Einem Mitarbeiter kündigen &
8211; eine schwierige Entscheidung

Schwierige Entscheidung für Unternehmer: Mitarbeiter kündigen

Gute Mitarbeiter für Dein Team zu finden ist eine der größten Herausforderungen, wenn sich der Erfolg einstellt und Du endlich auf strategisches Wachstum setzen kannst.

Anzeigen und Jobbörsen sind dann eine bewährte Möglichkeit, das eigene Anforderungsprofil zu verbreiten und auf passende Bewerber zu hoffen.

Besonders Startups und Kleinunternehmer profitieren auch von Empfehlungen durch Menschen, die sich bereits in der Zusammenarbeit bewährt haben.

Trotzdem wird es immer wieder geschehen, dass Du jemanden hoffnungsvoll einstellst und dann eines Tages vor der Erkenntnis stehst:

Dieser Mensch passt gar nicht in mein Team.

einem Mitarbeiter kündigen, der nicht mitzieht

Besonders in den ersten Jahren nach einer Existenzgründung, aber eigentlich immer bist Du auf Angestellte angewiesen, denen der Erfolg Deines Unternehmens ebenso am Herzen liegt wie Dir.

Nicht immer lässt sich durch ein Bewerbungsgespräch mit anschließender Probezeit herausfinden, ob jemand langfristig dann auch wirklich in Dein Team passt.

Oft ist es auch ein schleichender Prozess, wenn alle anderen wo nötig Überstunden schieben – nur einer lässt den Griffel pünktlich fallen, auch wenn Events und Projekt-Deadlines anstehen.

Oder sich Sportunfall an Montagsgrippe an Feiertagverlängerungsgrippe reiht und Du es irgendwann nicht mehr übersehen kannst, dass Dein Team-Mitglied zwar nicht am tödlichen Männerschnupfen stirbt, jede Krankschreibung jedoch gerne mitnimmt … aber für die Disco oder den Ausflug ins Gebirge reicht es in der gleichen Woche trotzdem, und daraus macht Dein Team-Mitglied auch gar kein Geheimnis.

Manchmal ist es auch einfach jemand, der durch Lästern und Getratsche die Stimmung vergiftet und generell für Misstrauen im Team sorgt.

Oder die Person gehört zu denen, die dann prompt von Dir erwarten, dass Du Dich immer nach ihnen richtest, wenn es um Zeiten und Termine geht, obwohl Du der Chef bist.

Es ist ärgerlich, wenn man Verantwortung übernimmt und Menschen einstellt und dann irgendwann enttäuscht feststellen muss, dass man sich innerlich überwinden muss, sich mit einem Mitarbeiter abzugeben, der oder die null Einsatz zeigt, um Deine Ziele und die der Firma voranzubringen.

Am schlimmsten allerdings ist es, wenn Du jemanden vor Dir hast, der oder die sich tatsächlich viel Mühe gibt – aber es wird einfach nix.

Mitarbeiter, die in einem anderen Team nicht nur auf der Reservebank sitzen würden

Es kostet sehr viel Überwindung, jemanden zu entlassen, der zuverlässig und pünktlich ist, aber einfach nicht erfolgreich arbeitet.

Aber betrachte Dich doch einmal nicht nur als Inhaber, sondern als Coach für das gesamte Team. Ihr wollt ein Spiel gewinnen – und Dein besagter Mitarbeiter würde immer auf der Reservebank sitzen müssen, wenn Ihr eine Chance haben wollt.

Immer. Das ist für ihn/sie nicht schön, für die anderen nicht und für Dich auch nicht, und Geld kostet es noch obendrein.

Doch das gilt nur für Dein Team. In einer anderen „Sportart“, einer anderen Konstellation oder mit einer neuen Aufgabe ist vielleicht auch diese Person ein Durchstarter und ein geborener Sieger.

Durch die Kündigung befreist Du Dich und Dein Team von einem Ballast, den Deine Firma sich vielleicht nicht auf Dauer leisten kann.

Dafür gibst Du dem fraglichen Mitarbeiter auf gewisse Weise aber auch die Chance, einen besseren Platz als die Duldung auf der Reservebank und damit eine Aussicht auf beruflichen Erfolg zu finden.

Denn realistisch betrachtet hast Du keine Chance, jemanden zu ändern. Wer unzuverlässig ist, wird nicht für Dich zuverlässig werden.

Wer eine negative Einstellung hat, bleibt vermutlich so. Wer viel Zeit und Unterstützung hatte und seine Aufgaben trotzdem nicht bewältigt, wird in diesem Aufgabengebiet wahrscheinlich immer so sein.

Als Unternehmer brauchst Du aber Menschen in Deinem Team, die ebenso an Euren gemeinsamen Projekten interessiert sind wie Du und Aufgaben tatsächlich erfolgreich umsetzen.

Das gilt auch für Kumpel, Verwandte und Freunde, sowie für Mitarbeiter, die Dir von ihnen empfohlen wurden.

Weder tust Du jemandem einen Gefallen, wenn Du ihn duldest, noch hilft es Dir und Deiner Firma.

Ebenso wie man manche Bestandskunden gehen lässt und einigen Kunden besser kündigt, als die Geschäftsbeziehung fortzusetzen , wirst Du insgeheim längst wissen, welche Mitarbeiter ihren Teil beitragen.

Und welche nicht.

16.11.2015