Nebenberuf Pro und Contra – wann macht eine nebenberufliche Selbstständigkeit für Dich Sinn?

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Macht es für Dich Sinn, endlich den Schritt zu wagen und nebenberuflich zu gründen? Sicherlich hörst Du viele Stimmen in Deinem Umfeld, die Dir gut gemeinte Ratschläge geben. Die Entscheidung aber liegt wie immer ganz bei Dir. Zu viel Vorsicht ist ebenso schädlich wie unbedachter Wagemut. Zum Thema Nebenberuf Pro und Contra gibt es viel zu überlegen. Wir helfen Dir, Deine Argumente zu sortieren.

Eine nebenberufliche Selbstständigkeit verschafft Dir zusätzliches Einkommen und Unabhängigkeit. Sie bietet Dir die Möglichkeit, mit vermindertem Risiko eine Geschäftsidee zu testen. Woran scheitert es also bei so vielen „nebenbei“ Existenzgründern? Sie haben sich vorher nicht gründlich genug überlegt, worauf sie sich einlassen. Denn natürlich ist eine Gründung ein aufwändiges Vorhaben. Wer sich mit den potenziellen Hindernissen gar nicht erst beschäftigt, verliert schnell die Motivation.

Nebenberuf Pro und Contra – das könnte dagegen sprechen, dass Du nebenberuflich gründest

Gegen eine Gründung als nebenberufliches zweites Standbein spricht, dass jede Existenzgründung vollen Einsatz fordert. Bei einer nebenberuflichen Tätigkeit hast Du aber meist nicht die Möglichkeit, einhundert Prozent Einsatz zu geben. Die vorhandenen Ressourcen wie Zeit und Energie teilen sich zwischen der neuen Geschäftsidee und dem Brotjob auf. Oder zwischen der Gründungsidee und dem Familienleben, wenn Du Deine Work-Life-Balance ebenfalls pflegen willst.

Es ist zwar möglich, aber schwieriger, nebenberuflich zu gründen und durchschlagend großen Erfolg zu haben. Das und die damit einhergehenden Selbstzweifel bremsen potenzielle Existenzgründer im Nebenberuf oft so aus, dass sie gar nicht erst richtig starten. Wer in der Startphase aber nicht ausreichend Gas gibt, landet auf der Nase.

Weil in der Regel das Haupteinkommen gesichert ist, wenn eine nebenberufliche Gründung geplant ist, verkaufen sich Nebenberufsgründer oft unter Wert. Weil sie die besagten Zweifel pflegen, aber auch, weil der wirtschaftliche Druck fehlt, sich von der eigenen Arbeit zuverlässig ernähren zu müssen. Lieber machen sie die Marktpreise kaputt, als keine Aufträge zu haben. Damit schaden sie allen in der Branche, vor allem aber sich selbst.

Früh übt sich, wer in der Nebenberuflichkeit die Weichen richtig stellen will

Denn wer für viel zu wenig Geld arbeitet, kann später nicht oder nur unter Mühen die Preise anheben. Besser wäre es, weniger Aufträge für mehr Geld zu akquirieren. Doch auch Akquise fällt viel leichter, wenn der Druck entsprechend ist. Druck ist in dem Fall gut, doch fällt es vielen erstmaligen Gründern schwer, das auch so zu sehen. Sie fühlen sich quasi ungerecht behandelt und gestresst, statt an der Situation zu wachsen.

Daher bleiben wichtige Lernprozesse aus. Schließlich scheitert man normalerweise drei-, vier- oder fünfmal oder öfter mit verschiedenen Produkten und Projekten als Gründer. Wenn man in vorsichtiger Schonhaltung verharrt, dann aber nicht. Dann bleiben aber auch Erfolg, Wachstum und Einnahmen aus.

Das größte Gegenargument gegen nebenberufliche Selbstständigkeit ist also der Umstand, dass man gefühlt in der Hälfte der vorhandenen Zeit das Doppelte an Einsatz zeigen muss. Du musst bereit sein, höchst professionell zu agieren, auch wenn Deine Aufmerksamkeit zwangsläufig geteilt ist. Nur wer über diese Hürde kommt, wird es schaffen. Sie ist für einige tatsächlich einfach zu hoch.

Nebenberuf Pro und Contra – darum gründen trotzdem so viele Existenzgründer nebenberuflich

Wer bereit ist, die nötige Energie in die nebenberufliche Gründung zu investieren, kennt natürlich auch alle Vorteile. Beim Vergleich von Nebenberuf Pro und Contra darf man nämlich nie vergessen, dass diese Variante von Gründung eine mit Netz und doppeltem Boden ist. Mit der Sicherheit eines Angestelltenverhältnisses im Nacken kannst Du eine Geschäftsidee in Ruhe, ohne Druck und ausgiebig testen.

Vor allem Mütter schätzen die zeitliche Flexibilität und freie Einteilung von Ressourcen. Sie spezialisieren sich auf jene Angebote, die beim Ausprobieren besonders erfolgreich sind. Organisatorische Aufgaben wie Buchhaltung lassen sich komfortabel mit lexoffice erledigen, andere wie Telefonservice auch outsourcen. Wer sich gut organisiert, entdeckt die vielen Vorteile einer nebenberuflichen Selbstständigkeit.

Vorteile der nebenberuflichen Selbstständigkeit für Berufstätige aller Altersgruppen

Die Vorteile jeder Selbständigkeit, auch der nebenberuflichen, liegen in der Unabhängigkeit und freien Zeiteinteilung. Wer sich ins Zeug legt, kann einiges mehr verdienen als in einer Festanstellung oder eben nebenbei ein ordentliches Zubrot erwirtschaften.

Außerdem kannst Du selbst entscheiden, welche Deiner Fähigkeiten Du weiter ausbaust, mit welchen Themen Du Dich beschäftigst. Du kannst also nicht nur für Deinen Geldbeutel, sondern auch für Deine unternehmerische Tätigkeit etwas tun. Generell ist es ein gutes Gefühl und stärkt das Ego, ein erfolgreiches Business zu betreiben. Es hebt berufliches Networking in ganz neue Dimensionen und festigt auch Deine Aussichten für interessantere Festanstellungen.

Mehr Geld und in Teilbereichen der eigene Chef sein, um später vielleicht den Absprung zu wagen und alles auf eine eigene Firma zu setzen – mit der passenden Geschäftsidee ist nebenberufliche Selbstständigkeit auf jeden Fall eine Überlegung wert.

  • Foto: © adzicnatasa – stock.adobe.com
Über den Autor
Carola Heine
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