Mandantenbindung in anhaltenden Krisenzeiten

Mandantenbindung mit Zukunft – trotz Krise

In der anhaltenden Krise investieren Sie am besten in die 3 Grundpfeiler der Kundenbindung: Vertrauen, Zuversicht und gemeinsame Zukunftsaussichten.

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Vieles von dem, was Steuerberatende leisten, ist für Mandanten nicht auf den ersten Blick erkennbar – wie der hohe Aufwand der Recherche die Sonderregelungen der Corona-Krise betreffend. Investieren Sie jetzt aktiv in die Mandantenbindung, dann investieren Sie automatisch in die Zukunft Ihres Unternehmens: Zeigen Sie ihren Mandanten ganz transparent, was sie gerade für sie alles leisten und erledigen, um sie durch die Krise zu steuern.

Welche Aspekte der Zusammenarbeit können Sie für die Mandanten verbessern? Welche neuen, verbesserten und innovativen Angebote können Sie jetzt auf den Markt bringen, die Ihnen auch nach der Corona-Krise noch weiterhin Anschub und wichtige Impulse liefern können? Was wünschen sich Mandantinnen und Mandanten, was Sie bisher noch nicht berücksichtigen? Jetzt ist die Zeit, sich mit diesen Themen zu befassen und an einer zukunftsträchtigen Mandantenbindung zu arbeiten.

Wir haben sieben wesentliche Tipps für Sie zusammengestellt.

Auch die Lage eines Mandanten unter Corona-Druck ist komplex

Unternehmer fühlen sich zurzeit wie auf einem Drahtseil, umgeben von Faktoren, die sich nicht gut oder gar nicht beeinflussen lassen. Plötzlich drohen Konten zu platzen, sind Lieferantenverträge gefährdet, können Mitarbeitende nicht liefern wie gewünscht und Investitionen in Digitalisierung sind erforderlich, wenn auch nicht freiwillig.

Alles an dieser Krise ist schwierig – und dass man für viele Dinge Steuerberatung braucht heißt nicht, dass diese Mandanten dann beim irgendwann wieder erfolgenden Aufschwung Ihnen und Ihrer Kanzlei automatisch erhalten bleiben. Oft ist für Steuerlaien gar nicht erkennbar, was Sie als Steuerberater*in alles zusätzlich leisten. Es sei denn, Sie kommunizieren verständlich und zeigen auf, wo Sie präsent und auf dem aktuellen Stand sind und Schieflagen wieder geraderücken, Anträge professionell stellen und auf Sollbruchstellen hinweisen.

Steuerberaterinnen und Steuerberater bieten echten, konkrekt messbaren Mehrwert.

Zeigen Sie ihn auf. So können auch jene Unternehmer*innen den Mehrwert der Zusammenarbeit mit einer Steuerkanzlei erkennen, die sich zunächst vielleicht nur aufgrund der zu stellenden Anträge in der Corona-Krise an Sie gewandt haben.

Was benötigen Mandanten, was ist wichtig für die langfristige Mandantenbindung?

Sie können sich als Berater*in auf die neue Situation einstellen, mit den Menschen in Ihre Arbeitsumfeld sprechen, individuelle Preisgestaltung oder andere flexible Lösungen einführen und verzögerte oder sogar Ratenzahlungen anbieten.

Und Sie können neue Service-Angebote entwickeln, bei denen die Mandaten vorher genau die Höhe der auf sie zukommenden Kosten wissen, ohne jede Überraschung. Mit Mitgliedschaften, Beratungsgutscheinen und Pauschalen arbeiten – oder gemeinsam mit Ihren erfahrenen Mitarbeiter*innen völlig neue Modelle entwickeln, die der Mandantenbindung entgegenarbeiten.

Der beste Weg: Fragen Sie Ihre Mandanten und Mandantinnen, was ihnen gerade helfen würde und setzen sie dort an.

1. Kontakt und Kommunikation

Auch wenn der Stress über Ihnen zusammenklappt: Ihrer Mandantschaft geht es nicht anders. Ihre Kunden haben Kunden, Geschäftspartner und Netzwerk-Kontakte. Wenn Sie jetzt allem Krisenwind zum Trotz ausgezeichnet kommunizieren, erreichen Sie ein großes Publikum. Vor allem, wenn Sie parallel an Ihrem Empfehlungsmanagement arbeiten.

2. Kommunikation mit dem Kanzlei-Team

Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kundenkontakt sind die wichtigsten Kommunikationsschnittstellen. Um einerseits Mandanten einen reibungsfreien Ablauf zu bieten und andererseits Lösungen für Probleme vorschlagen zu können, ist eine bereits vorhandene Kommunikation wesentlich – und ein aufgefrischter digitalisierter Onboarding-Prozess.

3. Marketing und Werbung neu ausrichten

Es ergibt keinen Sinn, immer weiter Produkte und Dienstleistungspakete zu vermarkten, die Ihnen gar nicht mehr die Mandanten bringen, die Sie wollen oder die Sie gar nicht zufriedenstellend anbieten können aufgrund fehlender Ressourcen. Investieren Sie lieber in Anzeigen und bezahlte Suchergebnisse für das was Sie aktuell verkaufen wollen – und Ihnen Mandanten bringt, die bleiben.

4. Forderungsmanagement

In unsicheren Zeiten verzögern viele Unternehmen die Auszahlungen an ihre Lieferanten und das kann jederzeit auch das Begleichen Ihrer Rechnungen betreffen. Achten Sie darauf, welche Mandanten solche Kandidaten sein könnten und arbeiten Sie grundsätzlich mit zeitnaher Rechnungslegung. So bieten Sie allen Mandanten stabile Prozesse, planbare Abrechnungstermine – und sichern sich und Ihre Kanzlei ab.

5. Neue und innovative Angebote

Welche spannenden neuen Angebote können Sie entwickeln, bei denen sichergestellt ist, dass Sie einen Ansturm abdecken und Bestandsmandanten trotzdem gut betreuen können? Gibt es Einnahmequellen, die sich dauerhaft durch andere, lukrativere ersetzen lassen? Was müssen Sie machen, was möchten Sie tun und wie lässt sich das zu Ihren Gunsten verschieben?

6. Bestandskunden-Wellness

Entwickeln Sie ein Care-Programm für Ihre treuesten und aus unterschiedlichen Gründen besten Mandanten. Jede Kanzlei hat solche treuesten Bestandsmandanten. Entscheiden Sie also, welche besonderen Dienstleistungen und Ressourcen Sie diesen wertvollen Mandaten zur Verfügung stellen können – und bedenken Sie, dass es in Zeiten knapper Ressourcen wichtig werden kann, sich um diese Mandanten als erste zu kümmern. Setzen Sie entsprechende interne Kommunikation und Prozesse auf.

7. Machen Sie Ihre Steuerkanzlei zur #zukunftskanzlei

Informieren Sie sich, was die Zukunft bringt, welche Chancen, Möglichkeiten und Potenziale sich darin zeigen und werfen Sie einen strategischen Blick nach vorne: Entdecken Sie die Kanzlei der Zukunft. Laden Sie sich unsere Studie zur Kanzlei der Zukunft herunter und lassen Sie sich außerdem von uns zeigen, was es Ihnen bringt, mit lexoffice zu arbeiten:

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Über die Autorin
Carola Heine
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