Liquiditätsplanung in der Wirtschaftskrise

Liquiditätsplanung in der Wirtschaftskrise

Insolvenzwelle mit Nebenwirkungen: Worauf auch die aktuell wirtschaftlich stabilen Mandanten Ihrer Steuerkanzlei jetzt achten sollten

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Nie war Liquiditätsplanung wichter als jetzt: Auch wenn Mandant*innen Ihrer Kanzlei keine Insolvenz droht, kann es schwerwiegende Auswirkungen auf die Liquidität haben, wenn die Banken restriktiver werden, Ratings sich verschlechtern und Warenkreditversicherer Limits einkürzen.

Banken werden nicht nur zögerlicher bei der Kreditvergabe werden, insbesondere wenn Unternehmen bereits Factoring anwenden. Sie werden auch ganz neue Methoden der Bewertung entwickeln müssen, weil stabile Unternehmenszahlen über die letzten Jahre ihre Aussagekraft verloren haben. Finanzinistitute werden eine valide Finanz- und vor allem eine stabile Liquiditätsplanung verlangen.

Das bedeutet die neue Situation für Steuerberaterinnen und Steuerberater

Für Steuerberaterinnen und Steuerberater heißt das, einen stärkeren Schwerpunkt auf betriebswirtschaftliche Beratung zu legen und sowohl die Mandanten als auch sich selbst auf diese zu erwartenden Nebenwirkungen der anrollenden Insolvenzwelle vorzubereiten.

Wir haben 5 Tipps für Sie und das Team Ihrer Kanzlei, die Ihnen dabei helfen werden, die Liquiditätsplanung und allgemein die Situation der Mandantinnen und Mandanten in den Griff zu bekommen.

Tipp 1: Identifizieren Sie gefährdete Mandanten

Selbst Ihre stabilsten Langzeitmandanten haben in der gerade erst beginnenden Wirtschaftskrise eine neue Situation. Was vor einem Jahr gut lief, ist heute vielleicht vorbei. Machen Sie also eine Ist-Analyse aller Ihrer Mandanten, damit sie potenziell gefährdete Unternehmen rechtzeitig identifizieren und unterstützen können. Konkret können Sie so eine Analyse mit Hilfe einer Software bewerkstelligen, die auf Basis der Ihnen vorhandenen Unternehmenskennzahlen eine automatisierte Risikoanalyse erstellt.

2. Verschaffen Sie sich durch Cluster mehr Übersicht

Nicht alle Branchen und Berufe sind gleich stark betroffen. Für eine bessere Übersicht können Sie daher Branchen-Cluster bilden. Denken Sie daran, dass von außen nicht alle Querverbindungen und potenziellen Risiken durch Geschäftspartner und Lieferanten zu erahnen sind und bitten Sie Ihre Mandantinnen und Mandanten einerseits um die aktuellen Ratings der Finanzinstitute, andererseits um eine ehrliche Risiken-Bestandsaufnahme – siehe den nächsten Punkt.

3. Auf alles vorbereitet sein – auch auf das Schlimmste

Bereiten Sie sich auf den Worst-Case vor. Das schlimmste Szenario für ihre Mandantschaft ist Zahlungsunfähigkeit. Allerdings lässt sich die Liquidität eines Unternehmens ohne aktiv betriebene Liquiditätsplanung aktuell schwer einschätzen. Um mit allen Szenarien rechnen zu können und alle Risiken zu berücksichtigen, können Sie Ihren Mandanten einen Fragebogen zukommen lassen, um mehr über seine wirtschaftliche Situation und Liquidität zu erfahren.

4. Hat das Geschäftsmodell des Mandanten noch eine Zukunft?

Die aktuelle Situation ist außerdem eine gute Gelegenheit, gemeinsam mit den Mandant*inen deren Geschäftsmodelle auf ihre Zukunftsfähigkeit hin zu überprüfen. Nicht nur als kritische Prüfung, sondern Hand in Hand zur Erstellung eines Maßnahmenkatalogs, um Sollbruchstellen zu beheben und wo nötig Innovation zu betreiben. Wenn sich herausstellen sollte, dass es tatsächlich keine Perspektive mehr für das Unternehmen gibt, machen Sie das beste aus der Situation und zeigen Sie frühzeitig auf, wann eine Insolvenz oder ein Zu- oder Verkauf notwendig sind.

5. Führen Sie ein fortlaufendes Rating durch die Bank ein

Eins steht fest: Sichere Auskünfte für längere Zeiträume wird es noch lange nicht geben. Durch die unsichere Lage werden Wirtschaftsauskünfte weiterhin an Bedeutung gewinnen. Um die Liquiditätsplanung der Mandantinnen und Mandanten sicherzustellen, können Sie jetzt vor allem bei der Erstellung der von den Banken geforderten Unterlagen helfen: Unternehmen benötigen für einen Kredit eine Finanz- und Liquiditätsplanung als Entscheidungsgrundlage für ihre Hausbank oder andere Finanzinstitute wie Warenkreditversicherer oder Factorer.

Hilfreich sind außerdem monatliche Soll-Ist-Vergleiche als Beleg dafür, dass die eingereichte Planung eingehalten und die Kapitaldienstfähigkeit des Unternehmens gewährleistet ist.

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