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lexoffice Community: User-Interview (21) Marco Steinert von netzdenker.com

Marco Steinert ist bereits seit 1998 in der Online-Branche unterwegs – damals noch auf reinen Text-Seiten mit einem 56K-Modem. Inzwischen ist er seit sechs Jahren selbständig mit netzdenker.com und zwei weiteren Unternehmen.

Die netzdenker kümmern sich aktuell um die Vermarktung unterschiedlicher Themenportale, darunter auch eigene wie die Mitfahrzentrale mfz.de oder queerdeals.de, queerpride.de und inforand.de.

lexoffice: Hallo Marco, wie wird man denn Experte für die Online-Vermarktung von Themenportalen?

Marco: Anfangs habe ich für mehrere große Vermarkter gearbeitet und war einige Jahre im Sales von kwick.de aktiv. Damals kam ich auf die Idee, mehrere Webseiten zu einem Thema zu bündeln für Marketing – angefangen habe ich dann mit Portalen für die queere Community.

Zum Glück konnte ich zunächst neben meiner Festanstellung selbstständig tätig sein, das war ein großer Vorteil.

Das würde ich auch Gründern empfehlen: Baut euch den Web in die Selbstständigkeit langsam auf, das nimmt vor allem am Anfang den Druck weg.

lexoffice: Hast du noch mehr Tipps für die Existenzgründer unter unseren Lesern?

Marco: In Stichwörtern: Vernetzung, iteratives Vorgehen, Feedback und gute Organisation 🙂

Einer der wichtigsten Tipps, die ich geben kann: Setzt von Beginn an auf Vernetzung mit Fachleuten und macht nicht alles selbst. Sucht Euch gezielt Netzwerke, die während der Existenzgründungsphase beraten und Euch unterstützen.

Schleppt Ideen nicht ewig mit Euch rum, sondern fangt an: Echtes Feedback bekommt Ihr nur, wenn Ihr auch etwas zeigen könnt.

Verfolgt Ideen, prüft sie, und geht iterativ in der Umsetzung vor – so habt Ihr zwischen den Schritten immer eine Feedbackschleife, die Euch weiterhilft.

Feedback holt Euch von einem heterogenen Umfeld ab: Freunde, Familie, Businesspartner oder Unternehmensberater.

Denkt daran: Es gibt keinen perfekten Business Plan, um alles richtig zu machen. Lernt aus Euren Fehlern und haltet Euch nicht länger als nötig mit ihnen auf.

Und es kommt darauf an, dass Ihr Euch gut organisiert. Nutzt Apps wie z.B. mailboxapp.com, die Euch den Rücken freihalten.

Plant Eure Zeiten realistisch ein, lernt, wie lange Ihr für welche Aufgabe braucht. Plant auch Zeiten ein, in denen Ihr ausschließlich für die Umsetzung von Aufgaben frei habt. Stellt Euch den Wecker, damit Ihr Endpunkte setzt.

Kontrolliert immer wieder, was für den Tag und die restliche Woche zu erledigen ist. Mit der Zeit habt Ihr Übung darin und könnt Euch wertvolle Freiräume schaffen.

Ich habe mich am Anfang im Netz schlau gemacht und in den verschiedenen Netzwerken nach Infos und Tipps zur Selbständigkeit gesucht.

lexoffice: Du hast Dich in der Gründungsphase im Netz informiert und in den unterschiedlichen Netzwerken nach Infos recherchiert. Was machst du heutzutage online?

Marco: Antwort: Alles (lacht) ich lebe zu 100% online – auch alle meine Verabredungen für Offline-Treffen geschieht ausschließlich online.

Das geht soweit, dass ich mit meinen Freunden derart vernetzt bin, dass ich über die Freunde App sogar immer weiß, wo sie sich aufhalten.

Natürlich kann ich auch offline gut leben, aber ohne die Online-Welt geht es nicht. Mit meinem Smartphone bin ich von morgens bis nachts online. Über das Smartphone stimme ich Termine beruflich und privat ab und checke meine E-Mails.

Zu Terminen nehme ich mein Tablet mit – da geschieht alles online, denn ich lebe und arbeite papierlos. Das Gute daran ist, dass alles jederzeit synchronisiert ist. Nur eine Smartwatch fehlt mir noch zu meinem Glück.

lexoffice: Welche Rolle spielen Community, Soziale Netze und Business Networking für dich?

Marco: Ein großer Teil unserer Arbeit spielt sich in den sozialen Netzwerken ab und hier agieren wir auch hauptsächlich.

Über das soziale Web halten wir Kontakt zu unseren Usern, holen Feedback ein und holen letztlich auch neue Kundenkontakte an Board.

Das läuft auch sehr gut auf diesem Weg – schließlich verkaufen wir ja die Vermarktung über die Online-Welt, daher ist dies auch der Ort für unser Akquise und unsere Vermarktung. Wir akquirieren ca. 30% unserer Kunden über die sozialen Netzwerke.

Best Case in unserem Fall: Wir vermarkten uns nicht selbst, sondern unsere Inhalte im Web sprechen für uns und aufgrund dieser Inhalte finden uns unsere User und Kunden.

lexoffice: Seit wann nutzt du lexoffice und wie gefällt es dir?

Marco: Bereits seit 2014. Ich habe 2012 erst mit einer anderen Cloud-Lösung angefangen, mit der ich aber überhaupt nicht zurechtkam. Und auch die Zusammenarbeit mit meinem alten Steuerberater hat damals nicht funktioniert.

Da ich immer auf Knopfdruck wissen will, wie es um meine Firma steht und was noch zu tun ist, bin ich dann 2014 bei lexoffice gelandet.

Mir würde es gefallen, wenn die iPad-App mehr Funktionen hätte. In der App möchte ich vor allem alle Belege einsehen können und auch Kontobewegungen nachvollziehen. Zwar geht das auch über den Browser auf dem Tablet, aber für eine rundum mobile Nutzung ist die App besser.

Dann fehlt mir noch die Möglichkeit, Suchanfragen in den Belegen zu speichern. Auch die Option für das Anlegen einer Kunden-Akte wäre nicht schlecht, damit alle Kontaktpunkte mit dem Kunden an einem Ort gesammelt werden können.

lexoffice: Was machst du jetzt als Nächstes?

Marco: Ich geh jetzt erst einmal Mittag essen. Vielleicht in den Spätzleclub hier in Berlin 🙂

Vielen Dank!

Marco Steinert
Experte für die Online-Vermarktung von Themenportalen
www.netzdenker.com

22.06.2015