Mach Dich frei

Mach Dich frei von fremden Erwartungshaltungen

Der Wunsch nach Anerkennung ist ein starker Motor, den die meisten von uns gut kennen werden. Es ist zutiefst menschlich und ganz normal, immer mal wieder darüber nachzudenken, was andere Menschen wohl von Dir halten.

Problematisch wird solch ein Gedankengang aber immer dann, wenn Du viel zu viel und zu oft darüber nachdenkst, welchen Eindruck Du auf andere machst. Das kann Dich nämlich so dermaßen lähmen, dass Du gar nicht mehr vorankommst mit Deinen Zielen und Projekten – weil Du Dir so viele Gedanken darüber machst, ob Du auch wirklich die optimale Außenwirkung erzielst und anderen gegenüber so dastehst, wie Du es Dir wünschst.

Diese selbstgebaute Einschränkung ist Dir nur zu gut vertraut? Dann ist der Moment gekommen, Dich hinzusetzen und bewusst zu überlegen, wie Du aus diesen Schubladen wieder herauskrabbeln kannst, in die Du Dich selbst mit hineingesteckt hast.

Mach Dich frei – nicht fertig

Jeder Unternehmer kämpft um Anerkennung, Marktanteile und Umsätze. Damit bist Du nicht allein. Sich außerdem noch den Kopf zu zerbrechen, ob Du den Ansprüchen anderer Leute genügst, das ist einfach zu viel.

Ruf Dir ins Gedächtnis zurück, welche Werte Dir wichtig sind und wie Deine Ziele aussehen. Nur auf diese kommt es an. Konzentrier Dich ganz und gar auf das Unternehmen, das Du aufbaust – nicht darauf, was andere darüber zu sagen haben (könnten).

Ebenso wenig wie andere Leute Dich tatsächlich niedermachen können, solltest Du selbst es tun. Jeder von uns hat gelegentlich diese nagende kritische Stimme im Kopf, dass alles noch besser, anders, größer, weiter oder schneller sein sollte.

Bring sie zum Schweigen.

Verschiedene Lösungsansätze

Entscheidungen müssen täglich getroffen werden und Du bist als Unternehmer tatsächlich auch darauf angewiesen, Dich zeitnah festzulegen in vielen Dingen. Wenn Du anschließend aber darüber grübelst, was andere davon halten mögen, solltest Du nicht ins Schwanken geraten und die getroffenen Entscheidungen revidieren.

Nur wenn die Umstände wie konkrete Zahlen und Ergebnisse darauf verweisen, dass es nötig ist, wirft man getroffene Entscheidungen noch einmal um. Nie, nur weil andere Leute es sagen.

Eine praxistaugliche Herangehensweise ist der “Worst Case”-Ansatz. Stell Dir einfach vor, was das Schlimmste ist, was passieren kann und finde dann eine Lösung. In diesem Fall heißt die Frage: Was kann passieren, wenn jemand anderes wenig von Dir hält?

Wahrscheinlich nichts. Oder etwas, dem Du konkret gegensteuern kannst. Denk Dir eine Lösung für den Worst Case aus, aber beschäftige Dich erst konkret damit, wenn er eingetreten ist. Falls er das je tut.

Die einzigen Kritiker, die zählen

Nörgler, Neider und Besserwisser gehören zu den Stimmen, von denen Du Dich frei machen solltest, wenn Du Dich auf geschäftlichen Erfolg konzentrieren willst.

Doch andere Menschen verdienen Deine volle Aufmerksamkeit, auch wenn sie sich kritisch äußern: Deine Kunden, Geschäftspartner und potenziellen Klienten.

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“Was mögen wohl die anderen dazu sagen?” ist immer eine interessante Frage.

Viel wichtiger ist aber, was Du dazu sagst. Als Unternehmer bestimmst Du alleine Deinen Pfad, mit allen Konsequenzen. Daher liefern die Stimmen der anderen zwar interessantes Feedback, sind verglichen mit Deiner eigenen aber nur Hintergrundgemurmel.

Hör auf Dich selbst – und mach Dich frei von dem, was Du für fremde Erwartungshaltungen hältst, die längst zu Deinen eigenen geworden sind.

03.02.2016