Marketing für Handwerker

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Wer mit Inhabern kleinerer Handwerksbetriebe über Online-Marketing spricht, erlebt es auch im Zeitalter des Mobile Web immer noch gelegentlich, dass die Notwendigkeit nicht eingesehen wird.

„Wir arbeiten über Empfehlungen, unsere Kunden lieben uns und wir sind schon ständig ausgebucht. Warum sollen wir denn auch noch viel Geld ausgeben für Werbung?“ ist eine ganz typische Argumentation.

Viel Geld muss es zwar gar nicht kosten, wenn ein Betrieb im Internet vertreten ist. Aber auch wenn das Auftragsbuch gerade voll ist:

Ignorieren sollte man als Einzelunternehmer die vielen Marketing-Möglichkeiten nicht, denn das wird sich langfristig rächen.

Nicht möglichst viele Kunden, sondern ideale Wunschkunden sind das Ziel beim Online-Marketing

Mit einem Auftritt im Internet, den begleitenden Marketingmaßnahmen und Zusatzangeboten wie mobiler Kartenzahlung versucht man als Unternehmer ja nicht unbedingt, besonders viele Neukunden einzusammeln.

Ein sinnvolles Ziel besteht ganz im Gegenteil meist darin, weniger „Streukunden“ und stattdessen genau die richtigen zu finden:

Die Wunschkunden, bei denen alles passt.

Statt vieler kleiner Brösel-Aufträge kann es zum Beispiel das Ergebnis sein, die großen Brocken an Land zu ziehen – oder eben von Großaufträgen zu individuell ausgerichteten Projekten wechseln, die kreative Gestaltung ermöglichen.

Statt nerviger sich wiederholender Aufgaben will ein Handwerker vielleicht lieber spezielle Anforderungen erfüllen oder umgekehrt statt täglich wechselnder Herausforderungen die Spezialisierung auf ein bestimmtes Angebot vorantreiben.

Es kann unterschiedlich ausfallen, was eine Firma voranbringt und es hängt auch vieles von der Persönlichkeit des Inhabers ab.

Doch wie auch immer die Ziele letztendlich aussehen, die passende Website und entsprechendes Marketing werden es wesentlich einfacher machen, sie langfristig auch wirklich zu erreichen.

Marketing für Handwerksbetriebe: Online und offline für Neu- und Bestandskunden

Außerdem wäre es ein Fehler, sich aufgrund einer aktuellen Auslastung gegen Marketingmaßnahmen zu entscheiden.

Die Lage kann sich schnell wieder ändern, und dann erst mit Werbung zu beginnen kostet wertvolle Zeit.

Über die folgenden Grundlagen der Eigenwerbung und Selbstdarstellung auf dem Markt sollte jeder Handwerksbetrieb heute verfügen.

Drei Basics für jeden Handwerksbetrieb:

  • Ein moderner Betrieb egal welcher Größenordnung benötigt eine Internetseite mit den Besonderheiten des handwerklichen Angebots bzw. einer Erläuterung der Schwerpunkte. Wichtig auch das per Smartphone nutzbare Kontaktformular sowie ständig erreichbare Rufnummern und Mail-Adressen.
  • Grundsätzlich sollten professionell aufbereitete Geschäftsunterlagen mit eigenem Logo vorhanden sein, auf denen unbedingt auch die Adresse der Internetseite abgebildet wird: Stets griffbereit für Veranstaltungen, Werbeaktionen und zufällige neue Kontakte sind Visitenkarte und Flyer, eine Beschriftung mit Internet-Adresse gehört auf jeden Firmenwagen.
  • Eine übersichtlich aufgebaute Adress- und Kontaktverwaltung gehört ebenso dazu wie ein Marketing-Plan für das ganze Jahr oder die nächste Saison und die dazu passende Überlegung, wie sich die Ergebnisse von Werbeaktionen dann auch messen und auswerten lassen.

Wir empfehlen, Profis mit der Gestaltung von Website und Unterlagen, aber auch mit der Optimierung für Suchmaschinen zu beauftragen und sich für alle anderen Aufgaben ebenfalls Unterstützung und Beratung zu holen.

Fünf Maßnahmen, ohne die es langfristig nicht geht

Wer sich bisher darauf verlassen hat, dass Empfehlungen im Kundenkreis den Kalender füllen, sieht sich einer Vielzahl von Aufgaben gegenüber:

  • Jede Website muss heutzutage unbedingt für Suchmaschinen professionell optimiert werden, um ihr Potenzial auszuschöpfen – die Internetseite eines Handwerkbetriebs dann aber auch noch für die regionale Auffindbarkeit und nicht nur nach Thema.
  • Handwerksbetriebe sollten sich bei Google Maps eintragen, damit die korrekten Angaben dort zu finden sind, wenn jemand die Firma googelt oder zufällig über Google findet. Auch der Eintrag in weitere regionale oder thematisch passende Verzeichnisse ist empfehlenswert, aber Google Maps/Local ist am wichtigsten.
  • Bestandskundenpflege durch Informationen und neue Angebote gehört ebenso zum Marketing wie Neukundengewinnung – mit einem Newsletter, Sonderangeboten oder einer Kundenzeitung für bestehende Kunden bleibt man im Gespräch und sorgt parallel für einen stets aktuellen Verteiler für die nächste Aktion.
  • Für die strategische Neukundengewinnung ist ein Mix aus Anzeigenwerbung, digitalen Werbemitteln und sogar Social Media interessant. Von Google Adwords über XING bis Facebook lässt sich mit überschaubarem Budget testen, welcher Kanal erfolgreich neue Kunden bringt. Insbesondere Google Adwords ist erfolgversprechend und lässt sich mit einem der vielen Einstiegsgutscheine ohne Risiko testen.
  • Empfehlungsmarketing, Networking und die Teilnahme an Branchen-Veranstaltungen erweitern die mögliche Zielgruppe und gehören in jeden Marketing-Mix. Angefangen vom zufriedenen Kunden, dem man ein paar Visitenkarten überlässt für den Bekanntenkreis bis hin zum Expertenvortrag auf der nächsten Messe gibt es unendlich viele Möglichkeiten, als geeigneter Anbieter wahrgenommen zu werden – man muss sie nur nutzen.

Wir empfehlen, mit professioneller Geschäftsausstattung und einer Website einzusteigen bzw. die vorhandenen optimieren und auf das Mobile Web aktualisieren zu lassen.

Wenn Ausstattung und digitale Präsenz auf dem neuesten Stand sind, werden diese im nächsten Schritt bei Google Local und Maps eingetragen, die Neuerungen den Kunden mitgeteilt und erste Anzeigen geschaltet.

Anschließend empfiehlt es sich, Anzeigen und Teilnahme an Events für einen längeren Zeitraum bereits fix zu planen. Denn während der alltäglichen Abläufe im Handwerksbetrieb wird wenig Zeit dafür bleiben, sich immer wieder neu zu überlegen, was als Nächstes ansteht.

Und sobald das Marketing Erfolge zeigt, wird die Zeit noch knapper.

23.09.2015