilder ausgewertet werden. Abgerundet wird dies durch Empfehlungen, wie sich die Ladezeiten optimieren lassen.
Das PageSpeed Insights Tool ist kostenlos.

https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/

dareboost Web Performance

Rundum selbsterklärend ist die freundliche und intuitiv zu bedienende Oberfläche von dareBoost. Auch hier wird wieder auf einer Skala von 1 bis 100 bewertet, die Ergebnisse sind dann in drei Kategorien unterteilt und man bekommt “Issues, Improvements and Success” angezeigt, also sowohl die Probleme als auch die Erfolge und verbesserungswürdigen Details.

Dieser Report mit der To-Do-Liste für die Optimierung lässt sich versenden und auch abonnieren, so dass Du regelmäßig über den Status informiert wirst und siehst, ob Du nachbessern solltest.

dareboost hat einen Einsteiger-Account ab 9 Euro monatlich, man kann sich aber mit der kostenlosen Version bis zu fünf Analysen monatlich zusenden lassen.

https://www.dareboost.com/en/home

Pingdom Website Speed Test

Die Skala von 1 bis 100 kennst Du bereits von den anderen Tools, ebenso die Geschwindigkeitsübersicht, eine Seitenanalyse und den Test, der hier zu Vergleichen herangezogen werden kann: Einmal optimieren und einen Vorher-Nachher-Vergleich durchführen, so kannst Du sehen, ob Deine Maßnahmen die gewünschten Erfolge gebracht haben.

Pingdom liefert außerdem generelle statistische Daten zu Deiner Website und wertet aus, wie viele Requests für welche Inhalte sie erhält. Außerdem wird die Performance History festgehalten und die Seite wird von unterschiedlichen Locations aus getestet. Die Ergebnisse lassen sich komfortabel mit anderen teilen.

Pingdom hat wie die meisten Tools eine kostenlose Testvariante und beginnt ansonsten mit einem Starter-Package ab 11,95 Euro/Monat.

http://tools.pingdom.com/fpt/

WebPageTest

Das Tool von WebPageTest ergänzt das Angebot der anderen Optimierungswerkzeuge um die Option, die Seite von bis zu 25 unterschiedlichen Browsern aus zu testen, auch Webbrowser für mobile Endgeräte. Außerdem stehen über 40 unterschiedliche Orte weltweit zur Auswahl, die als Test-Location vorgegeben werden können, das kann je nach Zielgruppe eine nützliche Testumgebung darstellen.

Sowohl Browser als auch Location lassen sich ohne Aufwand in Drop-Down-Menüs wählen, so dass Du schnell und komfortabel einen Test für mobile Endgeräte durchführen kannst.

WebPageTest ist Open Source.

http://www.webpagetest.org/

GTmetrix

Das übersichtliche und einleuchtende GTmetrix ist ein weiteres empfehlenswertes Tool, das einige Features anderer Anbieter kombiniert. Auch hier gibt es eine Gesamtbewertung der Webseite in der Form einer Note – von F bis A, wobei A die Bestnote darstellt.

Fünf verschiedene Kategorien werden angezeigt: PageSpeed, YSlow, „Waterfall Breakdown“, Video und “Testgeschichte”. Einige sind von anderen populären Tools inspiriert. „Waterfall Breakdown“ zum Beispiel zeigt an, wie ein Nutzer mit verschiedenen Typen von Inhalten interagiert. Auch mit GTmetrix lassen sich die Test-Bedingungen weiter verfeinern durch Anwahl verschiedener Browsern oder sogar Erweiterungen wie Adblock.
GTmextrix hat einen kostenlosen Basis-Account für bis zu drei URLs. Die Pro-Tarife beginnen bei 14,95 USD/Monat.

https://gtmetrix.com/

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Niemand mag langsame Internetseiten – weder Deine potenziellen Kunden, noch Google oder andere Suchmaschinen.

Auch das Webhosting kann Einfluss auf Deine Ladezeiten nehmen, prüfe also unbedingt, ob Dein Provider die gewünschte Performance bieten kann.

Wichtig ist auch: Wenn Du ein Redaktionssystem wie WordPress nutzt – unbedingt das Caching aktivieren! Dann wird dem Leser die Seite aus dem Cache geholt und nicht jedes einzelne Mal neu und aufwändig aus der Datenbank neu aufgebaut.

Das größte Problem liegt jedoch in den allermeisten Fällen bei Bildern und deren Dateigröße. Bilder sollten immer optimiert werden, müssen aber trotzdem noch toll aussehen.

Ein Balanceakt, bei dem professionelle Bildbearbeitungstools helfen, mit denen sich Fotos und Grafiken in einer geeigneten Auflösung fürs Web speichern lassen. Das Webtool https://kraken.io/ ist eine kostenlose Online-Bildbearbeitung, die Dir auch ohne Photoshop und Co zu besseren Bildladezeiten verhilft.

23.03.2016 | 1
  1. Mathias | 23.03.2016 | 11:38

    Hallo Carola,
    das ist eine tolle Auflistung!
    Danke! 🙂