Leistungen des Steuerberaters – was kannst Du erwarten?

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Als Einzelunternehmer*in oder auch als Inhaber*in eines Gewerbes mit Mitarbeiter*innen kommt früher oder später der Moment, in dem Du überlegst, ob Du Dich professionell unterstützen lässt. Damit kommt auch die Frage: Welche Leistungen des Steuerberaters oder der -beraterin kannst Du erwarten?

Als Gründer*in wünschst Du Dir wahrscheinlich jemanden, der mit Dir und für Dich mit Finanzinstituten verhandeln kann, sich mit dem Beantragen von Fördergeldern auskennt und weiß, welche Fristen Du unbedingt einhalten musst. Steuerberater*innen empfehlen Vorsorge, Rücklagen, besprechen mit Dir die korrekte Rechtsform und informieren Dich über Deine Steuerpflichten.

Du kannst erwarten, dass er oder sie Dich auf die typischen Stolperfallen aufmerksam macht, Dich über anstehende Fristen informiert und handfeste Praxistipps gibt. Unsere Tipps, wie Du gut vorbereitet in das Kennenlerngespräch gehen kannst, entnimmst Du der Checklist Erstgespräch mit dem neuen Steuerberater oder der Steuerberaterin.

Interessant ist auch, inwiefern sich die Steuerberaterin oder der Berater mit Deiner Branche auskennen. Es genügt nicht, dass er oder sie Mandanten aus vielen Branchen haben. Besonders als Gründer oder Existenzgründerin brauchst Du Unterstützung mit Insider-Wissen und Erfahrungen aus dem geschäftlichen Umfeld, in dem Du Dich bewegen willst.

Welche Leistungen des Steuerberaters willst Du buchen?

Nach der Gründungsphase entscheidest Du, welche Leistungen des Steuerbüros Du dann weiterhin regelmäßig in Anspruch nimmst – dass man Dich bei aktuellen Fragen berät, auf Anfrage Empfehlungen ausspricht und Dich bei einer eventuellen Betriebsprüfung professionell betreut, setzen wir jetzt einfach mal voraus 😉

Zusammenarbeit mit modernen Beratern läuft digital. Dein Steuerberater oder Deine Steuerberaterin kann den Steuerberater-Zugang nutzen und ist so völlig aufwandlos immer auf dem Laufenden über alle Vorgänge, über die Du sie oder ihn informieren möchtest. Er oder sie kann sich die aktuellen Belege jeweils herunterladen, so dass Du diese nicht einmal mehr exportieren musst.

Du entscheidest außerdem, ob Du laufende Meldungen ans Finanzamt selbst abgibst oder an die Steuerkanzlei delegierst. Wichtig: Wer eine*n Steuerberater*in beauftragt, kann sich mit der Einkommenssteuererklärung bis zum 31. Dezember des Folgejahres Zeit lassen, ansonsten muss diese bereits bis zum 31. Mai abgegeben werden.

Das ist praktisch, aber nicht das einzige Argument dafür, eine beratende Kanzlei von Anfang an in der Hinterhand zu haben. Altersvorsorge, Kooperationen, Rücklagen, Betriebsprüfungen, Fragen zur Höhe der zu erwartenden Steuervorauszahlungen, Prüfung der Steuerbescheide und Beratung in Anlageangelegenheiten: Sobald Du Mitarbeiter*innen einstellst oder auf Wachstum setzt, Fragen zu Geldangelegenheiten hast oder unsicher wegen einer Entscheidung bist, kannst Du von einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater kompetente Unterstützung erwarten.

  • Foto: © VadimGuzhva – stock.adobe.com
Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

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  1. Maria | 19.10.2017 | 17:27

    Nur ein sachlicher Kommentar, der wohl nicht jedem gefällt.

    Dieses Gender Ding mit dem * ist schrecklich. Man (ich meine Frau) kann doch einfach einen normalen Satz schreiben ohne jedem mit einem riesen Tamtam zu erzählen, dass Mann und Frau gleichberechtigt sind. Es nervt nur extrem beim lesen. Was soll das überhaupt sein?
    „Er oder sie“; StBerater*innen etc.

  2. Marion | 20.10.2017 | 13:36

    Hey liebes Lexoffice-Team,

    finde richtig gut, dass ihr geschlechtergerechte Sprache verwendet. Es wäre eigentlich deutlich einfacher, immer die weibliche Form zu verwenden, denn da wären die Herren in den meisten Fällen automatisch „inkludiert“. Solange das aber nicht so ist, muss man sich ja leider mit dem leicht sperrigen „*in“ behelfen, aber es kann ja nicht sein, dass die weiblichen Fachkräfte (bzw. überhaupt die Frauen) immer unter den Tisch fallen, weil das immer schon so war. Ich find’s gut, dass ihr so fortschrittlich seid, euch da zu bemühen. Es ist 2017 und somit an der Zeit, dass sich etwas bewegt.

    Klar, wir tun uns alle manchmal ein bisschen schwer mit Veränderungen. Als das Erste Gesetz zur Reform des Ehe- und Familienrechts (1. EheRG) 1976 in Kraft trat, war auch nicht jeder hellauf begeistert. Heute sind die dort getroffenen Regelungen für uns eine Selbstverständlichkeit.

    Weitermachen mit der guten Arbeit!

    Herzliche Grüße von einer KaufFRAU 😉

  3. Barbara | 20.10.2017 | 14:12

    Hallo zusammen, ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass man sich an diese Schreib (und Les-)weise gewöhnt und sie richtig fehlt, wenn sie mal nicht da ist:).

    Ich arbeite seit etwas einem Jahr in einem Unternehmen, in dem ich als PR-Fachfrau aufgrund unserer Branche alle Texte komplett gendern muss (wir haben uns auf das Sternchen geeinigt, vorher war hier Wildwuchs und das war wirklich nicht so gut, Binnen-I und Unterstrich und so weiter. Jetzt ist es einheitlich das Sternchen). Am Anfang fand ich das auch komisch, mittlerweile finde ich es praktisch und lese da auch ganz normal drüber weg (Fortgeschrittene können es sogar korrekt laut lesen, mit einer winzigen Atempause beim „*“:)).

    Es ist eine reine Gewohnheitssache, bezieht eindeutig beide Geschlechter mit ein und ist damit ein gutes Zeichen für Gleichberechtigung (Fun Fact: In unserer Branche müsste man von den Mehrheitsverhältnissen eigentlich die rein weibliche Form vorziehen. Wir gendern mit * und beziehen alle gleichermaßen ein.:))

    Viele Grüße von einer KommunikationsfachFRAU;)

  4. Eva | 20.10.2017 | 14:26

    @Maria: Wenn mich etwas nervt, dann Menschen, die behaupten, „sachlich“ zu kommentieren, aber in Wahrheit nur ihre vorgestrige Ablehnung einer Selbstverständlichkeit meinen rausposaunen zu müssen.
    @lexoffice: Macht weiter so! Ich benutze gerne eure Software und freue mich umso mehr, dass ihr euch bemüht, Unternehmerinnen explizit mitanzusprechen.

  5. Simone | 20.10.2017 | 14:39

    Ich finde es prima, dass Frauen im Text endlich nicht mehr nur „mitgemeint“ sind, sondern direkt angesprochen werden. Hey, wir sind die Hälfte der Menschheit (genau genommen sogar etwas mehr) – da dürfen wir auch in Texten explizit genannt werden. Denn Sprache bestimmt auch immer das Bewusstsein. Und wer das nicht glaubt, sollte mal ein Buch von Elisabeth Wehling, ihres Zeichens Neurolinguistin, lesen. In ihren Büchern geht es im Übrigen nicht ums Gendern, sondern was Sprache bewirken kann.

  6. Tina | 20.10.2017 | 15:22

    Liebe Maria,

    ich finde Gendern auch nicht sonderlich hübsch, aber kommt es immer auf die Gefälligkeit an? Vielleicht ist es manchmal einfach nicht so wichtig, ob etwas optisch ein bisschen klemmt oder nervt – im Vergleich zum ungleich größeren Nervfaktor der Tatsache, dass Frauen und Männer immer noch nicht ganz selbstverständlich gleichberechtigt sind. Wenn das gelöst ist, können wir uns gemeinsam noch mal drum kümmern, eine auch hinlänglich attraktive sprachliche Regelung zu finden.

    Liebe Grüße

    Tina

  7. Ines | 20.10.2017 | 16:04

    Also ich bin froh über jeden Text, in dem Frauen ausdrücklich angesprochen werden. Die Sternchenlösung gefällt mir gut, sie macht platzsparend augenfällig, dass es Steuerberaterinnen und Steuerberater im Speziellen gibt –
    und Frauen und Männer im Allgemeinen angesprochen werden. Gut so!

  8. Anja | 21.10.2017 | 10:33

    Ich schließe mich meinen Vorrednerinnen (hier kein Sternchen, da es tatsächlich nur Frauen sind) an:
    Sprache ist ein mächtiges Instrument und in der Lage, Umbrüche voranzutreiben. Deshalb wird es auch höchste Zeit, dass Sprache Gleichberechtigung abbildet – ich bin es wirklich leid, als „lieber Kollege“, „verehrter Mandant“ oder „werter Steuerzahler“ bezeichnet zu werden.