Unser Start-up des Monats Meshville ist eine Plattform für die flexible Buchung von Arbeitsplätzen, Besprechungs- und Eventräumen in Coworking Spaces.

Start-up des Monats: Meshville

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Wir freuen uns heute über unser aktuelles Start-up des Monats, das ein für Gründer und Jungunternehmer besonders spannendes Geschäftsmodell hat. MESHVILLE ist eine Plattform für die flexible Buchung von Arbeitsplätzen, Besprechungs- und Eventräumen in Coworking Spaces. Außerdem kannst Du über MESHVILLE direkt und unkompliziert Räume für Dein Meeting finden und eine Vielzahl an Events, Workshops und Seminaren buchen.

Die Plattform funktioniert einfach, flächendeckend und flexibel ohne vertragliche Bindung oder Grundkosten. Rüdiger von MESHVILLE hat sich für uns die Zeit genommen, unsere Fragen zu beantworten. Das Interview führte unser Edelpraktikant Yalun.

MESHVILLE: Buchung von Arbeitsplätzen, Besprechungsräumen und Eventflächen

Yalun: Hallo Rüdiger – stell dich und dein Startup doch mal kurz vor!

Rüdiger: Wir – Thomas, mein Bruder Arnulf und ich – sind MESHVILLE, die Online-Plattform zur Buchung von Arbeitsplätzen, Besprechungsräumen und Eventflächen in Coworking Spaces. MESHVILLE funktioniert einfach, flächendeckend und flexibel ohne vertragliche Bindung oder Grundkosten!

Du kannst dich überall und jederzeit in einen Coworking Space einbuchen, um in einer sicheren Umgebung professionell zu arbeiten, zu netzwerken und soziale Kontakte zu knüpfen. Du arbeitest nicht länger isoliert – selbst wenn Du unterwegs bist.

Yalun: Sehr spannend! Ihr bietet sozusagen ein Netzwerk an Coworking Spaces an. Wie bist du auf diese Idee gekommen?

Rüdiger: Die Arbeitswelt verändert sich. Sie ist mobiler. Zunehmend mehr Menschen sind zumindest zeitweise nicht mehr an ihrem festen Arbeitsplatz. Das ist nicht nur ein Generationenthema. Vielmehr verändern sich die Anforderungen an die meisten Jobs im Zusammenspiel mit den technischen Möglichkeiten.

Thomas und mein Bruder arbeiten seit vielen Jahren in der Planung und Ausgestaltung von Arbeitsplätzen. Sie sehen wie auch bei großen Firmen gerade ein Umdenken stattfindet. Doch nicht jede Lösung ist am Ende auch für den Mitarbeiter gut und nicht überall kann man effektiv arbeiten. Man sollte nicht vergessen, der Mensch ist ein Sozialtier und möchte nicht in der Isolation arbeiten. Deshalb lehnen viele nach der anfänglichen Euphorie auch das Homeoffice ab.

Diese Veränderungen der letzten Jahre habe ich aus der anderen Perspektive, als Konzernmitarbeiter, erlebt. Ich war viel auf Reisen. Hier spürt man schnell, dass Business Travel mehr Schatten als Sonnenseiten hat. Ständig am Umherziehen und immer in einer Blase. Nirgends kommt man wirklich an. Besonders auffällig ist das, wenn man sich im Ausland befindet. Außer Meetings hängt man am Ende des Tages nur im Hotel oder Restaurant rum und hat keinen Anschluss.

Auf der Strecke bleibt viel ungenutzte Zeit, weil die Leute es nicht anders kennen. Dabei gibt es bereits heute tolle Alternativen. In Coworking Spaces findet man genau diese geniale Kombination aus physischer Arbeitsumgebung und Kontakt zu einem lokalen Netzwerk. Nur funktioniert ein Coworking Space normalerweise über regelmäßige Mitgliedschaft. Genau das hat uns auf die Idee gebracht, ein offenes und direkt such- und buchbares Netzwerk zu bauen.

Yalun: Arbeitet ihr denn selbst in einem Coworking Space?

Rüdiger: Klar und wann immer es die Zeit zulässt. Das Firmenbüro von Thomas und Arnulf ist ein direkt über MESHVILLE buchbarer Space und jeder freut sich auf frische Besucher und neue Kontakte. Wenn ich nicht in München bin, versuchen ich immer in den lokalen Spaces zu arbeiten. Es fühlt sich einfach so viel besser an als allein zu Hause, im Hotel oder auch im Cafe.

Yalun: Ihr braucht doch einige Mitarbeiter, um so ein großes Netzwerk aufrecht zu erhalten, oder?

Rüdiger: Momentan sind wir noch ein kleines Team. Die Abwicklung der Buchungen übernimmt die selbst entwickelte Software. Die meiste Arbeit kommt momentan durch die ständig wachsende Zahl von Spaces, die bei uns mit dabei sein wollen. Hier haben wir Unterstützung aus dem Team meines Bruders und durch Freelancer – die meisten sitzen natürlich auch in Coworking Spaces. Wir wachsen stark in Deutschland und gerade sind Österreich und die Schweiz dazugekommen. Mittel- bis langfristig werden wir ein Vollzeitteam aufbauen.

Yalun: Was genau ist das Ziel eures Startups und wie verdient ihr dabei Geld?

Rüdiger: In einer digitalisierten Welt wollen wir ein soziales und physisches Arbeitsumfeld überall und jederzeit verfügbar machen und somit konzentrierte Arbeit mit Kontakt im realen Raum vereinigen.

Damit ist das Ziel klar, wir bauen die Buchungsplattform MESHVILLE als offenes Netzwerk möglichst schnell und möglichst weit verbreitet auf.

Geld verdienen wir mit einer kleinen Provision die wir vom Coworking Space erhalten, wenn wir Buchungen abwickeln. Der Space erhält neue Coworker, hat dabei fast keine Administration und bekommt eine zusammengefasste Abrechnung pro Monat.

Yalun: Was unterscheidet euch von der Konkurrenz? Gibt es denn überhaupt welche?

Rüdiger: Es gibt momentan gar nicht so viele Mitbewerber, die sich auf das Thema soziale Arbeitsumgebung in dem Maße konzentrieren wie wir das machen. Bei uns geht es um Coworking, eine einfache und vollständige Buchungsabwicklung und ein offenes System ohne Grundkosten oder Pauschalen.

Es gibt Plattformen, die als Online-Makler für freie Büros etc. fungieren, aber das ist nicht unser Fokus. Auf der anderen Seite gibt es einige Coworking Space Listings, die aber ein reines Adressbuch sind und keine Buchungsabwicklung machen. Zudem gibt es ein paar geschlossene Systeme bzw. Programme für Coworker eines Spaces, die gelegentlich in einem anderen arbeiten möchten. Beides funktioniert aber nicht on the go und genau das ist unser Konzept.

Yalun: Wie habt ihr denn die ersten Partner angesprochen? Ist es nicht sehr schwierig, diese ohne Reputation anzubinden?

Rüdiger: Extrem schwierig – das haben wir gelernt. Wenn es um echtes Coworking geht, muss man sich in der Szene erst einen gewissen Ruf erarbeiten, denn die Spaces warten richtigerweise nicht auf irgendwelche Trittbrettfahrer.

Wir sind stark engagiert und Mitglied der German Coworking Federation. Mittlerweile ist Bekanntheit für uns aber glücklicherweise kein Thema mehr. Die Spaces vertrauen uns und gemeinsam bringen wir eine neue Arbeitsmethode nach vorne.

Yalun: Wo geht die Reise hin? Wo seht ihr euch in 5 Jahren?

Rüdiger: Das ist ganz klar für uns, in 5 Jahren wollen wir die relevante Buchungsplattform für Coworking in Europa sein.

Yalun: Warum sitzt ihr in München und nicht in den Startup-Städten Hamburg und Berlin?

Rüdiger: Gute Frage! Durch die Firma von meinem Bruder und Thomas hat sich der Standort angeboten und das war sicher auch der entscheidende Punkt. Darüber hinaus ist die Coworking Szene in München schon beachtlich. Wir wollen uns auch nicht einigeln, sondern unsere eigene Idee leben – wenn man theoretisch jeden Tag an einem anderen Ort arbeiten kann – wird die Standortfrage immer unwichtiger, oder?

Yalun: Was erwartet ihr euch von unserem Startup-Programm?

Rüdiger: Vor allem wünschen wir uns viele neue Kontakte. Das ist genau das Phänomen im Coworking – man lernt ungeplant neue Leute kennen und plötzlich ergeben sich ungeahnte spannende Wege.

Und dann möchten wir diesem Netzwerk natürlich anbieten, unsere Plattform zu nutzen und damit immer und überall einen physischen Arbeitsplatz zu finden.

Durch das Startup-Programm haben wir bereits viel wertvolles Feedback bekommen – und auch geben können. Eine super Sache!

Yalun: Den lexoffice Accelerator für Jungunternehmer und die Bewerbung um das Start-up des Monats finden Gründer unter gruender.lexoffice.de und ständig aktuelle Infos auf unserer Facebook Fanpage lexRocket.

Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends und Online Navigation

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