Suchmaschinenoptimierung für Gründer: Negative SEO

Suchmaschinenoptimierung für Gründer: Negative SEO

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Bekanntlich bestimmt eine ganze Vielzahl von Faktoren über die Auffindbarkeit einer Website und man kann die unterschiedlichsten Wege gehen, um eine Seite nach vorne zu bringen.

Was viele Betreiber von Internetseiten nicht wissen: Einige dieser Maßnahmen, mit denen man eine Seite erfolgreich in den Ergebnislisten (Rankings) der Suchmaschinen nach oben bringen kann, lassen sich auch andersherum einsetzen – zum Schaden einer fremden Domain und Internetseite nämlich.

Die schwarzen Schafe der Optimierungsbranche setzten so genanntes »Negative SEO« ein: Nicht, um für sich selbst zu optimieren. Sondern um anderen zu schaden und sie damit zu überrunden.

Konkurrenten aus der gleichen Branche und Mitbewerber um ein starkes Keyword werden beispielsweise mit Hilfe der Webmastertools zu Recht oder Unrecht als Spammer oder Link-Händler gemeldet werden.

Oft erfolgt prompt eine als Penalty bezeichnete manuelle Abstrafung in den Rankings, und erst wenn man die Herabstufung bemerkt und sich darüber beschwert, dass sie gar nicht gerechtfertigt ist, wird sie wieder aufgehoben.

Um gegen eine manuelle oder über Filter erzeugte Penalty arbeiten zu können, muss man aber zuerst überhaupt wissen, dass man im Ranking gesunken ist und dann wiederum herausfinden, ob eigene SEO-Maßnahmen versehentlich dazu geführt haben.

Wer kein Monitoring betreibt, bemerkt eine Penalty wahrscheinlich erst, wenn die Umsätze bereits eingebrochen sind.

Negative SEO-Maßnahmen – was tun?

Negative SEO kann bedeuten, dass jemand gezielt Wettbewerber ausschaltet, indem die robots.txt Datei einer Site gehackt und auf schädliche Seiten umgeleitet wird. Überlastung eines Servers durch DOS-Attacken oder konsequent schädliche Kommentare in Foren und sozialen Netzwerken sind ebenso Negative-SEO-Maßnahmen wie minderwertige Links für Konkurrenten und Anschwärzen über die Webmaster-Tools oder manipulierter geklauter Content.

Wenn plötzlich keine Besucher mehr kommen, hilft nur noch ein Blick in die Statistiken des Servers, die Logfiles, die Google-Webmastertools – Nachrichten an Webmaster immer einschalten! – und die Backlinks, die auf die eigene Site verweisen. Als erstes prüft man mit der Site-Abfrage, ob eine Domain überhaupt noch im Index auftaucht und wie viele Seiten erfasst werden:

Ins Google-Suchfeld eingeben:
site:http://beispiel-domainnamen.de

Wenn die Rückmeldung kommt, dass keine Daten mehr auffindbar sind, wurde die Domain aus dem Google-Index geworfen. Aber auch wenn die Überprüfung deiner Keywords auffällige Verluste im Ranking zeigt, kann es ein Problem geben, dem man auf die Spuren kommen muss.

Ein erster Schritt ist dann die Prüfung auf Duplicate Content und schädliche Backlinks. Die Google-Webmastertools bieten eine Möglichkeit, über das „Disavow Tool“ die Auswirkungen ungewünschter Links zu blocken.

Eine gute Nachricht gibt es auch: Negative SEO ist selten. Sollte man wider Erwarten doch betroffen sein, empfiehlt es sich aber, die Hilfe einer professionellen SEO-Agentur in Anspruch zu nehmen.

Reconsideration Request

Sollte deine Website nicht mehr in den Google-Suchergebnissen erscheinen oder viel schlechter abschneiden als zuvor, die Site deiner Meinung nach aber nicht gegen die allgemeinen Richtlinien für Webmaster verstoßen, kannst du einen Antrag auf Wiederaufnahme in den Index stellen.

https://www.google.com/webmasters/tools/reconsideration?hl=de

Deine Meldung wird dann manuell geprüft, es wird also immer eine Weile dauern bis zur Antwort über das Nachrichtensystem der Webmastertools und bis zur Wiederherstellung der Rankings.

Über den Autor
Carola Heine
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