Bekannt werden, Kontakte knüpfen: So wird Dein Messeauftritt zum Erfolg

Bekannter werden, Kontakte knüpfen: So wird Dein Messeauftritt zum Erfolg

Einen eigenen Stand haben auf dem richtigen Branchen-Event: Spannend! Unsere Tipps helfen Dir, an alles wichtige zu denken.

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Ein gut durchdachter Messeauftritt hilft Deiner Marke, steigert ihren (oder Deinen) Bekanntheitsgrad und unterstützt Dich beim Networking – denn immer noch sind Kontakte der wichtigste Erfolgsfaktor im Geschäftsleben.

Der größte Vorteil an einem Messeauftritt für Dich und Deine Geschäftsideen: Auf einer Messe bist Du bereits unter Menschen, die sich für Deine Branche und Dein Thema interessieren. Du kannst hier ohne Umwege die passende Zielgruppe ansprechen, denn ein Großteil der an Dir vorbeikommenden Personen kennt das Umfeld für Dein Angebot bereits. Es lohnt sich also unbedingt, einen eigenen Stand zu haben.

Dafür genügt es aber nicht, präsent sein und Informationsmaterial auszulegen: Das ist nur der erste kleine Schritt zur erfolgreichen Teilnahme an einer Branchenmesse. Wie viel ein Messeauftritt Dir vor allem langfristig bringt, das hängt davon ab, wie viel sorgfältige Planung Du in die Details investierst.

Zeitlichen Vorlauf einplanen: Rechtzeitig interessante Events recherchieren

Während Besucher*innen einer Messe auch in der letzten Minute noch beim Ticketkauf zuschlagen können, bist Du als „Aussteller“ besser beraten, Dich so früh wie möglich anzumelden und mit reichlich zeitlichem Vorlauf zu planen.

Dafür gibt es mindestens fünf gute Gründe:

  • Mit einem Überblick über alle stattfindenden Messen kannst Du Deine persönlichen Highlights herauspicken.
  • Wer sich früh anmeldet, kann sich einen günstigen Platz auf dem Messegelände aussuchen – dort, wo möglichst viele Menschen vorbeikommen.
  • Jede Messe ist anders und stellt andere organisatorische Herausforderungen an Dich. Mit genug Vorlauf hast Du weniger Stress und holst das Optimale heraus.
  • Mit einem großzügigen Zeitplan für die Vorbereitung kannst Du die besten und bezahlbarsten Angebote für Materialien zusammenstellen.
  • Wer weit im Voraus bucht, hat meist die Möglichkeit, eine nahe oder verkehrsgünstig gelegene Unterkunft zu buchen.

Auch nicht unwichtig: Sowohl die Veranstalterfirmen von Messen als auch Deine Konkurrent*innen nutzen Social Media, um #Hashtags aufzubauen, Vorarbeit zu leisten und Aufmerksamkeit zu generieren. Wenn Du rechtzeitig mit der Planung beginnst, kannst Du Pressearbeit machen, um erwähnt zu werden. Außerdem kannst Du sehen, wie die anderen sich präsentieren. Das kann als Inspirationsquelle dienen, aber auch um zu vermeiden, exakt dieselben „ausgefallenen“ Dinge am eigenen Stand anzubieten wie alle anderen.

Dein Messestand: Zentrum und Anlaufstelle für Deinen Messeauftritt

Einen eigenen Stand zu haben als Anlaufstelle und Informationsquelle, das ist das Wichtigste bei der Teilnahme an einer Messe. Dieser Messestand sollte ins Auge fallen, professionell gemacht und dabei im Einklang mit Deinem eigenen Corporate Design sein und vorbeigehende Menschen dazu animieren, stehen zu bleiben, um mehr zu erfahren.

Außerdem wäre es natürlich ganz praktisch, wenn Du ihn zusammenpacken und beliebig wiederverwenden kannst, ohne für die Erstellung oder den Transport jeweils ein Vermögen zu investieren: Noch ein Grund für langfristige Planung.

Wenn Du Dich bei Anbietern für Werbematerialien umschaust, wirst Du schnell feststellen, dass Info-Banner und Roll-ups, Display-Kästen und Poster, kleine Theken und Prospektständer in Deinen Farben und mit Deinem Logo überall problemlos erhältlich sind. Ein Roll-up, das wie eine Jalousie mit Ständer funktioniert, ist eine gute Möglichkeit, einen Messestand optisch zu umrahmen oder einen akzeptablen Hintergrund zu bieten.

Du kannst aber auch mit individuellen Fußboden- und Tapetendesigns in deinem Design einen eigenen „Raum“ auf der Messe erschaffen. Oder Du überlegst Dir, was von der Anmutung her authentisch zu Deinen Informationen passt und stellst Dir einen Messeauftritt zusammen, der sich von allen anderen deutlich abhebt: Zum Beispiel mit einer Wand aus Kunstrasen oder mit einem Spiegelkabinett, als Eisdiele im Retro-Design aufgemacht oder wie eine Piano-Bar und so weiter: Einen ansprechenden Ort, an dem Menschen gerne anhalten werden, um zu sehen, wer aus ihrer Branche dahintersteckt.

Messeauftritt richtig planen: Die „Basics“

Damit die Mühe sich lohnt, müssen Besucher*innen an Deinem Stand so empfangen werden, dass der Bekanntheitsgrad Deines Angebots sich erhöht. Du wirst im Idealfall mit vielen sehr unterschiedlichen Menschen sprechen und musst darauf entsprechend vorbereitet sein. Du solltest:

  • aktuelle Visitenkarten mit Deinen Kontaktdaten und Basisinformationen in ausreichender Menge bereithalten,
  • Dir einen Prozess oder ein System (CRM, Customer Relationship Management) überlegen, wie Du die Kontaktdaten Deiner Gesprächspartner einsammelst,
  • und zu diesem Zeitpunkt schon wissen, was Du genau damit machen wirst nach der Messe,
  • umfassende gedruckte Info-Materialien bereitlegen, damit Interessierte sich Flyer und Broschüren einstecken können,
  • daran denken, dass all diese Informationen notfalls auch ohne Rücksprache mit Dir verständlich und vollständig sein sollten,
  • Deine Website und Social Media Kanäle prüfen und aktualisieren, damit sowohl vor Ort als auch online die gleichen Infos und Angebote stehen,
  • darauf vorbereitet ein, im Gespräch ggf. Deinem Gegenüber Kaffee, Tee oder Wasser (und Kekse) anbieten zu können selbst an einer reinen Infotheke, denn Messen sind lang und stressig für alle,
  • mit Give-Aways oder Werbegeschenken Aufmerksamkeit binden, wenn dies zu Deinem Angebot passt,
  • einen konkreten Vorteil bieten, den Menschen dadurch haben, dass der Kontakt auf dieser Messe zustande kam, um Anreize für frische Geschäfte zu bieten – beispielsweise einen Messerabatt.

Nicht zuletzt musst Du Dir schon lange vorher überlegen, wen Du mitnimmst. Als Back-up, Assistenz, Vertretung am Stand oder Messepartner: Ganz alleine kannst Du keinen Messeauftritt betreiben, Du könntest ja nicht einmal stressfrei aufs WC. Ganz abgesehen davon, dass Auf- und Abbau und Transport ebenso wie spontan anfallende Erledigungen besser gehandhabt werden können, wenn zwei oder mehrere Paar Hände zur Verfügung stehen.

Besonders Existenzgründer*innen können sparen und profitieren, wenn sich zwei Start-ups oder thematisch nicht zu nah verwandte Gründungsideen einen Stand teilen: Wichtig ist die optische Abgrenzung der Angebote voneinander (und dass die Veranstalterfirma in ihren AGB zustimmt). Zu zweit kann man einen besser gelegenen und größeren Stand mieten und sich finanziell und bei der Planung ergänzen – kein schlechter Weg für den ersten Messeauftritt.

Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends und Online Navigation

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